Johann Farak, 41, Sohn eines Ägypters, ist verschwunden. Doch außer seiner Schwester scheint ihn niemand zu vermissen. Er war ein Trinker, heißt es, er hat auf Holzbretter Bilder gemalt, die nichts taugen, sagen die Leute. Dann taucht eine geheimnisvolle junge Frau auf - und Kommissar Tabor Süden begreift plötzlich, was für ein trauriges Leben Johann Farak bisher geführt hat und dass er vielleicht gar keine Wahl hatte, als dieses Leben hinter sich zu lassen ...
Bewertungen & Erfahrungen
3,5 von 5
4 Bewertungen
5 ★1
4 ★2
3 ★0
2 ★0
1 ★1
Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion06.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein spannender Roman, der mich von Anfang bis Ende fesselte, auch wenn die Handlung manchmal etwas zerrissen wirkt. Die Charakterentwicklung ist sehr gelungen und die Atmosphäre ist packend.
Diesen Fall konnte nur jemand wie Tabor Süden lösen. Der alte Haudegen, mit der harten Schale und dem weichen Herzen, der von - Friedrich Ani - ins Leben gerufen wurde. Wie es bei einen Krimi von Friedrich Ani - üblich ist, wird der Leser schon von Anfang, an in die Ermittlungen einbezogen. Spannung, Aufregung und Neugier auf den Fortgang der Story, prasseln auf den Leser ein. Herrrlich!! Friedrich Ani hat hier auch seinen unvergleichbaren Schreibstil beibehalten. Flüssig, ohne Ecken und mit großen Wortspiel, unterhält er seine Leser. Er hat jeden Protagonisten an die richtige Stelle gesetzt. Authentisch sind seine Charaktere wie immer. Natürlich ist Tabor Süden wieder der Dreh - und Angelpunkt. Für mich ist er ein moderne Columbo. Er führt sein Team immer auf die richtigen Spuren. Verblüffend für mich ist immer wieder, das große Wissen von - Friedrich Ani - über die Ermittlungsarbeit der Polizei. Friedrich Ani zeigt in dieser tollen Story wieder einmal wie Gewalt, Trauer und ganz viel Menschlichkeit nah bei einander liegen.. Dieser Roman ist wieder mal ein echter "Ani".
Anis 7. Süden - Roman ist in Briefform geschrieben. Das heißt, dass der VermisstenfahnderTabor Süden, vom Anfang weg, der Tochter des gesuchten Johann Farak, in einem Brief dieGeschichte von der Suche nach ihrem Vater und all der Hintergründe, erzählt hat.Für mich war diese Form neu und anders, letztlich hat sie mir aber nicht so gut gefallen, wie dieherkömmliche Art in den bisherigen Süden Büchern. Auch die Sätze kamen mir hier sehr oftabgehackt und enorm kurz vor, weswegen mein Lesefluss sehr gelitten hat, und was dannwahrscheinlich auch der Grund dafür war, warum ich mehrmals abgeschweift bin.Anis Stil ist für mich aber einfach genial und unverwechselbar, das kann ich gar nicht oft genugsagen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie lebensnah und authentisch er seine Charaktereskizziert.In Anis Geschichten findet man aber ebenso immer Melancholie, Trübsinnigkeit, Schwermut,Gewalt und Negativität. Ach ja, und Alkohol. - Das muss auf jeden Fall erwähnt werden.^^Das alles hat meine Stimmung natürlich gedrückt. Aber dennoch sind das eben Themen, diedie Bücher des Autors vorwiegend beherrschen und auch ausmachen. Dinge, über die die Menschenungern reden oder nachdenken, was aber trotzdem in jeder x-beliebigen Familie zum Alltaggehören kann. Auf eine gewisse Weise bin ich also schon froh darüber, dass ich einen Autorgefunden habe, der diese unguten Themen, ganz offen und kein Blatt vor den Mund nehmend,behandelt.Süden ist mir in diesem Buch äußerst still und einsilbig (noch wortkarger als sonst^^)vorgekommen. Der freche Humor, der in den anderen Büchern doch immer wieder zwischen denZeilen zu finden war, ist mir hier leider ebenfalls sehr abgegangen... :-/So, und das Ende der Geschichte? Endet ohne Ende. - Naja, nicht direkt aber irgendwie auchschon... Der Schluss hat mir wieder mal ausgesprochen gut gefallen. Ich bin mir ziemlich sicher,dass ich mit einem anderen Ausgang der Geschichte nicht so zufrieden gewesen wäre. ;-)
Der Aufkleber "Deutscher Krimipreis" und der Kommentar auf dem Buchrücken "eine echte Alternative für Mankell-Fans..." klingen vielversprechend.Dass ich das Buch ganz durchgelesen habe (nur 200 Seiten) lag allein daran, daß ich in den Ferien war und nichts anderes zu tun hatte.Zum Einschlafen langweilig...
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.