Jede dritte Schwangerschaft endet in einer Fehlgeburt - und niemand spricht darüber Eva Lindner ist in der sechzehnten Woche schwanger, als sie ihr Kind verliert, vollkommen unvorbereitet. Ihre Geschichte findet sich tausendfach in Deutschland. Schätzungsweise jede dritte schwangere Frau erlebt eine Fehlgeburt. Trotzdem wird darüber kaum gesprochen. Stattdessen befeuern Mythen über die Ursachen von Fehlgeburten die Schuldgefühle und das Leiden der Frauen. Was muss sich ändern? Die Journalistin Eva Lindner hat mit Expert*innen und Betroffenen geredet und zeigt, wie wichtig es für uns alle ist, dass wir einen Weg aus dem Schweigen finden. 'Eva Lindner findet Worte für etwas, wofür es eigentlich keine Worte gibt. Und bricht mit einem der letzten Tabus unserer Zeit. Endlich.' Alexandra Zykunov, Autorin des Spiegelbestsellers Wir sind doch alle längst gleichberechtigt!
Bewertungen & Erfahrungen
4,8 von 5
5 Bewertungen
5 ★4
4 ★1
3 ★0
2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen
und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.
Redaktion20.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist ein unglaublich wichtiges und berührendes Werk, das die oft unbequemen Realitäten von Schwangerschaften auf eine sehr direkte und offene Weise beleuchtet. Ich bin tief bewegt von der Ehrlichkeit und den wertvollen Informationen, die Eva Lindner teilt.
Aus gegebenen Anlass bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und habe es als eine sehr große Hilfe empfunden. Die Mischung aus persönlichen Erfahrungen, Expertenmeinungen und Ausschnitten aus verschiedenen Studien war sehr abwechslungsreich und hat dieses sehr emotionale Thema gut aufgegriffen. Auch wenn ich beim Lesen mehrere Tränen verdrückt habe muss ich sagen, dass es mir im Endeffekt sehr geholfen hat. Ich würde es jedem empfehlen, auch, wenn man persönlich nicht betroffen ist, da es für das Thema Fehlgeburten sensibilisiert.
Das Buch Mutter ohne Kind - das Tabu Fehlgeburt und was sich ändern muss ist ein sehr bewegendes und emphatisches Buch. Das Buch hat mich sofort angesprochen, nicht nur, weil ich selber damit konfrontiert wurde, sondern auch, weil es ein unfassbar wichtiges, aber leider sehr trauriges Thema ist. Ich finde die Aufteilung des Buches super, dass die Kapitel immer den Namen einer Frau tragen und auch das die Autorin alle Aspekte der Fehlgeburt aufzeigt. Sie geht einfühlsam darauf ein, wie man sich als werdende Mutter fühlt, wenn man die Diagnose bekommt, dass man das Baby, welches man schon ins Herz geschlossen hat, gar nicht kennenlernen wird. Sie zeigt nicht nur, welche körperlichen Schmerzen sondern auch welche seelischen Schmerzen eine Fehlgeburt mit sich bringen. Sie macht deutlich, dass jede Fehlgeburt, egal ob am Anfang oder tragischer Weise zum Ende hin die Mutter und auch den Vater in einer Trauer versinken lassen können und zeigt für Außenstehende, wie man sie unterstützen und begleiten kann. Denn ich finde es toll, dass dieses Buch nicht nur für Betroffene ist, sondern auch für Personen, die einfach gerne mehr dazu erfahren möchten und ggfs. Anregungen brauchen, da in ihrem näheren Umfeld so etwas passiert ist. Sie geht auf die Ängste der Personen ein und zeigt, was es heißt, eine Fehlgeburt zu durchleben. Und auch wenn einem vorher bewusst ist, wenn man schwanger wird, dass es immer zu Komplikationen, oder im schlimmsten Fall zu einer Fehlgeburt führt, unsere Gesellschaft leider in dieser Hinsicht grauenvoll ist. Mit Sprüchen wie ,so weit warst du Nicht’, „beim nächsten mal klappts dann“, oder ‚dann sollte es jetzt nicht sein‘ helfen wir betroffenen nicht. Ich finde die Herangehensweise der Autorin sehr gut und finde, dass dieses Buch hilft, dieses Thema endlich aus der Tabu-Zone zu holen. Denn „nur“ weil dieser Mensch noch gar nicht existierte, ist es nicht weniger tragisch, dass man ihn nicht mehr kennenlernen kann.
Worum geht’s?Jede 3. schwangere Frau erlebt schätzungsweise eine Fehlgeburt, doch die wenigsten sprechen darüber. Auch Eva Lindner hat ihr Kind verloren. Sie möchte das Tabu brechen und erzählt von sich sowie anderen Betroffenen.Meine Meinung:„Mutter ohne Kind – Das Tabu Fehlgeburt und was sich ändern muss“ ist ein Sachbuch von Eva Lindner, das ein wirklich schwieriges Thema anspricht. Ein Thema, das leider viele selbst erlebt haben, das Thema Fehlgeburt oder Stille Geburt. Ihr Schreibstil ist für ein Sachbuch gut, flüssig und klar verständlich leserlich. Dennoch musste ich immer mal wieder Pause machen und das Gelesene sacken lassen, da es doch ein intensives Thema ist.Eva Lindner schreibt über ihre eigene Stille Geburt und auch über die Erfahrungen anderer Frauen. Vieles wusste ich bereits, aber dass die Medizin hier so schlecht aufgestellt ist, was insb. Den psychologischen Umgang mit Patientinnen angeht, war mir so nicht bewusst. Sie stellt dar, wie alleingelassen Mütter oft sind. Wie sie am Tag nach einer Kürettage direkt wieder zur Arbeit müssen, falls der Arzt keine Krankmeldung ausstellt. Und auch darüber, wie in anderen Ländern mit Frauen umgegangen wird, die eine ungewollte, traumatische Fehlgeburt haben.Aber nicht nur das traumatische Erlebnis an sich spricht die Autorin an, wir lesen auch über die Gesetzeslage in unterschiedlichen Ländern. Es gibt Länder, da werden solche Frauen wegen Totschlags zu mehreren Jahren oder Jahrzehnten Haft verurteilt. Wirklich grausam. Außerdem darüber, dass die meisten Forschungsergebnisse aus Übersee kommen, weil es in DE bzw. EU kaum Forschungen hierzu gibt. Anhand von Beispielen betroffener Frauen behandelt sie auch weitergehende Themen, wie die Feststellung z.B. einer Trisomie 21 und der Umgang bzw. die Verarbeitung nach einem Verlust. In den ersten Kapiteln gab es aufgrund sehr vieler Zahlen für mich ein paar Längen und auch das Gendern – man kann es mögen oder auch nicht – hat das Lesetempo zeitweise doch erschwert. Ansonsten fand ich das Buch intensiv, erhellend und auch spannend, was wir alles nicht wissen. Die Autorin informiert über wirklich alle Stadien zum Thema Mutter ohne Kind. Vom Verlust am Anfang einer Schwangerschaft, über eine Totgeburt, über den weiteren Kinderwunsch, die Traumabewältigung etc. Auch wenn auf den wenigen Seiten einiges nur kurz angesprochen werden kann, ist dieses Buch doch ein wertvoller Ratgeber für Frauen, die sich in so einer Situation befinden. Und ein wichtiges Buch, das hoffentlich aufweckt und auch zeigt, dass Medizin und Politik hier und auch beim Thema Frauengesundheit allgemein mehr tun müssen. Eine klare Leseempfehlung von mir!Fazit:Das Sachbuch „Mutter ohne Kind – Das Tabu Fehlgeburt und was sich ändern muss“ ist ein wirklich spannender und informativ wertvoller Ratgeber, in dem Eva Lindner nicht nur ihre eigene Fehlgeburt beschreibt und ihre Gefühle, sondern auch mit anderen Betroffenen spricht, die sie hier zu Wort kommen lässt. Bis auf einige Längen am Anfang, bei denen mir einfach zuuu viele Zahlen waren, habe ich das Buch interessiert gelesen. Sie geht auf alle Themen ein von einer frühen Stillen Geburt, über eine Totgeburt bzw. die Geburt eines nur kurz lebenden Kindes, den weiteren Kinderwunsch bis hin zur Trauerbewältigung. Sie zeigt auf, was in Medizin und Politik für Schwachstellen vorhanden sind und spricht an, was sich ändern muss.Ein informatives und wertvolles Buch – 4 Sterne von mir
Deine Bewertung *
0/2000
Bewertungen werden nach Prüfung veröffentlicht. Bitte bleibe sachlich und fair.
* Alle Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten. Preise und Verfügbarkeit können sich seit der letzten Aktualisierung geändert haben.
Beim Klick auf „Zum Angebot" oder „Zum Shop" verlässt du testmonster.de und wirst zum jeweiligen Händler weitergeleitet.
testmonster.de erhält ggf. eine Provision — für dich entstehen keine Mehrkosten.
Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.