„So fühlt es sich an, jemanden zu mögen?“„Ja. Liebe ist fürchterlich. Die Hälfte der Zeit willst du nur, dass es aufhört.“„Und die andere Hälfte?“„Ist es verdammt noch mal das Beste, was dir je passiert ist.“(S. 422)HANDLUNGIvy möchte den goldenen Käfig entkommen und möchte an einem normalen College studieren. Ihr Vater lässt sich nur darauf ein, wenn sie einen Bodyguard mitnimmt. Widerwillig lässt sich Ivy darauf ein. Was sie nicht ahnt ist, dass Ryan, ihr Bodyguard, ein Sahneschnittchen ist und ihr Herz zum flattern bringt.MEINUNGIn meinem imaginären Stella-Tack-Fanclub sitze ich erste Reihe. Ich liebe ihre Bücher. Als ich hörte, sie verfasst eine Geschichte ohne Fantasykram, war ich sehr neugierig. Und als feststand, es wird eine Geschichte mit einem Bodyguard, da wusste ich, ich muss sie lesen. Sofort bestellte ich das Buch und wartete gespannt, wann es endlich ankommt.Gleich Vorweg, dass Cover ist ein Traum. Die Farben und das Glitzer passen so gut zur Geschichte. Ich möchte es am liebsten die ganze Zeit begutachten und berühren. Ein großes Lob an das Cover!Der Einstieg in der Geschichte gelang mir einwandfrei. Die Autorin beschreibt die Umgebung von Florida und der UCF so echt, dass ich das Gefühl habe, selbst dort zu sein. Das ganze Setting stimmt.Ach und nebenbei bin ich auf der Suche nach einer Flasche Gatorade. In der Geschichte wird so viel von diesem ungesunden Getränk gesprochen, dass ich es auch mal probieren möchte.Die Kapitel sind jeweils aus der Sicht von Ivy und Ryan verfasst. So lernen wir beide Charaktere kennen und können ihre Beweggründe besser nachvollziehen. Besonders Ryan’s Kapitel sind sehr gelungen.Das Buch beinhaltet viel Jugendsprache, was nicht schlimm ist und für Erfrischung sorgt. Aber einen kleinen Kritikpunkt hab ich: Holy Moly. Ich liebe diesen Ausdruck und finde ihn sehr passend. Aber leider kommt er gefühlt alle drei Seiten vor und nervt nur noch. Hatte schon den Gedanken, dass man daraus ein Trinkspiel machen kann. Bei jedem „Holy Moly“ muss ein Kurzer getrunken werden. Ich wäre nach ein paar Seiten direkt betrunken.Ivy ist auf der Suche nach sich selbst. Sie kommt aus einem reichen Elternhaus und ihr Leben wird jeden Tag durchgeplant. Nun sieht sie es als ihre Chance an der UCF endlich so sein zu können, wie sie ist.Ivy ist eine tolle Person. Immer einen frechen Spruch auf den Lippen und sehr Tollpatschig. Sie ist mir gleich sympathisch geworden.Ryan, der Badboy mit seinen ganzen Tattoos und Piercing. Es wird schnell klar, dass er mehr zu bieten hat als einen Waschbrettbauch. Er ist ein Sahneschnittchen und zwischen Ivy und ihn funkt es sofort. Die Gespräche zwischen den beiden sind sehr amüsant. Obwohl ich anmerken muss, dass mir die Wortgefechte in der Götter-Reihe besser gefallen haben. Dort hab ich richtig laut gelacht. Und bei Ivy und Ryan nur geschmunzelt.Die Beziehung zwischen Ivy und Ryan wurde umgesetzt. Es knistert gewaltig und die beiden müssen sich immer wieder zwingen auf Abstand zu gehen. Es werden heimliche Blicke, flüchtige Berührungen und verbotene Küsse ausgetauscht.Die Highlights im Buch sind eindeutig Jeff und Alex. Die beiden sind einfach zum Knutschen und haben sich in meinem Herz geschlichen. Wirklich tolle Nebencharaktere.Alles in allen ist das Buch sehr gelungen, aber nun komme ich zu dem „ABER“. Die Geschichte liest sich in einem Rutsch und die Seiten fliegen nur so dahin. Leider fehlt mir der gewisse Effekt, der nach beenden des Buches meinen Mund offen stehen lässt und der mir nah ans Herz geht. Mir fehlt das gewisse Etwas, das gewisse Drama. Klar kommt es auch hier zum Höhepunkt und ein Drama spielt sich ab. Aber in meinen Augen hätte man noch so viel mehr rausholen können. Als ich das Buch beendete, da hab ich es nicht mit voller Liebe an meine Brust gedrückt und nicht gedacht „Mist jetzt ist es vorbei, was mache ich mit meinem Leben?“. „Kiss me once“ ist ein nettes Buch für zwischendurch mit unterhaltsamen Dialogen und tollen Charakteren. Aber leider bleibt es für mich nur nett. Bei der Götter-Reihe war es ganz anders, denn die zählt zu meinen absoluten Lieblingen.Aber keine Angst liebe Stella Tack, ich bleibe weiterhin ein treues Mitglied in meinem imaginären Fanclub. Und ich werde weiterhin jedes Buch von dir lesen!FAZITEine nette Collegegeschichte mit typischen Momente einer aufkeimenden Teenie-Romanze. Leider fehlt mir das gewisse Etwas, aber ich hab sie dennoch gerne gelesen