Frei: Erwachsenwerden am Ende der Geschichte | Ein fesselndes Memoir über das poststalinistische Albanien (suhrkamp taschenbuch)
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Soziologie-Referenz EAN 9783518473245

Frei: Erwachsenwerden am Ende der Geschichte | Ein fesselndes Memoir über das poststalinistische Albanien (suhrkamp taschenbuch)

Hersteller: Suhrkamp Verlag Ag  ·  MPN: 1549434
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Produktfakten auf einen Blick

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Soziologie-Referenz
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Produktbeschreibung

Albanien 1989 - es herrschen Mangelwirtschaft, die Geheimpolizei und das Proletariat. Für die zehnjährige Lea ist dieses Land ihr Zuhause: ein Ort der Geborgenheit, des Lernens und der Hoffnung. Alles ändert sich, als die Mauer fällt. Jetzt können die Menschen wählen, wen sie wollen, sich kleiden, wie sie wollen, anbeten, was sie wollen. Aber die neue Zeit zeigt bald ihr hartes Gesicht: Skrupellose Geschäftemacher ruinieren die Wirtschaft, die Aussicht auf eine bessere Zukunft löst sich auf in Arbeitslosigkeit und Massenflucht. Das Land versinkt im Chaos, und Lea beginnt sich zu fragen, was da

Bewertungen & Erfahrungen

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5 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 26.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist fantastisch und hat Lea als zehnjährige Leserin sofort begeistert, eine wunderbare Reise in die Geschichte des Albanien von 1989. Ich kann es jedem empfehlen, der sich für spannende historische Geschichten interessiert.
Redaktion 26.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Super!
Mirdash Bakalli 16.03.2024 amazon.de
Wie beschrieben. Weiter so.
Marthe 16.03.2024 amazon.de
Die Autorin Lea Ypi erzählt aus der Perspektive des Kindes Lea über das Leben in Albanien unter Enver Hoxha und den chaotischen Umbrüchen auf dem Weg in eine "freie" Gesellschaft.Interessant ist, dass das Kind den Kommunismus nicht als Einschränkung erlebt. Erst später, als das Land 1990 in Unabhängigkeit geht, muss die erfahren, dass ihre Eltern über die Gräueltaten im "Freiluftgefängnis", denen auch die Familie ausgesetzt war, geschwiegen haben, um sich und das Kind nicht zu gefährden.Der Umbruch in eine "freie Gesellschaft" wird in diesem Buch mit all seinen Widersprüchen und Gefährdungen der Menschen, des Landes und seiner ökonomischen und sozialen Struktur, exzellent beschrieben und unter dem Aspekt "Freiheit, was heißt das eigentlich?" reflektiert.Literarischer Stil: Die Perspektive des Kindes und der Jugendlichen, die PI konsequent beibehält, erlaubt ihr einen Erzählstil zu entwickeln, der lebensnah bleibt und in den Episoden bissige Ironie und Humor zulässt.Das autobiografisch unterlegte gleichwohl sehr gut recherchierte Buch über den Umbruch in Albanien ist ein kritischer Beitrag, darüber, wie fragil "Freiheit" ist und wie der Mechanismus des sog. "freie Marktes" neue Unfreiheit, ja Gefährdung der Existenz der Mehrheit der Bevölkerung schafft, wenn er sich wild durchsetzt.Ein Buch, das Anlass bietet über die demokratische Entwicklung der Staaten nach der Auflösung der Sowjetunion nachzudenken und nicht nur darüber, sondern auch darüber, wie wir leben wollen.
Gerhard Günther 16.03.2024 amazon.de
Lea Ypi, geb. 1979 in Tirana, präsentiert mit ihrem 2021 erschienenen Buch „Frei“ eine anschauliche, subjektive Schilderung der albanischen Geschichte vor und nach 1990. Als Gattungsbezeichnung findet man teilweise „Memoir“: es ist weder ein „autofiktionaler Roman“ noch eine „Autobiografie“, sondern eine Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit mithilfe ihrer Erinnerungen und der Erzählungen ihrer Mutter und ihres Bruders. Lea Ypi, heute Professorin an der London School of Economics, lässt in ihrer Rückschau viel Wissen über den albanischen Transformationsprozess einfließen.Das Buch beschreibt die Zeit von 1985 bis 1997 aus der Ich-Perspektive von Lea, also ihre Kindheit und Jugendjahre, gegliedert in zwei Teile mit dem Jahr 1990 („Ende der Geschichte“ nach Fukuyama).Im ersten Teil erfährt man von der familiären und nachbarschaftlichen Umgebung von Lea, deren Verehrung von Stalin und „Onkel Enver“, der Tätigkeit der Eltern und dem Einfluss der Großmutter Nini, die mit Lea Französisch spricht. Eine eindrückliche Episode ist der Streit um die Cola-Dose (siehe Cover) im 5. Kapitel, der exemplarisch die zum Ausland fast völlige Abgeschlossenheit der albanischen Gesellschaft demonstriert.Mit dem ersten Teil des Buches habe ich mich etwas schwer getan. Die kindliche Perspektive ist nicht immer glaubwürdig bzw. überzeugend, die häusliche Situation wird sehr episodenhaft und geheimnisvoll eingeflochten, aber die Zwänge bzw. die Unfreiheit lassen sich erahnen.Erst im zweiten Teil rücken dann die gesellschaften Veränderungen ab1990 ins Zentrum. Die „Biografien“ der Eltern werden klar, am Beispiel der Freundin Elona bzw. des „Krokodils“ und anderer Episoden wird die Zeit des Umbruchs anschaulich beschrieben. Lesenswert. Mit Leas Abschlussprüfung und Studienfachwahl 1997 endet das Buch, ein kleiner Epilog skizziert ihren weiteren Lebensweg.Lea Ypis Erinnerungsbuch ist vor allem eine würdigende Schilderung der unterschiedlichen Lebensauffassungen ihrer Eltern und der Großmutter; der Bruder wird kaum erwähnt. Es ist kein Sach- oder Geschichtsbuch über Albanien, obwohl man vieles über die gesellschaftlichen Veränderungen erfährt. Der Titel „Frei“ zeigt das theoretische Interesse der Politikprofessorin Ypi, sie vergleicht die verschiedenen Ansätze von Freiheit im Sozialismus und Liberalismus. So fühlt sich der Vater dann als Hafendirektor, der Strukturreformen umsetzen muss, unfrei und neuen, anderen Zwängen unterworfen. Jede „Biografie“ ist von gesellschaftlichen Zwängen und der Freiheit, würdig zu handeln, geprägt.Entsprechend hat Lea Ypi das Zitat von Rosa Luxemburg ihrem Buch vorangestellt: „Die Menschen machen ihre Geschichte nicht aus freien Stücken, aber sie machen sie selbst.“Eigentlich sind bei uns die Ereignisse in Albanien wenig bekannt. Mit Robert Menasses Roman "Die Erweiterung" ist vermutlich erstmals ein größerer Leserkreis der albanischen Geschichte begegnet.Lea Ypis "Memoir" bildet hierzu eine wertvolle Ergänzung.Wer mehr über Geschichte und Kultur Albaniens erfahren will, dem sei "Albanien - Ein Länderporträt" (2019 erschienen) von Christiane Jaenicke empfohlen.
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