Sie suchen ihr Seelenheil und finden den sicheren Tod Freiburg 1212: Die siebzehnjährige Anna leidet unter ihrem jähzornigen Vater. Eines Tages hört sie von den Heerscharen junger Leute, die zu Fuß das Rheintal hinaufwandern, um das heilige Jerusalem zu befreien. Anna ergreift die Gelegenheit zur Flucht. Zunächst ziehen die Kinder mit fröhlichem Gesang und Gebet gen Basel und himmeln ihren Anführer an. Doch bald drohen tödliche Gefahren wie Hungersnöte und Überfälle. Der angehende Priester Konrad begleitet die Kinder. Seine Worte gegen den unseligen Kinderkreuzzug und gegen den Anführer, der sich mehr und mehr wie ein König huldigen lässt, verhallen ungehört. Kann er seine kleine Schar retten? Ein packendes Schicksal aus der Zeit der Kinderkreuzzüge
Bewertungen & Erfahrungen
4,0 von 5
4 Bewertungen
5 ★1
4 ★2
3 ★1
2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion06.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Das Buch ist eine interessante und packende Geschichte, die mich zum Nachdenken anregt, obwohl die Darstellung der Thematik etwas düster ist.
Wissenserweiterung und LesegenussWarum liest man historische Romane? Bei mir ist es Interesse an einem bestimmten Thema, das ich mir nicht durch reines Faktenwissen erschließen möchte, sondern mir gerne in ansprechender literarischer Form, gefüttert mit solidem Hintergrundwissen, „servieren“ lasse. Und da lande ich immer wieder bei den Romanen von Astrid Fritz.Einerseits ist ihre Themenwahl oft ungewöhnlich und weckt schon dadurch die Neugier, andererseits hat diese Autorin eine besondere Gabe, historische Begebenheiten so stimmig mit lebendigen Figuren zu füllen, dass es einem leicht fällt, sich in die damalige Zeit und deren Gedankengut zu versetzen.Wie ist es möglich, tausende von Menschen zu motivieren, sich auf eine monatelange Reise mit ungewissem Verlauf und Ausgang zu begeben? Wie konnten diese Menschen tatsächlich daran glauben, dass sich das Meer für sie teilen würde um den Weg ins Heilige Land freizugeben? Wie konnte dieser Kreuzzug von Kindern, trotz ambivalenter Haltung der Kirche überhaupt stattfinden?Es ist spannend, der Autorin in ihren Antworten auf diese Fragen in Form der unterschiedlichen, menschlich gut nachvollziehbaren Charaktere des Romans zu folgen. 5 Sterne für die perfekte Kombination von Lesegenuss und Wissenserweiterung.
Die 17 jährige Anna hat es nicht leicht. Obwohl sie fleißig und gehorsam ist, findet der jähzornige Vater immer einen Grund, sie zu schlagen oder zu beschimpfen.Als eine Gruppe Werber nach Freiburg kommt und die Menschen auffordert, an dem Kreuzzug zur Befreiung Jerusalems teilzunehmen, flieht sie und begibt sich mit vielen anderen Gläubigen auf die beschwerliche Reise.Angeführt wird der Pilgerzug von einem Hirtenjungen namens Nikolaus, dem angeblich ein Engel erschienen sein soll.Zuerst sind die, zumeist jungen Leute und Kinder noch euphorisch, doch mehr und mehr kommen Zweifel, ob die Mission wirklich unter einem guten Stern steht. Denn bei den langen Fußmärschen leiden sie unter Hunger, Durst, Schwäche. Es breiten sich Krankheiten aus und von den Menschen aus den Städten und Dörfern, die sie passieren, bekommen sie kaum Hilfe. Das Ganze wird zu einer einzigen Tortur. Der angehende Priester Konrad versucht Anna und ihre Mitstreiter von dem Vorhaben abzubringen, was ihm nicht gelingt, denn sie halten, trotz aller innerlichen Zweifel, beharrlich an ihrem Glauben fest. So schließt er sich ihnen an, um ihnen zur Seite zu stehen und zu helfen.Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut lesen, auch ist das Thema interessant. Allerdings finde ich, sie hätte viel mehr daraus machen können.`Unter dem Banner des Kreuzes` fängt sehr vielversprechend an, doch dann flacht es ab und wird sehr langatmig erzählt.Beschrieben werden die einzelnen Reisewege, wie beschwerlich Anna und die Gruppe voran kommen. Unstimmigkeiten, die es immer öfter zwischen den Pilgern gibt und andere kleine Begebenheiten, aber insgesamt plätschert das Ganze bei 417 Seiten so vor sich hin. Es gibt keinen wirklichen Höhepunkt, keine besondere Spannung.Ich fand es ziemlich langweilig, weil eigentlich ein Tag wie der andere war.Jederzeit hätte ich es weglegen können, ohne zu wissen, wie es weitergeht.Ich mag die Bücher von Astrid Fritz, aber `Unter dem Banne des Kreuzes` hat mich etwas enttäuscht.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.