Die Henkerstochter und das Spiel des Todes: Historischer Roman (Die Henkerstochter-Saga, Band 6)
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Die Henkerstochter und das Spiel des Todes: Historischer Roman (Die Henkerstochter-Saga, Band 6)

Hersteller: Ullstein Taschenbuch  ·  MPN: 1066475
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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 19:39 Uhr
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Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
ULLSTEIN TASCHENBUCH
EAN
9783548287379
Hersteller-Artikelnr.
1066475
Kategorie
Historische Kriminalromane & Mystery
Durchschnittsbewertung
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Produktbeschreibung

Der Henker und das tödliche Passionsspiel In Oberammergau herrscht kurz vor Pfingsten 1670 helle Aufregung. Bei den Proben zum berühmten Passionsspiel wird der Christus-Darsteller gekreuzigt aufgefunden. Der Schongauer Henker Jakob Kuisl und der Bader Simon Fronwieser werden um die Aufklärung des Todesfalls gebeten, doch sie stehen vor einer Wand des Schweigens. Als ein weiterer Darsteller den Märtyrertod stirbt, glauben die Dorfbewohner an eine Strafe Gottes und wollen erst recht nicht mit den beiden Fremden reden. Erst als Kuisls Tochter Magdalena in Oberammergau eintrifft, stoßen der Henker

Bewertungen & Erfahrungen

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Skatersally 16.03.2024 amazon.de
Es ist Mai 1670 und die Oberammergauer bereiten ihre seit 36 Jahren stattfindenden Passionsspiele vor. Die Rollen sind unter den Bewohnern verteilt und die Proben fallen schon zufriedenstellend aus. Auch Simon, der Bader aus Schongau ist unterwegs nach Oberammergau. Er bringt seinen Sohn Peter zu seinem ehemaligen Professor und Freund aus Ingolstadt, der sich nun der Bildung des Jungen annimmt. Auf dem Weg dorthin bemerken die beiden, dass zwischen den Bäumen jemand aus dem Dorf flüchtet. Erst als sie ankommen und erfahren, dass der Schauspieler mit der Hauptrolle gekreuzigt wurde, kommt ihnen das Verhalten verdächtig vor. Als Simon kurz darauf ein lukratives Angebot vom Bürgermeister erhält, sowohl zeitweise die Aufgaben des verstorbenen Baders zu übernehmen als auch Ermittlungen zum Todesfall anzustellen, sagt er ohne zu zögern zu.Währenddessen hat es auch Jakob Kuisl in seiner Heimat nicht leicht. Der Gerichtsschreiber zwingt ihn, mit ihm nach Oberammergau zu gehen, um den Mord zu klären. Während die Herren der Henkersfamilie nun also fern des heimischen Herds sind, wähnt sich Barbara ungestört und liest in den Büchern ihres Vorfahrens über die Hexenprozesse. Als sie einen Verehrer verärgert und der sie beim Büttel anzeigt, werden diese sogenannten Hexenbücher im Haus der Kuisls gefunden. Barbara wird nun also in den Kerker gebracht und der Hexerei angeklagt. Die Folter soll Henker Hans vornehmen, der noch eine Rechnung mit Kuisl offen hat. Es wird also höchste Zeit, dass Magdalena ihren Vater und ihren Ehemann wieder nach Hause holt.Oliver Pötzsch schafft es auch mit seinem sechsten Band aus der Serie um die Henkersfamilie aus Schongau, einen spannenden fiktiven Kriminalfall in eine authentische Umgebung der Vergangenheit zu platzieren. Wie schon in seinen Vorgängern, folgt der Spannungsaufbau dem bekannten Muster. Die Kuisls geraten den Bösewichten des 17. Jahrhunderts unfreiwillig zu nahe und müssen ihr Wissen und ihre Erfahrung bald gegen den Lauf der Zeit einsetzen, um nicht selber Schaden zu nehmen. Während sie fieberhaft nach einem Mörder suchen, lässt der Autor seine Leser immer mal wieder einer falschen Fährte folgen. Er steigert die Anzahl der Verdächtigen und lässt so unzählige Vermutungen zu, die vom wahren Übeltäter ablenken. Die aufgenommenen Handlungsstränge sind oft nicht auf den ersten Blick schlüssig, sondern fügen sich erst am Ende zu einem Gesamtbild.Hier wird mit Tinkturen gemixt, Aberglaube verbreitet oder eben auch die glühende Zange angesetzt. Das Leben und Wirken einer Dorfgemeinschaft und der Umgang mit einer unehrlichen Familie wird bildhaft dargestellt. Die mächtige Statur des Henkers ist zwar furchteinflößend, aber hat eben auch Empfindungen. Er nimmt nicht nur Verurteilten das Leben, sondern ist auch Familienvater, Großvater und Witwer. Alles zusammen rundet den Charakter ab und schafft Empathie. Ebenso passt die Sprache zur Epoche und zu den Figuren. Der Henker flucht und grollt, seine Tochter schimpft und zeigt ihre Besorgnis um ihre Familie und sein Schwiegersohn kann manchmal nicht aus seiner Haut, drückt sich aber immer gewählt aus.Eine hervorzuhebende Stärke des Romans ist die umfassende Recherche der Historie, die oft nur mit einer Kleinigkeit beginnt, wie hier der Wille der Oberammergauer, ihre Festspiele vorzuziehen. Auch die Gegend rund um den grummelnden Kofel wird exakt geschildert und lädt sogar zu eigenen Wanderungen ein. Im Anhang sind wie immer Tipps abgedruckt, wie Leser auf den Spuren des Henkers wandeln können. Hier erfährt man auch, was auf Tatsachen beruht und was der dichterischen Phantasie entsprungen ist. Von daher sollten Leser den Ratschlag beherzigen und das Nachwort wirklich erst zum Schluss lesen. Der Aufenthalt des Henkers in Oberammergau ist wieder einmal ein Lesetipp, der sicher auch ohne Kenntnis der anderen Bücher Spaß macht. Um die Entwicklung der Figuren, ist das Einhalten der Chronologie natürlich ratsamer. Es kommt einem dann so vor, als sei man zu Besuch bei alten Freunden.
Aleshanee @ Weltenwanderer 16.03.2024 amazon.de
Es geht weiter mit den Geschichten um den Henker Jakob Kuisl!"Hab schon von ihm gehört. Ein wilder Hund soll das sein,jähzornig und gradaus, dabei schlau wie ein Fuchs." S. 204Ich wollte ja eigentlich von so weit fortgesetzten Reihen keine Rezensionen mehr schreiben, da sie kaum gelesen werden, aber bei diesem tollen Buch muss ich euch einfach meine Meinung weitergeben, weil diese Reihe sich auf jeden lohnt! Natürlich spoilerfrei ;)1670 a.d., Schongau - Oberammergau (Bayern)Auch im sechsten Band geht es spannend weiter mit der Henkerstochter!Schon nach den ersten Seiten war ich sofort wieder drin. Die Familie der Kuisls ist mir schon sehr ans Herz gewachsen und Oliver Pötzsch schafft es jedes Mal wieder, mich mit den ersten Seiten zu packen! Die Atmosphäre dieser ursprünglichen Zeit ist perfekt getroffen und ich liebe den leicht bayerischen Dialekt, der dem ganzen seinen besonderen Reiz verleiht.Magdalena ist die Tochter des Schongauer Henkers Jakob Kuisl und hat in den vergangenen Jahren schon einiges mit ihrem griesgrämigen, temperamentvollen und scharfsinnigen Vater mitmachen müssen. Immer wieder gerät die Familie durch den unehrenhaften Beruf in verzwickte Morde, die dem alten Sturschädel Kuisl keine Ruhe lassen. Seine Neugier lässt ihn seine Nase überall reinstecken, ohne Rücksicht darauf, der Obrigkeit damit eventuell in die Quere zu kommen.Dieses Mal gibt es zwei Handlungsstränge, denn nicht nur der Bader Simon Fronwieser, der mit der Familie Kuisl verbunden ist, sieht sich einer Mordserie im fernen Oberammergau gegenüber; auch Barbara, die andere Tochter des Henkers, manövriert sich durch ihre Unbedachtheit in ein sehr gefährliches Ränkespiel, das die ganze Familie in Bedrängnis bringen könnte. Viele kleine Puzzlestückchen, die scheinbar wenig miteinander zu tun haben und sich am Ende zu einem runden Abschluss verbinden.Durch den Wechsel zwischen den beiden Ereignissen wird die Spannung immer weiter voran getrieben und steigert sich konstant, weswegen ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich war auch trotz Anzahl der Seiten viel zu schnell damit durch, aber es lässt einen einfach nicht mehr los.Wie erwartet hat Oliver Pötzsch auch hier wieder die Hintergründe perfekt recherchiert und im Nachwort findet man auch die ganzen kleinen Details, die er sich für diese Geschichte mühevoll zusammen gesammelt hat. Sowas liebe ich in historischen Geschichten, wenn man dabei auch authentische Fragmente aus der Vergangenheit erfährt, die dabei noch so gekonnt in eine interessante und sehr unterhaltsame Geschichte verpackt werden.Aberglaube und Fremdenhass sind dieses Mal ein großes Thema, das der Autor in seinem Nachwort in wenigen Worten perfekt zusammenfasst: „Geschichte wiederholt sich. Und wie es aussieht, lernen wir nur sehr selten etwas aus der Vergangenheit.“ S. 630FazitIch hoffe sehr, dass diese Reihe noch lange weitergeht, denn ich bin jedes Mal wieder aufs Neue total begeistert von der Ideenvielfalt und der Authentizität, die uns Oliver Pötzsch mit so viel Charme und Kompetenz in seinen Büchern näher bringt.© AleshaneeWeltenwanderer
Richard Wolf 16.03.2024 amazon.de
Auch dieses Buch des Autors ist tiefgründig recherchiert, damit glaubwürdig und - wie die anderen Bücher des Autors auch - unheimlich spannend. Der zum fünften fehlende Stern steht für meinen Wunsch nach sorgfältigerem Gegenlesen des Manuskripts, um kleine Ungereimtheiten zu vermeiden. S. 131: wer über schlammige Straßen fährt, wird sich kaum "Staub aus dem Mantel" klopfen können - S. 196: bei beiden Wachmännern geholfen, die Kinder auf die Welt zu bringen (dürften wohl die Frauen gewesen sein) - S. 294, 295, 309 wird dreimal die "halbe Stunde" bemüht, sehr viel häufiger noch das "schmale Lächeln" verschiedener Personen - S. 402: Braunkehlchen dürften nicht "zwischen Zweigen" zu beobachten sein, weil Vögel offener Wiesenlandschaften mit einzelnen Büschen, ein Rotkehlchen wäre hier besser
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