Bei einem Auftritt in der Kirche schlägt eine zierliche junge Frau den kompletten Saal in ihren Bann. Der Name des Mädchens: Whitney Houston. Aus dem nervösen Teenager wird innerhalb der folgenden Jahre eine der erfolgreichsten Sängerinnen aller Zeiten. Immer an ihrer Seite ist ihre beste Freundin Robyn. Doch dann lernt Whitney Bobby kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Während ihre Karriere einen neuen Höhepunkt erreicht, muss sie sich entscheiden, was sie bereit ist, für den Ruhm zu opfern.Ich muss gestehen, dass ich mich vor dieser Romanbiografie noch nie wirklich mit Whitney Houston beschäftigt habe. Ich kenne einige ihrer Lieder und natürlich den Film „Bodyguard“ aber das wars auch schon. Selbst warum sie so früh gestorben ist, war mir nicht mehr präsent. Ich wurde aber auch erst geboren, als ihre Karriere auf dem Höhepunkt war.Aber umso mehr mag ich diese Romanbiografien, denn so kann ich unbefangen, ohne spezielle Erwartungen in das (vermutliche) Privatleben einer Ikone abtauchen.Die Autorin Hanna Faber hat sich hier für einen sehr sensiblen Weg entschieden.Wir begegnen Whitney, wie sie sich für die Grammy-Verleihung 1994 vorbereitet und dabei immer wieder in Erinnerungen abschweift. Durch die so entstehenden Zeitsprünge erfahren wir Whitneys Geschichte, vom Auftritt im Gospelchor, über ihre Modeljobs, bis hin zu ihrem Aufstieg als Superstar.Trotz der vielen Sprünge war es nie unübersichtlich. Die Kapitel sind oben mit den Jahreszahlen versehen, so dass man als Leser gut einen Überblick behält.Die Autorin hat den Schwerpunkt jedoch nicht auf die Karriere an sich gelegt, sondern viel auf die empfindsame und sensible Frau dahinter, die eigentlich nur Musik machen will und gar nicht so viel Wert auf den Ruhm legt. Und wir erfahren viel über Whitneys Beziehung zu ihrer besten Freundin und Assistentin Robyn. Obwohl man dazu immer im Kopf behalten muss, dass die romantische Seite an dieser Beziehung nur von Robyn, nie von Whitney bestätigt wurde. Aber trotzdem finde ich es eine schöne Vorstellung.Der Autorin ist es insgesamt sehr gut gelungen, alle Szenen und Ereignisse anhand ihrer Recherchen sehr plausibel darzustellen. Ich kann mir vorstellen, dass sie so stattgefunden haben könnten. Natürlich ist die künstlerische Freiheit bei einer Romanbiografie relativ groß aber ich habe das Gefühl, dass Hanna Farber sehr sensibel damit umgegangen ist und dem Leser nicht nur die große Whitney Houston zeigen wollte, sondern das Mädchen „Nippy“ dahinter. Es hat mich sehr bewegt, diese junge Frau hinter der Ikone kennen zu lernen.„Always love you“ ist eine wirklich gelungene Romanbiografie!
Worum geht’s?Wer kennt sie nicht: Whitney Houston, eine der größten Sängerinnen unserer Zeit. Doch wer war sie wirklich? Woher kam sie? Wie wurde sie von einem kleinen, schüchternen Mädchen zu einer weltweit gefeierten Ikone?Meine Meinung:„Always Love You – Musik war Whitney Houstons Leben“ (Ullstein Buchverlage, August 2023) von Hanna Faber ist der 10. Teil der Ikonen-ihrer-Zeit Reihe und eine wirklich spannende Romanbiografie. Ich mag Hanna Fabers Schreibstil und die Bilder, die sie uns in diesem Buch vermittelt. Wie sie im Anhang schreibt, legt sie den Fokus in diesem Buch vorwiegend auf die Freundschaft zwischen Whitney und Robyn und stellt am Ende auch kurz dar, welche Teile Fakt sind. Und die Mischung, die sie dann aus den von ihr sehr gut recherchierten Fakten und ihrer eingebrachten Fiktion erstellt, kann sich wirklich lesen lassen.Wer kennt sie nicht, Whitney Houston!?! Bzw. ihre Lieder. Aber ihre Geschichte, ihre Herkunft, waren mir völlig unbekannt. Niemals hätte ich einen solchen Menschen hinter dieser berühmten Frau vermutet. Und eine Lebensgeschichte, die den Unterschied zwischen Schwarz und Weiß in den USA mitverarbeitet. In der wir erfahren, welchen Weg Whitney gehen musste, um als schwarze Sängerin überhaupt Erfolg haben zu können und nicht zu schwarz zu sein. Aber auch nicht zu weiß. Eine Geschichte von Drogenmissbrauch und Betrug. Ich hätte hinter dieser Ikone niemals eine solch empathische, bodenständige Frau vermutet, wie Frau Faber sie uns vorstellt.Im Roman selbst wechseln wir zwischen den einzelnen Jahrzehnen hin und her. Zwischen ihrer Kindheit/Jugend, ihrem Werdegang zur gefeierten Popikone und ihren letzten Jahren. Wir lernen nicht nur sie selbst kennen, sondern auch ihre beste Freundin und Seelenverwandte Robyn, ihre Familie und die Menschen, die sie auf ihrem Weg begleitet haben, u.a. Clive und Carol. Und diesen Werdegang hat die Autorin wieder auf ihre einzigartige und außergewöhnliche Art dargestellt. Ich habe mich mitten drin gefühlt in der Geschichte, konnte mit den Protagonisten mitfühlen und mitleiden. Konnte mich mit ihnen mitfreuen und es war einfach schön und interessant, solche Einblicke in das Leben dieser großartigen Frau erhalten zu dürfen. Teilweise hätte ich mir allerdings gewünscht, dass die Autorin noch etwas tiefer in die Hintergründe eintaucht, z.B. in ihre Ehe mit Bobby oder in ihre letzten Jahre. Aber ansonsten hat mich das Buch wirklich begeistert und ich bin erstaunt, wer Whitney wirklich war – zumindest so, wie die Autorin dies aufgrund ihrer Recherchen herausgefunden hat. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir, diese Frau sollte man kennenlernen!Fazit:„Always Love You – Musik war Whitney Houstons Leben“ ist eine Romanbiografie, in der uns Hanna Faber das Leben von Whitney Houston näherbringt. Wir dürfen sie von ihrer Kindheit an begleiten, erleben, wie sie ins Showbusiness einsteigt, welche Probleme man in den USA hat, wenn man eine schwarze Sängerin ist. Wir kommen ins Drogenmilieu aber erleben auch, wie Whitney bei Robyn wahre Freundschaft findet und wie ihre Mutter hinter ihr steht. Dieses Buch hat mich wirklich begeistert, niemals hätte ich eine so warmherzige, empathische Frau hinter dieser großen Sängerin vermutet! Teilweise hätte ich mir noch mehr Tiefe, mehr Eindrücke, mehr Hintergründe gewünscht, aber insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen.4 Sterne von mir und danke, dass ich Whitney näher kennenlernen durfte!
Whitneys Musik begeistert mich schon seit meiner Kindheit weshalb ich mich für dieses Buch entschieden habe. Das Ihr Leben als Roman und nicht als reine Biografie verfasst wurde fand ich grundsätzlich eine gute Idee. Jedoch störte mich beim lesen das ständig zwischen den Jahreszahlen hin und her gesprungen wurde. In einem Kapitel stimmte die Jahreszahl nicht mit dem geschrieben überein, das war total verwirrend beim lesen. Die Autorin verwendet sehr oft ähnliche Sätze und Wiederholungen. Wichtige Fakten im Leben von Whitney wurden einfach weggelassen (Geburt Ihrer Tochter, die Hochzeit mit Bobby, alles nach 1994 und wie ging der Familien Kontakt weiter nachdem sie erfolgreich wurde ?). Alles in allem war der Roman zwar unterhaltsam zu lesen aber mir fehlte einiges an Inhalt und einem guten roten Faden. Vielleicht darf man nicht zu viel erwarten wenn die Autorin Ihr erstes Buch auf den Markt bringt.