Eigentlich wollte Szirba, ein Auslandswiener in Stuttgart, nur seiner unschuldigen Obsession nachgehen, doch er hat die Rechnung am falschen Ort gemacht. Denn Stuttgart ist weitaus gefährlicher als vermutet: Szirba wird angeschossen und als leicht verletzter Zeuge eines Verbrechens ins Spital eingeliefert. Und muss bald feststellen, dass man ihn lieber tot sehen möchte. Seine Flucht entwickelt sich zum tragisch-komischen Parforceritt durch eine unwirkliche Stadt. Der andere Mann heißt Jooß. Er ist der Killer ...
Bewertungen & Erfahrungen
3,8 von 5
4 Bewertungen
5 ★1
4 ★2
3 ★0
2 ★1
1 ★0
Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion13.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein faszinierendes Buch, das die Geschichte des Fluges der Kugel spannend erzählt, allerdings ist die Darstellung der persönlichen Reise etwas weniger tiefgründig als ich es mir erhofft hatte.
Fernab des Schreibstils anderer Krimis. Der Begriff Krimi passt auch nicht wirklich. Und fernab der Realität. Ein Otto-Normalo stolpert quasi in einen geplanten Mord. Ein Killer erzählt aus seiner Sicht. Manches überzogen, teilweise hat es mich verwirrt, aber einfach Klasse geschrieben. Symphatische Figuren. Es hat mir Spass gemacht, also 5 Sterne.
Gerade aufgrund der vielen guten Bewertungen, wurde ich auf diesen Krimi aufmerksam. Ich kannte den Autor bisher nicht und so habe ich mir "Der Mann, der den Flug der Kugel kreuzte" bestellt. Die Story ist zwar etwas hanebüchen aber handwerklich recht gut geschrieben. Auch der Aufbau mit zwei verschiedenen Personen, jeweils aus der Ich-Perspektive, ist innovativ und gelungen. Warum also nur zwei Punkte von mir? Nun, dies liegt daran, das ich ständig das Gefühl hatte, hier passt grundsätzlich etwas nicht zusammen.Ein Krimi schildert ja normalerweise Menschen in Ausnahmesituationen. Jemand wird verletzt oder gar getötet, es gibt Blut und Gewalt, durchschnittliche Menschen geraten in schwierige Situationen und müssen versuchen, damit zurecht zu kommen. In diesem Buch aber ist der Schreibstil so unpersönlich, so nüchtern, so distanziert und fast kühl-intellektuell gehalten, das sich keinerlei Identifikation mit den handelnden Charakteren einstellen mag. Ich hatte zunehmend das Gefühl, der Autor würde sich zu Höherem berufen fühlen und schreibt Krimis nur, um seine Miete bezahlen zu können. Zwei Textbeispiele aus dem Buch:Der Protagonist wurde vollkommen überraschend angeschossen (!), liegt nun verletzt im Krankenhaus und erwacht in seinem Krankenbett. Ein sicherlich für die meisten Menschen sehr traumatisches Erlebnis. Was ist nun der erste Gedanke dieser Person, direkt nach dem Aufwachen:""Mit dem Erwachen zog der Schmerz auch wieder in die übrigen Körperteile ein, was mir zumindest ein Gefühl der Vollständigkeit bescherte."Ach ja. Genau so etwas denkt man sicherlich in dieser Situation.....Oder so richtig abgehoben:"Man zittert durchs Leben, auch wenn man um Haltung bemüht ist, man spricht von erledigten Arbeiten, aber in Wirklichkeit ist bloß das erledigt, was innerhalb unseres Zitterrahmens Platz findet. Außerhalb dieses Rahmens stehen die nicht einmal vergebenen Möglichkeiten, da stehen die Worte, die, längst geformt, Besoffenheit vorspielen, um nicht aus dem Mund herausfinden zu müssen, da waren jede Menge Wut und ein paar Kilo Knoblauchzehen. Gerade in Deutschland werden im Jahr Abermillionen von Knoblauchzehen nicht gegessen, die eigentlich gegessen gehören, da ja der entsprechende millionenfache Appetit durchaus besteht. Doch man fürchtet sich vor dem eigenen Atem. Der eigene Atem ist der Abgrund, dem wir auszuweichen versuchen.Ach was. So ist das also.Ich finde es auch äußerst unwahrscheinlich, das ein Profikiller keine eigene Waffe besitzt.Zitat: "Ich habe nie im Leben auch nur einen Revolver besessen."Gerade bei Aufträgen mit einem Präzisionsgewehr über weite Distanzen bestätigt jeder Sportschütze oder Jäger, das ohne das "Einschiessen" eines Gewehres die Genauigkeit nicht gewährleistet ist. Auch die Munition spielt eine wichtige Rolle. Kurz gesagt - das ein Profikiller eine fremde Waffe benutzt ohne sich vorher eingehend damit zu beschäftigen, ist einfach Unfug.Auch kommen Schlampigkeitsfehler vor, wie zb. auf Seite 86, als der Protagonist seinen schmerzenden Arm in der Manteltasche vergräbt, nur um selbigen dann zwei Absätze weiter in der Manteltasche verschwinden zu lassen. Oder die Welt "unter Stammheim" - dieses Bild würde für mich besser zu Douglas Adams passen als zu einem "seriösen" Krimi.So las ich dieses Buch eher wie die Gebrauchsanweisung für ein kompliziert zu bedienendes Gerät. Der Mann kann schreiben, aber Emotion oder gar Spannung haben sich bei mir nicht eingestellt. Schade.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.