Wer das Wesen der Krankheit Depression verstehen will, muss diesen Text lesen Eine frühe Erzählung von David Foster Wallace, erstmals 1984 in The Amherst Review, einer literarischen Studentenzeitschrift, erschienen. Mit erschreckender Offenheit und Formulierungen, die später in seinen Romanen und Erzählungen Eingang finden werden, erzählt der damals 22-jährige David Foster Wallace über einen Studenten, der an Depressionen erkrankt ist. Die starken Medikamente haben ihn auf einen anderen Planeten geschossen, doch scheint ein Leben dort immer noch das kleinere Übel - einen Weg zurück auf die Er de wird es niemals geben. David Foster Wallace kämpfte zeitlebens mit Depressionen und suchte nach Bildern, um zu beschreiben, was ihn quält. Eine schmerzhafte Erzählung, die die Krankheit in ihrer ganzen monströsen Ausweglosigkeit beschreibt und für Nichterkrankte verstehbar macht.
Bewertungen & Erfahrungen
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6 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion12.06.2026
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Dieser Roman ist eine tiefgründige und fesselnde Reise in die Komplexität der menschlichen Psyche, die man unbedingt lesen sollte. Wallace gelingt es, die dunklen Seiten der Existenz auf eine Weise darzustellen, die sowohl beunruhigend als auch zutiefst bewegend ist.
Redaktion12.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieser Text ist eine tiefgründige und wichtige Auseinandersetzung mit dem Verständnis von Depression, auch wenn er stilistisch anspruchsvoll ist. Es lohnt sich für alle, die sich mit dem Thema auseinandersetzen möchten.
Wer einmal nachfühlen möchte, wie sich ein Mensch fühlt, der von Depressionen heimgesucht wird, sollte sich dieses Werk zugute führen, weil es in einfühlsamen Worten uns außenstehend und hilflosen Menschen aus Freundeskreis und Familie usw. dieses Gefühl erklärt, dass sonst kaum in Worte zu fassen ist. Der Autor war Professor für kreatives Schreiben und hat viele erwähnenswerte Romane verfasst, galt in Amerika als Genie und hat doch den Kampf gegen die Depression verloren: Er erhängte sich im Alter von 46 Jahren.Die Welt schrieb über ihn: "Von der "buchstäblich unbeschreiblichen Kriegsführung gegen das eigene Ich" wusste Wallace in "Good Old Neon", einer seiner besten Erzählungen, zu berichten. Der Leser findet den Autor darin über das Foto eines Selbstmörders gebeugt. Mehr als "Kein Sterbenswörtchen" möchte der "David Wallace" dieser Erzählung am Ende nicht mehr sagen.Dabei hatte Wallace die große literarische Bühne als einer betreten, der zu reden nicht aufhören konnte, der erzählen und abschweifen musste, das Erzählte beinahe zwanghaft kommentierte und noch von der Abschweifung abschweifte, im manischen Bemühen, einer überkomplexen Welt gerecht zu werden. Von "involutierten Spiralen" sprach er, "auf denen man nie irgendwo hinkommt".Auf jeden Fall lesenswert und eigentlich ein Muss für alle Betroffenen und die nicht betroffen sind, werden betroffen sein. Dicke Kaufempfehlung und noch einen unsichtbaren Stern dazu.
Keine Frage, David Foster Wallace ist alles andere als ein literarisches Leichtgewicht. Auch buchstäblich nicht: Sein Mammutroman „Unendlicher Spaß“ bringt in der Hardcover-Version ganze 1,48 kg auf die Waage und ist damit nicht nur inhaltlich alles andere als leichte Lektüre. „Der Planet Trillaphon im Verhältnis zur Üblen Sache“, Wallaces erste publizierte Kurzgeschichte aus dem Jahr 1984, bringt es dagegen gerade einmal auf magere 118 Gramm und wirft damit die Frage auf, ob der geringe Textumfang eine Veröffentlichung als eigenständiges Buch rechtfertigt.Anstatt seine bislang in Deutschland unveröffentlichten Texte zu einem letzten Band zusammenzufassen, der die Vielfalt seines Wirkens und Könnens unter Beweis stellt, hat Kiepenheuer & Witsch ähnlich wie bei „Am Beispiel des Hummers“ oder „Das hier ist Wasser“ einen relativ kurzen Text mit kinderbuchgerechtem Schriftbild und einer nur für wenige Leser interessanten Englischfassung unverhältnismäßig aufgeblasen, um auch noch die letzten Krümel von Wallace als Kuchen zu verkaufen. Brauchte man für die unzähligen Fußnoten seines wichtigsten Romans beinahe eine Lupe, ließe sich dieses Büchlein auch mit ausgestrecktem Arm noch gut lesen. Von meiner Oma. Einzelgeschichten oder Essays wie eine Single zu veröffentlichen, ist nur dann eine gute Idee, wenn Inhalt und Preis in einem fairen Verhältnis zueinander stehen. Sechs Euro für eine bestenfalls zwanzigminütige Lektüre stehen jedoch weder in Relation zu den 17,99 € für 1552 Seiten unendlichen Spaßes noch zur Preisentwicklung auf dem E-Book-Markt; die digitale Variante der Kurzgeschichte ist großzügigerweise um einen ganzen Eurocent günstiger und damit fast ein Schnäppchen – zumindest für diejenigen, die ihre Kugelschreiber gerne im Ein-Euro-Shop kaufen. Einzeln, versteht sich.Diese Veröffentlichung ist leider symptomatisch für vieles, das derzeit bei den etablierten Verlagshäusern falsch läuft. Dass ich mich trotzdem für dumm verkaufen ließ, hat drei Gründe. Zum einen hat mich David Foster Wallace in „Unendlicher Spaß“ so stark beeindruckt wie kein Autor zuvor; er hat die Messlatte für mich nicht einfach bloß höher gehängt, sondern geradezu die Skala gesprengt. Zum anderen freue ich mich, wenn die herausragende Arbeit seines sympathischen Übersetzers Ulrich Blumenbach gewürdigt wird.Und lesenswert ist die Kurzgeschichte allemal: Im Ringen um Worte für das Unaussprechliche versucht Wallace, seine Depressionen mit offenem Visier zu bekämpfen. Schon in seinem opus magnum hat David Foster Wallace das Wesen seelischer Krankheiten so schmerzhaft präzise auf den Punkt gebracht wie kaum ein anderer. Nirgends schrieb Wallace so offen über seine persönlichen Abgründe wie in „Unendlicher Spaß“ – außer eben in jener ersten Kurzgeschichte, die er mit 22 im „The Amherst Review“ veröffentlichte und die kaum chiffriert seine eigene Krankengeschichte beschreibt. In „Der Planet Trillaphon im Verhältnis zur Üblen Sache“ begegnen wir Wallace als jungem Autor, der seinen einzigartigen Stil noch lange nicht gefunden hat. Dennoch ist in dieser frühen Kurzgeschichte bereits viel von dem zu finden, was Wallace knapp zehn Jahre später zu einem der brillantesten Schriftsteller seine Generation machte: Man bekommt eine erste Ahnung von der Präzision und dem tieftraurigen Humor, mit denen er seinen Schmerz zu sezieren versucht, wenn auch noch nicht mit derselben Meisterschaft wie in „Unendlicher Spaß“.Gerade jetzt, wo Depressionen nach dem Absturz der Gemanwings-Maschine dank aufgepeitschter Medienberichterstattung wieder zum gesellschaftlichen Stigma zu werden drohen, ist diese Kurzgeschichte eigentlich eine lohnenswerte Lektüre. Wenn ich jedoch anfinge, hier aus dem Text zu zitieren, stünde vermutlich bald das halbe Büchlein in diesem Eintrag. Schade eigentlich: Eine treffendere Beschreibung dieser Krankheit habe ich bislang nicht gelesen.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.