Nach den 3 Bänden in Rom ist der Szenenwechsel an die Amalfiküste einfach der Hit und absolut erfrischend. Petrus macht inkognito Urlaubsvertretung für den Pfarrer in einem kleinen Küstenort. Und obwohl er es - sogar vor seinen engsten Vetrauten - zunächst geheim hält, finden sich alle vor Ort wieder, die man schätzen und lieben gelernt hat und gerne dabei hätte (Immaculata also nicht...). Was für ein kurioses Zusammentreffen. Spitze!!!Die Story um den geheimnisvoll ums Leben gekommenen Hotelbesitzer und Wirt ist sehr gut und voller pfiffiger Ideen und mit überraschendem Ende. Der Schauplatz im Albergho Azzuro so, dass man sich am liebsten sofort dort einqaurtieren würde. Sympatische neue Figuren treten auf und spielen womöglich in Zukunft eine weitere Rolle. Die Hauptpersonen gewinnen Selbsterkenntnisse und kommen sich selbst näher.Eine sehr gelungene 4. Folge des Krimis mit Papst Petrus, Und bevor ichs vergesse: Gott, der nachts im Pfarrhaus für sich und Petrus Spaghetti kocht, um sich mit dem Vertreter seines Sohnes auf Erden auszutauschen und dabei erläutert, warum er seit der Schöpfung nicht mehr ins Geschehen auf Erden eingreift - Fussballspiele von besonderem Interesse ausgenommen - zum Brüllen!!!Ich hoffe, es geht noch weiter. Muss es ja, wichtige Fragen blieben schliesslich offen...Es wird mich was Geduld kosten, auf den nächsten Band zu warten. Ganz großes Kompliment an Johanna Alba und Jan Chorin!!!
Der Heilige Papst braucht Urlaub und während die Kurie in in Castel Gandolfo wie jedes Jahr vermutet, findet man Petrus als Patre Angelo Bocchia spielend an der traumhaften Amalfiküste in einem kleinen Fischerdörfchen. Hier scheint die Zeit irgendwie seit den 1960ger Jahren stehen geblieben zu sein und über dem kleinen Fischernest hängen noch die alten Geschichten von Richard Burton, Jackie Kennedy und Liz Taylor.Als Petrus den ortsansässigen Hotelier Raffaele tot am Bootssteg findet, ist seine Neugierde geweckt. Mit von der Partie sind natürlich unfreiwillig seine Pressesprecherin Giulia sowie auf "Befehl" von Oben Francesco, sein Privatsekretär. Einzig Immaculata hält im Petersdom die Stellung und weiß das natürlich gekonnt einzusetzten.Ein weiterer spannender wie witziger Krimi um Papst Petrus als verdeckter Ermittler und einer besonderen Geschichte die einen vom wahren Bella Italia und dem damaligen Dolce Vita träumen lässt.
Papst Petrus schwänzt seinen jährlichen Sommerurlaub auf Castel Gandolfo und vertritt einen Studienfreund incognito als Dorfpfarrer an der Amalfiküste. Aber auch da kommt es, wie es kommen muss: Petrus stolpert über eine Leiche und sieht das als himmlische Fügung, den Todesfall aufzuklären, denn an einen Unfall glaubt er nicht.Raffaele, der Tote, war der Inhaber der Albergo Azzurro, in den 60er Jahren der Geheimtipp vieler Prominenter,, vor allem nicht (miteinander) verheiratete Paare fühlten sich hier wohl. Hat Raffaele womöglich zu viel gewusst? Aber warum wird er dann erst jetzt getötet? Haben die merkwürdige Schriftstellerin oder der amerikanische Koch, die gerade im Albergo logieren, etwas mit dem Tod zu tun?Ich habe mir den Roman extra für einen eigenen Urlaub aufgehoben, alle anderen Romane der Reihe habe ich bereits mit Vergnügen gelesen, und nun endlich konnte ich ihn in meiner Leseplanung unterbringen.Einen Papst wie Petrus würde man sich wirklich wünschen. Natürlich ist er seinem Glauben verhaftet, aber er weiß um die Schwächen seiner Schäfchen, denn er hat selbst so einige. Die will ihm seine Haushälterin Immaculata zwar regelmäßig austreiben, aber Petrus hat so einige Tricks auf Lager. Hier wächst die in Rom verbliebene Immaculata fast über sich hinaus, doch Petrus weiß sich wieder zu helfen – und hat dabei himmlische Hilfe.Im Kriminalfall sucht er sich dagegen weltliche Hilfe, und wo könnte er die besser finden, als bei bereits bewährten Helfern? Mir machte es großen Spaß, viele berühmte Namen auftauchen zu sehen, Richard Burton, Jackie Kennedy – das Hotel hat in den 60er Jahren viele Stars beherbergt. Ob und wie diese mit Raffaeles Tod zu tun haben, erschließt sich nach und nach, die Auflösung fand ich persönlich allerdings nicht ganz so gelungen wie in den anderen Romanen der Reihe, fast war ich hier ein wenig enttäuscht. Sie ist nicht unlogisch, ich hätte mir aber sowohl einen anderen Täter als auch ein anderes Motiv gewünscht (mehr kann ich leider nicht sagen, ohne zu spoilern).Aber die Papst-Petrus-Reihe besteht ja nicht nur aus den Kriminalfällen, sondern besticht auch durch ihren Humor (herrlich z. B. die Szene im Agnelli-Zimmer) und den, manchmal etwas skurrilen Charakteren. Trotzdem werde ich hier einen Stern abziehen.Der vierte Band der Reihe konnte mich zwar nicht ganz so überzeugen wie die anderen Fälle, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Endlich bin ich mit der Reihe wieder up to date und freue mich auf kommende Bände. Ich kann die gesamte Reihe sehr empfehlen, vor allem jenen, die humorvolle Kriminalromane mögen und außergewöhnliche Ermittler schätzen.