Control: Thriller
Gegenwartsliteratur EAN 9783499268632

Control: Thriller

Hersteller: Rowohlt  ·  MPN: 1210328
4,5/5 (2 Bewertungen)
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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 10:22 Uhr
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Produktfakten auf einen Blick

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Rowohlt
EAN
9783499268632
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Kategorie
Gegenwartsliteratur
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Produktbeschreibung

1969 eroberte der Mensch den Mond. Und was ist die größte Errungenschaft unseres Jahrhunderts? Facebook? Was wurde aus den Visionen der Vergangenheit? Warum gibt es keine großen Erfindungen mehr? Als dem Physiker Jon Grady die Aufhebung der Schwerkraft gelingt, hofft er auf den Nobelpreis. Doch statt Gratulanten kommen Terroristen, Grady stirbt. Das melden zumindest die Medien. Tatsächlich erwacht der Wissenschaftler in Gefangenschaft: Das hochgeheime «Bureau of Technology Control» entführt seit Jahrzehnten die brillantesten Wissenschaftler. Zum Schutz der Menschheit, angeblich, denn für Ker

Bewertungen & Erfahrungen

4,5 von 5
2 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 2 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Nothinmore 14.03.2024 amazon.de
Der Klappentext spoilert schon zu viel, weshalb ich auf weitere Inhaltsangaben verzichte. Wer sich überlegt „Control“ zu kaufen, kennt Suarez vermutlich eh schon. Und wer Suarez mag, bekommt von mir ein klare Kaufempfehlung. Ein kurzweiliger Spaß. Beste Unterhaltung. Gestern kam das Buch druckfrisch an und keine 24 Stunden später ist die „Tour de Force“ in diese Rezension eingeflossen.Suarez erschafft mit seinen Romanwelten ein Auf und Ab der Gefühle, ein emotionales Chaos. Mehrmals war ich geneigt das Lesen empört einzustellen, ob der teils expliziten sadistischen Gewalt. Andererseits sind diese Exzesse nicht mehr so schlimm wie noch bei Daemon oder Darknet. Und da der geneigte Suarez-Leser weiß, dass die despotischen Dystopien des Autors unzählige Analogien in Gegenwart und Vergangenheit haben, wird die Absicht dieser Darstellungen schnell klar. Im Gegensatz zu anderen amerikanischen zeitgenössischen Autoren verkommt die Gewalt bei Suarez nicht zum Torture-Porn, sondern erzeugt die notwendige Empörung, um sich selber gegen die entsprechenden Strukturen auflehnen zu wollen: Werdet Resistoren!Suarez ist wie immer da besonders stark, wo es um im weitesten Sinne technische Zusammenhänge geht. Das hat ihm einen gewissen Kultstatus bei einigen Internet-Affinen, Nerds, Geeks, Hackern, Gamern, Cyberpunks und vielen anderen „Subkulturellen“ eingebracht. In Control gerät Suarez allerdings die Geschichte selbst ein wenig außer Kontrolle. Während der Reiz in seinen drei anderen Romanen vor allem auch darin bestand, dass die beschriebene Technik bereits existiert bzw. nur geringe „literarische“ Modifikationen erfährt, gehen mit Suarez in Control die Pferde durch. Während in Kill Decision (der m.E. beste Suarez-Roman) die Spannung und Beklemmung aus der „gegenwärtigen“ Bedrohung entsteht, vermag bei Control zu keiner Zeit eine ähnliche Beklemmung auftreten. Alles ist zu weit weg, alles ist zu übertrieben, zu mächtig, zu stark, zu weit weg von der Erfahrungswelt des Lesers. Entkleidet man Control seinem literarischen Rahmen bleibt nicht mehr als eine mittelmäßige Oberschurken Geschichte à la James Bond mit immer den richtigen Gadgets zur richtigen Zeit. Und wenn man mal nicht weiter weiß, kommt eben ein Superheld um die Ecke. Das ist Schade und macht aus emotional mitreißenden einzelnen Kapiteln allerdings in der Gesamtschau eine nur mittelmäßige Geschichte. Ich hatte zunehmend das Gefühl, dass Suarez seine eigene Geschichte entglitten ist.Hinzu kommt, dass an einigen Stellen offensichtlich Füllmaterial verwendet wurde, um den Roman zu strecken. Eklatant zeigt sich dies an Kapitel 27, das inhaltlich vollkommen überflüssig ist und sich so spannend liest, wie die genaue Beschreibung einer praktischen Fahrschulstunde. Obendrein kommen unüberbrückbare Logikfehler, die ich so in den anderen Romanen nicht gelesen habe. Und damit meine ich nicht die Beschreibung fiktionaler Technik, sondern die inhärente Logik der aufgebauten Geschichte. Da ich nicht spoilern möchte, sollte jeder beim Lesen vielleicht einfach selber darauf achten, was Suarez dem BTC alles für Möglichkeiten einräumt und was dann aber tatsächlich passiert oder nicht passiert. (Oder: what the heck macht eigentlich Sameer?)Für die hervorragende Unterhaltung und die Schaffung intensiver Emotionen bekommt Control 5 Sterne. Für die Geschichte hingegen gibt es nur 3 Sterne, da sind alle drei anderen Romane von Suarez einfach viel besser. Das würde nun eigentlich verdiente vier Punkte ergeben. Aber der Humor von Suarez ist einfach grandios. Und wer Leeroy Jenkins ([...]) einarbeitet und mir damit stundenlange Erheiterung beschert, hat einfach fünf Sterne verdient.Noch ein Wort zu rororo: Stellt doch bitte noch einen weiteren Korrekturleser ein. Bei „… in denen ihrer Welt“ wurde mein Sprachgefühl doch arg beschädigt.
Stefan Fritz 14.03.2024 amazon.de
Daniel Suarez hat mit den Themengebieten vernetze Datenbrillen (Darknet) und Schwarmintelligenz (Kill Decision) schon zwei Technologie-Richtungen in seinen Romanen vor-verarbeitet, bevor die Themen in der breiten Öffentlichkeit angekommen waren. Mit seinen drei bisherigen Werken hat er damit nicht nur einfach tolle und spannende SciFi-Romane geschrieben, sondern ein besonderes Gespür und Geschick bewiesen, sich mit aktuellen technologischen Themen auseinander zu setzen.In seinem neuen Roman geht es auf der Meta-Ebene um die Kontrolle über disruptive Technologien: Sollen bzw. dürfen disruptive Technologien allen zur Verfügung stehen? Oder sollte es eine Instanz geben, die darüber entscheidet, ob wir Menschen eine entsprechend disruptive Technnologie erst einsetzen und nutzen dürfen, wenn wir dazu bereit sind? Aber können und sollten dies wirklich Menschen für andere Menschen entscheiden? Gehören solche disruptiven Technologien in die Hände einzelner, oder per se der gesamten Menschheit – quasi als "open source"?Von diesen abstrakten Meta Ebenen bekommt man als Leser nicht viel mit, wenn man es denn nicht will: Die rasante und etwas abgefahrene Handlung lässt auch das (seit den Snowden-Offenbarungen allgegenwärtige) Thema Macht-Missbrauch durch Staaten nicht aus.Es geht um verschwundene Wissenschaftler und eine hochgeheime staatliche Organisation, die bestimmte Technologien vor der Menschheit versteckt, sie aber selber nutzt. Für weitere Spannung sorgt eine neue Form von Guantanamo: Ein Ort, wo künstliche intelligente Systeme (Artificial Intelligence - AI) die Gefangenen nicht einfach nur gefügig machen sollen, sondern darüber hinaus die menschliche Innovationskraft verstehen und in ein neues AI-System überführen sollen. Denn die menschliche Innovationskraft ist das, was auch in Zukunft den Menschen von Maschinen unterscheiden wird.Keine Ahnung, ob die Messlatte und meine persönlichen Erwartungen einfach zu hoch lagen: Verschlungen habe ich das Buch auf jeden Fall, aber nach meinem Empfinden gab es zu Kill Decision keine Steigerung mehr. Vielleicht sind es aber auch einfach zu viele Meta-Ebenen, in die sich Daniel Suarez da verstrickt hat.Empfehlen kann ich sowohl den Autor Daniel Suarez als auch das aktuelle Buch Control immer noch guten Gewissens. Diesmal einfach nur nicht mit der vollen Punktzahl.
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