Ich liebe die Bücher von Rick Riordan. Auch wenn es mal nicht um Götter und ihre Schlachten und Geheimnisse geht, finde ich dieses Buch rundum gelungen. Es ist sehr leicht zu lesen. Sehr viel Phantasie ein wenig Traurigkeit und zum Schluß wieder wenig Zeit um den Gegner auf zu halten, bringt wieder sehr viel Spannung ins Spiel. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.
Das Buch setzt an Jules Vernes Roman „20.000 Meilen unter dem Meer“. Ana ist eine direkte Nachfahrin des berühmten Kapitän Nemo. Alles rund um dieses Buch ist wahr. Aber diese Erkenntnis macht Ana erst, als ihre Schule bombardiert wird und sie mit ihrer Klasse gerade so flüchten kann. Auf der Flucht und auf dem Stützpunkt der Lincoln Base erfährt Ana die Wahrheit. Die Technologien des Kapitän Nemos gibt es wirklich. Die Nautilus, ein U-Boot mit eigener KI, gibt es wirklich. Und genau diese KI hat Anas Eltern vor zwei Jahren getötet. Als Ana und ihre Mitschüler erneut angegriffen werden, muss sie sich selbst überwinden und setzt alles auf eine Karte, als sie die Nautilus betritt.Auch wenn das Buch so ein ordentliches Tempo hatte, hatte ich keine Probleme an die Charaktere anzuknüpfen. Ich hab es außerdem gefeiert, wie nerdig dieses ganze Buch ist. Sei es, dass es um Künstliche Intelligenzen geht, um Biologie, Technik oder Wissenschaften. Den ein oder anderen Fakt habe ich auf jeden Fall aufgesaugt.Was ich auch toll fand, war, wie die Charaktere aus so vielen verschiedenen Kulturen stammten. Ich meine, wir haben sogar einen Mormonen mit an Bord. Und auch wie Ana, mit ihren 14 Jahren, nicht nur mit dem Internat zu tun hat, sondern auch mit so authentischen Dingen wir Periodenschmerzen. Das sehe ich selten auch von männlichen Autoren, dass sie so was in ihren Middle-Grade / Kinderbüchern mit aufnehmen.Der Schreibstil war wie immer informativ und lustig. Rick Riordan hat es geschafft einem so alten Klassiker etwas modernes einzuhauchen, indem er die KIs mit eingebaut hat.Der Plot war sehr „schnell lebig“. Es dauert zwar seine ein paar Seiten, bis es so richtig los geht, aber dann haut die Handlung so richtig auf den Putz. Aber da es ein Einzelband ist, kann ich es verstehen, dass da nicht so viel Zeit ist, wie in seinen anderen Trilogien oder Pentalogien. Es gab Gefahren an jeder Ecke, Spannung und Aufregung. Als Leser wird man in sensationelle Szenen wie die Entdeckung einer Insel oder die Begegnung mit Nautilus geworfen.Auch richtig cool waren die Unterwasserkämpfe. Die waren so gut geschrieben.Wovon ich aber noch gerne mehr gesehen hätte, wäre etwas vom Internat selbst (bevor es zu gebombt wurde). Es hat mich etwas an die Foxfire Academy von Keeper of the Lost Cities erinnert, und diese Bücher sind meine Herzensbücher.Aber um nochmal alles zusammenzufassen: Es war ein aufregendes Abenteuer und ich lese alles von Rick Riordan was ich in die Hände bekommen kann. Denn mit diesem Autor macht man nie was falsch!Fazit:Der gute Rick Riordan hat mich wieder in eine neue Welt entführt. Leider ist „Tochter der Tiefe“ nur ein Einzelband und wird laut Autor auch so bleiben. Aber solange ich noch weitere Bücher von ihm kriege, ist das okay für mich! Das Buch war wirklich spannend, aber dadurch, dass es ein Einzelband ist, passiert alles sehr Schlag auf Schlag. Als Leser wird man direkt ins nächste Getümmel geworfen, sobald ein Handlungsstrang endet. Aber die Charaktere meistern super das Chaos und waren mir sehr sympathisch!4 von 5 Sternen!