★Erstes Kapitel★ Der Vater wirft seinen Sohn, den Taugenichts, aus dem Haus, weil er lange schläft, sich sonnt und nicht arbeitet. Der Taugenichts nimmt es gelassen, da er selber auf Reisen gehen will, und nimmt seine Geige mit sich sowie ein paar Groschen, die der Vater ihm gibt. Er freut sich daran, die anderen Leute im Dorf arbeiten zu sehen und verabschiedet sich stolz. Ein Wagen mit zwei Damen hört ihn singen und sie fragen, wo er hingeht. Er kennt sein Ziel nicht und behauptet, er wolle nach W. Die beiden Frauen haben dasselbe Ziel und nehmen ihn mit. Am Mittag sehnt er sich nach seinem Vater und seinem Dorf. Er schläft ein und als er aufwacht ist er allein auf dem Wagentritt der Kutsche vor einem Schloss in W. Er geht ins Schloss und tritt dort auf einen stattlichen Herrn, der fragt, was er im Schloss wolle. Eine Kammerjungfer bietet ihm einen Job als Gärtnerbursche an und er nimmt ihn an, als er feststellt, dass er die Groschen verloren hat. Der Gärtner kommt auf ihn zu und hält ihm eine Predigt. Doch der Taugenichts merkt sich nur einen Bruchteil davon (nüchtern und arbeitsam sein, nicht in der Welt herumtreiben) und stellt fest, dass er zu allem ja sagt. Das Gärtnern gibt ihm warme Mahlzeiten und ein gutes Gehalt, trotzdem möchte er lieber im Garten herumspazieren, als zu arbeiten. Ist er unbeobachtet, machte er eine Pause und tut, als sei er einer von der adligen Gesellschaft. Zudem denkt er häufig an die schöne Frau, die mit einer Gitarre oder einem Buch durch den Garten geht. Er singt ein Lied, wird erwischt, bricht das Lied ab und macht sich schnell an die Arbeit. Abends bringt die Kammerjungfer ihm eine Flasche Wein ans Fenster und verschwindet wieder, woraufhin er sein Lied zu Ende singt. Er steht früher auf, als alle anderen, um sich ihm Garten hinter einem Strauch zu verstecken und die schöne Frau zu beobachten, dessen Abläufe er in- und auswendig kennt. Eines Tages niest er und wird dabei erwischt. So taucht er viele Tage nicht mehr auf. Als er wieder an ihr Fenster geht, ist es zu. Da sieht er die andere rothaarige Frau am anderen Fenster. Die schöne Frau hingegen sieht er nicht mehr und er hat Ärger mit dem Gärtner. Er bereut es, sich für das Gärtnern entschieden zu haben. Am Sonntag ist er auf einem Boot, als Frauen und Männer kommen, die auf die andere Seite des Ufers möchten. Er bringt sie auf die andere Seite, während er aufgefordert wird ein Lied zu singen. Er möchte sich herauswinden und sagt, dass ihm kein Lied einfalle, da möchte die Kammerjungfer sein Lied von der schönen Frau hören, was er auch singt. Die Reaktionen der Leute lösen bei ihm Scham und Tränen aus, als er das Lied auf sein Leben assoziiert. Als er alleine ist, weint er bitterlich im Gras.★Zweites Kapitel★ Eines Morgens kommt ein Schreiber und bringt ihn in eine Kanzlei. Ein Amtmann bietet ihm aufgrund seiner guten Führung und Manieren eine Stelle als Zolleinnehmer an und er nimmt sie an. Der Taugenichts bezieht die neue Wohnung und bekommt die Sachen des toten Zolleinnehmers. Dort hat er nichts zu tun und beobachtet nur die Leute auf der Landstraße. Er wünscht sich, seine Leute aus seinem Dorf könnten ihn so sehen, die behaupten, aus ihm würde nichts werden. Er fasst den Entschluss, das Reisen sein zu lassen und Geld zu sparen. Doch die schöne Frau vergisst er nicht. Er hört Stimmen vom herrschaftlichen Garten und vermag unter ihnen die Stimme der schönen Frau zu erkennen. Er legt jeden Abend einen Blumenstrauß auf den Tisch, der am nächsten Tag verschwunden ist. Eines Abends sitzt er mit dem Portier (sein mittlerweile guter Freund) auf der Bank vor seinem Haus, als die Jäger von der Jagd kommen. Der Taugenichts ist von dem Jäger-Beruf angetan, aber der Portier sagt ihm, dass man in dem Beruf nichts verdient und ständig krank ist. Da packt den Taugenichts der Zorn und er schmeißt seinen Freund raus. Der Portier glaubt, der Taugenichts ist verrückt geworden und der Taugenichts ist froh, ihn los zu sein, um wieder einen Blumenstrauß in den Garten zulegen. Da kommt die schöne Frau angeritten und der Taugenichts erstarrt im Garten. Er sieht, dass sie seinen Blumenstrauß hat, faselt er verwirrt, dass sie auch diesen Blumenstrauß noch nehmen könne und alles andere, was er besitzt. Sie nimmt den Blumenstrauß und geht. Er kann sich nicht mehr auf Rechnen konzentrieren und verbindet die Zahlen mit seinen Erlebnissen (8=dicke Dame, 7=Wegweiser, Galgen, 2=Fragezeichen, 1=schöne Frau, 0=Taugenichts). Auch das Sitzen auf der Bank wird ihm langweilig. Der Postillion weckt seine Reiselust. Der Blumenstrauß wird nicht mehr von der hübschen Frau angenommen und bleibt liegen, sodass er keinen Blumenstrauß mehr bindet. Er lässt seinen eigenen Garten verkommen. Die Kammerjungfer kommt herüber und sagt ihm, dass der gnädige Herr von seiner Reise zurückgekommen sei. Sie teilt ihm mit, dass im Schloss Tanz und Maskerade ist. Die schöne Frau will als Gärtnerin gehen und vom Taugenichts schöne Blumen haben. Er soll ihr die Blumen unter dem großen Birnbaum im Schlossgarten bringen. Vor Glückseligkeit jätet er Unkraut und bereitet ein Korb voller Blumen vor. Als er abends am Baum steht und keiner kommt, klettert er auf den Baum. Er glaubt, sie habe ihn vergessen, als er die Leute im Schloss tanzen sieht, und realisiert, dass die Welt nicht auf ihn gewartet hat. Die Kammerjungfer lugt aus einem Gesträuch hervor und lässt die Gärtnerin hervortreten. Es ist die ältere, dicke Dame. Die Kammerjungfer macht sich über das generelle Schlafen des Taugenichts an dem Busch lustig, ohne zu wissen, dass er oben im Baum sitzt. Der Taugenichts überlegt, seine Reputation zu retten, unterlässt dies aber. Die beiden Frauen verschwinden wieder. Der Taugenichts beobachtete das Geschehen im Schloss. Auf dem Balkon erscheinen der Herr und die schöne Frau. Als die beiden verschwinden, ist er sich im Klaren, dass die schöne Frau verheiratet ist und keinen Gedanken an ihn verschwendet. Er schläft traurig auf dem Baum ein. Da packt ihn erneut die Reiselust. Er nimmt seine Geige und verschwindet.★Drittes Kapitel★ Doch er weiß nicht, wohin. Als ein Bauer ihm über den Weg läuft, fragt er ihn nach dem Weg nach Italien. Doch der Bauer wimmelt ihn ab. Er zögert kurz, ob er umkehren soll, erinnert sich dann aber an die Worte des Portiers über Italien. Er schlummert unter einem Apfelbaum in einem Garten und träumt von der jungen Frau und seinem Dorf. Er wird vom Bauern geweckt. Als der Bauer ihn einen Faulenzer nennt, schildert der Taugenichts ihm seinen Werdegang und läuft ängstlich weg, weil er sich von den komischen Bewegungen und dem „He! He!“ des Bauern fürchtet. Später ärgert er sich, dass der Bauer ihn „Er“ nannte. Er trifft einen Hirten, der ihm stumm den Weg zeigt und gelangt zu einem Wirtshaus. Der Taugenichts fängt an, auf seiner Geige zu spielen. Ein Junge will ihm eine Silbermünze geben, doch er lehnt ab und behauptet, er würde nur aus Freude spielen. Ein Mädchen brachte ihm daraufhin eine Flasche Wein. Er trinkt das von ihr gereichte Glas leer. Nach einer Weile verschwinden die Menschen, bis auf das Mädchen. Sie scheint etwas zu suchen und der Taugenichts bietet seine Hilfe an. Sie kommen ins Gespräch, sie gibt ihm eine Rose und erzählt ihm, dass er als Musiker in dieser Gegend Geld verdienen könnte, ihr Vater auch Geige spielt und reich ist. Sie macht sich über sein Grimassenschneiden beim Geigen lustig und er erwidert, dass die Virtuosen das so an sich haben. Das Mädchen verschwindet hastig, als ein besoffener Kerl aus dem Wirtshaus geschmissen wird. Der Taugenichts glaubt, mit dem Mädchen glücklich zu werden. Er traut sich nicht, am Wirtshaus zu klopfen, weil er kein Geld bei sich hat und denkt an des Vaters Mühle, die schöne Frau und den Garten. Es kommen zwei Reiter. Der Taugenichts versucht, sich zu verstecken, jedoch sehen die Reiter seine Beine im Baum. Die beiden Räuber fragen nach dem Weg nach B. Der Taugenichts weiß nicht, wie man dahin gelangt. Der eine Räuber zückt daraufhin seine Pistole und herrscht ihn an, nach B. vorauszugehen. Auf gut Glück geht der Taugenichts los, gefolgt von den beiden Räubern zu Pferd. Als der Morgen naht, scheinen die Räuber zu merken, dass sie nicht auf dem rechten Weg sind und plaudern über ihn in einer fremden Sprache. Die Räuber erkennen den Taugenichts und schlagen ihm vor, sich zu verbünden. Der Taugenichts erwidert aber, dass er nach Italien möchte. Da sehen sie schon den Kirchturm von B. Da sie etwas zu früh sind, speisen sie gemeinsam. Dabei stellen sich die Räuber als Maler Leonhard und Maler Guido vor. Er schläft ein und als er aufwacht, ziehen die drei weiter.★Viertes Kapitel★ Sie kommen in B. an und der Taugenichts bekommt von Maler Leonhard neue Kleider, die ihm zu groß sind. Sie steigen zum Postillon auf die Postkutsche mit den 4 Pferden. Der Taugenichts besorgt in Wirtshäusern Essen und Trinken. Herr Guido unterhält sich mit ihm, Herr Leonhard hingegen ist wütend auf diese Konversationen, was den Taugenichts verdrießlich gegenüber Herrn Leonhard macht. Er will sich Italien genauer ansehen, allerdings schläft er immer wieder auf der Kutsche ein. Sie halten vor einem Wirtshaus. Die Maler gehen in ein Zimmer, um Briefe zu verfassen, der Taugenichts in die Gaststube. Ein Mann verwickelt ihn ins Gespräch. Die beiden verstehen sich gegenseitig schlecht. Später schläft der Taugenichts auf einer Bank vor der Wirthaustür ein. Als er am Morgen aufwacht, sind die beiden Maler bereits fort. Sie haben ihm in ihrem Zimmer einen vollen Geldbeutel hinterlassen. Der Taugenichts reist alleine auf der Kutsche weiter.★Fünftes Kapitel★ Das Geld ist ihm ausgegangen. Er stellt fest, dass der Kutscher keine Uniform anhat und kein Postillon ist. Zugleich versucht der Mann (aus dem Wirtshaus) auf seinem Schimmel, die Kutsche zu überfallen, scheitert aber. Der Kutscher bringt ihn zu einem Schloss. Er wird dort behandelt wie ein Adliger. Er besieht sich im Spiegel und stellt fest, dass ihm zwischenzeitlich auf der Oberlippe ein paar Flaumfedern gewachsen sind, aber sonst noch so aussieht wie früher. Er wird beköstigt und bekommt ein Zimmer.★Sechstes Kapitel★ Als er am Morgen aufwacht, sieht er eine Tapetentür. Er öffnet diese und erblickt das Mädchen von gestern, das bei der Tafel war. Sie schläft. Um sie nicht zu beschämen, verlässt er ihr Zimmer wieder und schließt die Tür ab. Er will draußen Geige spielen, streicht durch einen verwitterten Garten, bei dem alles durcheinander angebaut wird und sieht einen blassen Jungen, der nach einem kurzen Gespräch verschwindet. Er fiedelt auf seiner Geige. Keiner von denen denkt ans Weiterreisen. Später erfährt er, dass es kein Wirtshaus ist, sondern das Schloss eines reichen Grafens. Er genießt die Ehrerbietung und das gute Leben, bis er das Gefühl hat, dass seine Glieder vor Faulheit auseinanderzufallen drohen. Er erinnert sich an das Lied, welches er von zu Hause kennt, und singt es. Er erhält einen Brief von einer Aurelie, in dem sie ihn bittet, schnell zurückzukommen, da alle Hindernisse beseitigt seien, und sie ihn vermisst. Er fragt sich, ob sie jemals verheiratet gewesen ist oder es gar nur der Bruder ist. Jedenfalls ist er sich sicher, dass sie ihn liebt. Als er der Dienerschaft eröffnet, zu gehen, reagieren diese merkwürdig. Sie sprechen untereinander, der Schlossverwalter und die Haushälterin mit einem Messer patrouillieren abends im Garten vor seinem Fenster und dann vor seiner Tür. Sie schließen ihn im Zimmer ein. Abends hört er die Gitarre vor seinem Fenster spielen und er klettert mit dem Brief und der Geige aus dem Fenster. Unten angekommen trifft er den Studenten mit seiner Gitarre, der ihn aus dem Schloss in den Wald führt. Der Student kniet vor ihm nieder und rutscht auf ihn zu und der Taugenichts flüchtet. Der Student schreit daraufhin und sucht mit dem Schlosspersonal mit Fackeln und Messern nach dem Taugenichts, doch er versteckt sich auf einem Baum und entkommt.★Siebentes Kapitel★ Er gelangt nach Rom, von dem er zu Hause als Kind gehört hatte. In einem Garten hört er eine Gitarre und denkt, es sei der Student, hört dann aber eine Frauenstimme singen, die er als die der schönen Frau verkennt. Er klettert in den Garten, doch die Frau läuft weg. Er hat sich beim Herunterspringen vom Gartentor den Fuß vertreten, läuft ihr aber hinterher. Doch da sind die Tür und Fenster bereits verschlossen. Er glaubt immer noch, es sei die schöne Frau und singt alle Lieder, die er damals im Garten gesungen hat, und schläft vor der Haustür ein. Als er morgens aufwacht, kriegt er Angst vor dem Haus, Garten und der schönen Frau und läuft weg. Auf dem Gartentor sitzend, sieht er die prächtige Stadt Rom. Er wäscht sich am Steinbrunnen und singt, was ein junger Mann hört. Er spricht ebenfalls deutsch, was ihn an sein Dorf erinnert und freut sich. Im Gespräch erfährt der Taugenichts, dass der junge Mann ein Maler ist, was ihn an die Maler Leonhard und Guido erinnert. Der Maler nimmt ihn mit zu sich nach Hause. Sie essen und trinken und grüßen ihre Heimat in der Ferne. Der Maler malt eine Hirten-Knaben-Szene, aber mit dem Kopf des Taugenichts. Der Taugenichts entdeckt an den Wänden Bilder, worauf der Maler sagt, dass diese von Leonardo da Vinci und Guido Reni sind und der Taugenichts die Maler bestimmt nicht kennen würde. Daraufhin erwidert der Taugenichts, dass er mit ihnen gereist ist. Da erkennt der Maler, dass diese Maler vom Taugenichts Leonhard und Guido heißen. Der Maler erzählt, dass eine junge Gräfin aus Deutschland mit einer Freundin in Rom nach den beiden Malern und dem Taugenichts gesucht habe. Der Maler hat sie gemalt. Der Taugenichts erkennt darauf die schöne Frau und ist überaus glücklich.★Achtes Kapitel★ Er versucht den Platz mit dem Brunnen und dem Garten aufzusuchen, findet sie aber nicht. So legt er sich in einen Garten und träumt, er läge auf einer Wiese in seinem Dorf. Ein Papagei plappert auf einem Baum vor sich hin und der Taugenichts streitet sich mit ihm. Der Maler erscheint hinter ihm und nimmt ihn mit in einen Garten vor der Stadt, um dort Landsleute zu treffen. Eine Frau singt, die andere spielt Gitarre. Da kommen ein Mädchen und ein Mann zankend durch die Gartentür und die Musik sowie der Gesang brechen ab. Er ist Maler und glaubt, dass das Mädchen ihn betrügt. Er weiß, dass sie ein Zettel hat, aber nicht, an wen dieser gerichtet ist. Die Menge versucht den Maler zu beruhigen, während das Mädchen, die Kammerjungfer, sich dem Taugenichts an die Brust wirft und ihm dabei heimlich den Zettel übergibt. Er soll zur Adresse zur angegeben Stunde kommen und am Tor die einsame Straße nach rechts nehmen. Glücklich spielt der Taugenichts die Geige und die anderen tanzen dazu. Als die anderen nach und nach gehen, raunt die Kammerjungfer ihm zu, dass die Gräfin ihn an dem besagten Ort erwartet. Sie verschwindet und der Taugenichts holt den Zettel hervor: Elf Uhr an der kleinen Tür. Der Taugenichts will sich sogleich auf den Weg machen, obwohl noch reichlich Zeit ist, wird aber vom Maler aufgehalten, um noch einen zu trinken. Ein Herr Eckbrecht bringt einem Mädchen Gitarre spielen bei. Als sie weggerufen wird, ist der Maler bereits eingeschlafen und Herr Eckbrecht hält dem Taugenichts eine Predigt. Obwohl der Taugenichts wie ein bloßer Jüngling aussähe und manche ihn für einen Landstreicher halten, erkenne Herr Eckbrecht sein Genie. Herr Eckbrecht bittet den Taugenichts, in sich zu gehen und sein Verhalten, schnell in Rage zu kommen, zu überdenken. Um seinem Gerede zu entkommen, schleicht sich der Taugenichts davon. Er gelangt zum Garten, wo er einst die schöne Frau gesehen hat und hört diese singen. Doch alles ist verschlossen, da es noch nicht 11 Uhr ist. Der wilde Maler erscheint und gelangt mit einem Schlüssel in den Garten. Der Taugenichts glaubt, der Maler wolle die Frau überfallen und verjagt ihn, verkennt aber, dass es die Kammerjungfer ist, die nun im Haus der gnädigen Frau ist. Als die Gräfin vor ihm steht, erkennt er, dass es sich um eine ihm unbekannte Frau handelt. Die Nachbarschaft ist vom dem vorherigen Geschrei wachgeworden und nähern sich dem Haus. Er wird von der Kammerjungfer zur Gartenpforte gezerrt und erfährt, dass die Gräfin ihm es gut mit ihm gemeint habe und ihm sogar etwas vorgesungen habe, aber er wieder dumm gewesen ist und er sein Glück mit Füßen treten würde. Daraufhin verteidigt sich der Taugenichts, er habe sie für die schöne Frau, die Gräfin aus Deutschland, gehalten. Sie erklärt ihm, dass diese sich längt wieder in Deutschland befindet und nach ihm schmachtet und er sich auf dem Weg nach ihr machen solle. Die herannahende Nachbarschaft lockt sie auf eine falsche Fährte, während der Taugenichts beschließt, das trügerische Italien auf ewig zu verlassen.★Neuntes Kapitel★ Auf dem Weg trifft er drei Prager Studenten, die eine Oboe, eine Klarinette und ein Waldhorn spielen. Er stimmt mit seiner Geige ein und singt ihr Lied mit. Diese sind verdutzt, da sie ihn für einen Engländer gehalten hatten und sich etwas als Musikanten verdienen wollen. Sie essen und trinken gemeinsam. Er bewundert deren fließendes Latein und sagt, dass er auch gerne studieren würde, ihm aber das Geld dazu fehle. Darauf erwidert der Waldhornist, dass ein kluger Kopf sich nur zu helfen wissen brauche. Der Taugenichts erfährt, dass der Portier des Schlosses in Wien der Vetter des Waldhornists ist. Der Waldhornist plant, dass alle drei dem Vetter Komplimente machen, um sich so den weiteren Weg zu sichern. Gemeinsam fahren sie mit dem Postschiff auf der Donau zum Schloss der Gräfin. Das Geld dafür haben alle vier zusammengeworfen. Dort begegnen sie einem Geistlichen, der im Auftrag von beiden Gräfinnen den Bräutigam der einen Gräfin sucht, der aus Rom kommen soll. Der Taugenichts glaubt, in den Beschreibungen des Geistlichen sich selbst zu erkennen.★Zehntes Kapitel★ Der Taugenichts läuft zum Zollhaus, doch da ist ein neuer Einnehmer. Er läuft in den Garten des Schosses und hört den Gesang von Guido, doch dieser entpuppt sich als Frau. Sodann erscheint der Maler Leonhard und erzählt dem Taugenichts, was los ist. Guido ist Flora, eine Frau. Flora hat sich in Leonhard verliebt und andersherum. Dann kam ein anderer und wollte Flora heiraten. Wegen der verbotenen Beziehung zu Leonhard war sie als Mann verkleidet, um sie auf eines seiner Schlösser in Italien zu bringen. Man ist ihnen auf die Spur gekommen. Der bucklige Herr war ein Spion. Sie sind heimlich weitergereist und haben den Taugenichts auf der Postkutsche weiterfahren lassen, um die Verfolger zu täuschen. Doch auch die Leute auf seinem Schloss haben den Taugenichts für verkleidete Flora gehalten. Der Brief sollte dabei an Flora gehen. Mittlerweile sind alle Hindernisse beiseite geräumt und Leonhard und Flora können am übernächsten Tag heiraten. Unterdessen läuft die schöne Frau vom Rumor tiefer in den Garten hinein. Der Taugenichts folgt ihr. Im Sommerhaus nimmt er ihre Hand und sie zieht ihn in eine Umarmung, löst sie aber schnell wieder auf. Sie erzählt ihm, dass sie mit der Gräfin in Rom Flora gefunden haben, aber nicht ihn. Als er sie mit einem Mann auf dem Balkon hat stehen sehen, war das der Sohn der Gräfin, der von seiner Reise zurückgekommen ist. Er hat sie mit auf den Balkon herausgeführt, weil ihr Geburtstag gewesen ist. Der Graf habe aus Dank dem Taugenichts und ihr ein Schloss geschenkt. Zudem sei Flora die Tochter der Gräfin und Leonhard ein reicher Graf. Als der Taugenichts die schöne Frau Gräfin nennt, stellt sie klar, dass sie keine Adlige ist, sondern die Nichte des Portiers, der sie als arme Waise aufs Schloss gebracht hat. Sie eröffnet ihm, dass der Portier stets große Stücke auf ihn gehalten habe. Glücklich plant der Taugenichts ihre Hochzeitsreise nach Italien.