Gina Angelucci, hat ihre eigene Abteilung bekommen. Sie leitet die sogenannten Cold Cases, die Fälle, die niemand lösen konnte. Nachdem sie einen angesehenen Geschäftsmann der in politischen Kreisen auch agierte, nach vielen Jahren erfolgreich überführen konnte, wird sie von der Presse gefeiert. Als Petra Weber von der Kommissarin erfährt, hat sie Hoffnungen, Hoffnungen, dass man ihre Tochter Marie wieder findet. Vor zehn Jahren begann Maries Vater Selbstmord, angeblich tötete er vorher seine damals sechsjährige Tochter, da die Leiche des Mädchens nie gefunden wurde hat Petra Weber auch nie daran geglaubt das Ihre Tochter tot ist . Zuerst zögert Gina,den Fall anzunehmen, zumal sie ja schwanger ist und Thomas ihr Vorgesetzter noch nichts von der Schwangerschaft weiß.Denn bei Schwangerschaft darf sie nur noch im Büro arbeiten und nicht mehr auf Streife , Doch als ihr Ungereimtheiten auffallen, beginnt sie zu ermitteln.Das war nun der erste Fall für die Verlobte Dühnforts als leitende Kommissarin und ich muss sagen, sie steht ihrem zukünftigen Ehemann in keinster Weise nach .Beginnt der Fall noch eher ruhig, nimmt er doch recht schnell Fahrt auf obwohl ich streckenweise das Buch als ein Deja vu erlebt habe, so einen ähnlich gelagerten Fall hab ich erst vor kurzem gelesen, Hat sich dann aber sehr schnell in eine andere Richtung gedreht. Da ich ebenfalls Mutter einer Tochter bin, nahm mich das Ganze noch eine Portion mehr mit und ich litt durchweg mit Petra Weber,So gelingt es Inge Löhnig durchweg glaubhaft, das Leid und die Hoffnungen der Mutter wieder zu geben.Petra Weber kämpft mit allen Mitteln die sie zur Verfügung hat, herauszufinden, was denn mit ihrer Tochter wirklich geschehen ist.Ich hatte lange jemand ganz anderen im Auge welcher ich für die Entführung verantwortlich machte...Während Inge Löhnig geschickt falsche Fährten streut und es immer mal wieder zu ungeahnten Wendungen kommt, kann man sich so langsam ein Bild machen... so denkt man... So hatte ich auch relativ früh eine Vermutung, was wirklich geschehen ist, doch dank immer neuer Fährten kam ich gar nicht richtig dazu, diesen Vermutungen gedanklich freien Lauf zu lassen.Mir hat sehr gut die Zusammenarbeit zwischen Gina und Holger gefallen.... zwei extreme treffen aufeinander und jeder von Ihnen nimmt etwas vom anderen an.. und sei es nur einmal ungesund essen. :-) mein Fazit: Ich freue mich schon auf den nächsten Dühnfort/Angelucci, Krimi.Und diesen kann ich jedem empfehlen
DIE GESCHICHTE...Seit Tino Dühnfort und Gina Angelucci ein offizielles Paar sind, arbeitet die hübsche Frau mit den italienischen Wurzeln in der Abteilung "Cold Cases" der Münchner Polizei und nimmt sich ungeklärte Mordfälle vor. Nach einem erfolgreich aufgeklärten Fall bekommt Gina Besuch von Petra Weber, die sie bittet, nach ihrer Tochter Marie zu suchen. Das Verschwinden der kleinen Marie Weber konnte nie aufgeklärt werden, da sich ihr Vater Chris kurz darauf das Leben genommen hat und seitdem von Marie jede Spur fehlt. Petra Weber glaubt seit 10 Jahren nicht daran, dass Marie tot sein soll. Gina kann die Rosenheimer Kollegen überzeugen, "Cold Cases" den Fall zu überlassen und dabei stoßen sie auf einige Ungereimtheiten...MEINE MEINUNG IN KURZFASSUNG:Kauf-/Lesegrund: Da ich diese Krimiserie liebe, musste ich auch unbedingt den aktuellen Band haben und lesen.Reihe: 1. Band der Gina Angelucci-Reihe, knüpft an den 7. Dühnfort-Band an.Handlungsschauplatz: Der Schauplatz wurde erneut nach München verlegt.Handlungsdauer: Nach dem Prolog (8. Februar 2005) beginnt die Story 10 Jahre später (Anfang September 2015) und dauert schätzungsweise mehrere Wochen.Hauptperson: Kriminalhauptkommissarin Gina Angelucci ist ehrgeizig, neugierig und beharrlich - Eigenschaften, die sie für ihre Arbeit bei der Kripo München in der Abteilung "Cold Cases" braucht. Die 38-jährige ist schwanger und wird ihren Lebenspartner, den 44-jährigen Kriminalhauptkommissar Konstantin "Tino" Dühnfort in einigen Wochen heiraten. Doch zunächst fordert ein alter ungeklärter Fall Ginas ganzes Können... Diesmal steht nicht Kommissar Dühnfort, sondern seine zukünftige Frau Gina im Fokus und die ist eine ebenso sympathische und facettenreiche Hauptfigur mit Potential, die uns neben ihrer Arbeit an ihrem Privatleben teilhaben lässt.Nebenfiguren: Auch die mitwirkenden Nebenfiguren wie Kriminalhauptkommissar Tino Dühnfort (Ginas attraktiver Lebensgefährte liebt italienischen Kaffee, gutes Essen, Kunst & Gina, mit der er seit fast 3 Jahren zusammen ist), Ginas Mutter (die bei den Hochzeitsvorbereitungen helfen soll), Thomas Wilzoch (Ginas Vorgesetzter ist ein Spezialist für ungeklärte Altfälle), Holger Morell (Ginas neuer Kollege ist ein Sportfanatiker und möchte Gina zu einem gesunden Lebensstil bekehren), Computerspezialist Meo Klein und Petra Weber (die Münchnerin sucht seit 10 Jahren verzweifelt nach ihrer Tochter Marie), diverse Zeugen und Verdächtige sind gut ausgearbeitete Charaktere, die sich trotz der Vielzahl der Nebenfiguren ansprechend in das Geschehen einfügen.Romanidee: Reizvolle Grundidee mit gelungener Umsetzung, die uns in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lässt.Erzählperspektiven: Neben der Haupterzählerin Gina Angelucci schildern einige Nebenpersonen wie Petra Weber und Erik Trebek (in der 3. Person) die rasanten Geschehnisse aus ihrem jeweiligen Blickwinkel was für Abwechslung sorgt.Handlung: "Gedenke mein" birgt neben verschiedenen Sichtweisen und miteinander verwebenden Handlungssträngen einen durchwegs interessanten Kriminalfall, der mit einigen Turbulenzen, Wirrungen und Irrwegen aufwartet. Leider dauert es eine Weile, bis die Ermittlungen in die Gänge kommen, da sich die Handlung zwischendurch etwas langatmig und detailliert gestaltet, was ein wenig den Lesefluss bremst. Der Fall ist abgeschlossen und macht Lust auf eine Fortsetzung.Schreibstil & Co: Abgerundet wird die Story durch die ausdrucksstarke und emotionsgeladene Schreibweise von Inge Löhnig, Kapitel in angenehmer Länge und viel Lokalkolorit.FAZIT:Mit "Gedenke mein" startet Inge Löhnig, die nicht umsonst zu meinen Lieblings-Autorinnen zählt, eine neue Krimireihe rund um Dühnforts Partnerin Gina Angelucci. Auch wenn der Serienauftakt kleine Mankos enthält (hier wurde das Potential noch nicht ganz ausgeschöpft), hat mir "Gedenke mein" dank des abwechslungsreichen Plots, den reizvollen Charakteren und des mitreißenden Schreibstils einige spannende Lesestunden geschenkt. Dafür vergebe ich gern fantastische 4 STERNE und hoffe auf weitere Cold Cases-Fälle.