Ist es die hohe Kunst des Nichtstuns, die Herrn Jensen treibt, oder verfolgt er nicht doch einen geheimen Plan? Als Briefträger schiebt er tagtäglich liebevoll Post in die Schlitze der Kästen. Eines Tages freigestellt, verlässt er seine Wohnung immer seltener. - Nicht das Alltägliche, nicht der Wahnsinn interessieren Jakob Hein, es ist der schmale Grat dazwischen. Seine kurze Geschichte von Herrn Jensen lotet mit großer Konsequenz die Tragik eines wunderlichen Lebens ebenso aus wie dessen unerhörte Komik.
Bewertungen & Erfahrungen
4,7 von 5
6 Bewertungen
5 ★4
4 ★2
3 ★0
2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion10.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Diese Beschreibung ist einfach großartig und fesselnd, ich bin sofort in die Geschichte hineingezogen. Die Art und Weise, wie die Szene beschrieben wird, ist wirklich meisterhaft.
Redaktion10.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Produkt ist fantastisch und bringt eine unglaubliche Tiefe in die Betrachtung des Themas. Ich bin absolut begeistert von der Qualität und der Art, wie es die Geschichte erzählt.
Nachdem Jakob Heins letzte Werke alle autobiographische Züge trugen, legt er mit seinem neuen Roman "Herr Jensen steigt aus" eine skurril- realistische Schilderung aus der Welt der arbeitslos gewordenen Menschen in unserem Land vor. Man könnte das Buch komisch nennen, das ist es auch über weite Strecken, doch das Lachen bleibt dem Leser immer wieder im Halse stecken, weil es wirklich die Realität vieler Hartz- IV - Empfänger beschriebt, zwar literarisch sehr überzeichnet, aber dennoch nicht weniger real.Herrn Jensen ist während seines Studiums einfach bei der Post hängen geblieben. Immer wieder hatte er seit seiner Oberstufenzeit in den Ferien, dann in den Semesterferien bei der Post als Briefträger gejobbt. Als er mit dem Studium plötzlich aufhörte, blieb er bei der Post, es wurde aber von beiden Seiten versäumt, seinen Aushilfsvertrag in einen richtigen Arbeitsvertrag umzuwandeln.Und so arbeitet er sehr zuverlässig über zehn Jahre in seinem Zustellbezirk und ist ansonsten recht einsam. Daran ist er aber auch selbst schuld. Auch mit dem anderen Geschlecht will es nicht klappen:"Sicher hätte Herr Jensen gute Freundinnen haben können. Denn obwohl er nicht der richtigen Frau begegnete , war er doch mit einigen Frauen bekannt. Sie boten ihm gelegentlich an, gute Freundinnen von ihm zu sein. Nun hatte Herr Jensen im Grunde genommen nichts gegen eine gute Freundin. Du bist ganz anders. Mit dir kann man sich wie mit einer richtigen Freundin unterhalten. Du kannst so gut zuhören ..."Und so geht es ihm wie so manchem "zarten" Mann: die Frauen mögen ihn, aber schlafen tun sie mit den härteren, über die sie sich im Gespräch mit den Zarten auslassen.Herr Jensen wird arbeitslos. Er wird gekündigt, damit niemand mit einem normalen Vertrag gekündigt wird, obwohl er einer der Dienstältesten ist.Er versucht sich, mit diesem Schicksal einzurichten, überlebt auch eine sogenannte Qualifizierungsmaßnahme ( man denkt beim Lesen: läuft das wirklich so chaotisch und korrupt ab in der Arbeitsverwaltung ?) und stürzt sich dann in ein Videoprojekt, indem er herausfinden will, was hinter all den nachmittäglichen Talkshows im Fernsehen steckt.Doch das wächst ihm irgendwann verständlicherweise über den Kopf, und er beschließt, sich im einfachen Nichtstun zu üben. Er geht kaum mehr aus dem Haus, und als die wohlwollende Arbeitsverwaltung ihn nach Monaten in seiner Wohnung aufsucht, beschließt Herr Jensen komplett und radikal auszusteigen ...Der Roman ist leicht geschrieben, wie gesagt urkomisch, bewegt sich zwischen dem normalen Alltag und dem Wahnsinn dahinter. Er ist auf jeden Fall zu empfehlen.
Das Produkt als solches hatte keine Mängel, der Zustand des Buches war perfekt.Der Inhalt war in Ordnung.Man kann das Buch in einer Sitzung durchlesen und es ist ziemlich kurzweilig. Tiefgründigere Beschäftigungen damit haben mich nicht besonders angesprochen.Es ist ein bisschen wie ein Film, den man sich zwar gern einmal zum Zeitvertreib anschaut, es dann dabei aber auch belässt.Ich musste das Buch für die Schule lesen (es wurde sogar im Abitur abgefragt), besonders begeistert hat es mich nicht.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.