Nachkriegskinder: Die 1950er Jahrgänge und ihre Soldatenväter
Bild 1
Bild 2
Soziologie-Referenz EAN 9783608980523

Nachkriegskinder: Die 1950er Jahrgänge und ihre Soldatenväter

Hersteller: Klett-Cotta  ·  MPN: 1070932
4,6/5 (5 Bewertungen)
Günstigster Preis
12,00 €
inkl. MwSt.
Verfügbar bei averdo DE Versand: k.A.
Bei 1 Anbieter im Vergleich
Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 19:39 Uhr
Bei averdo DE kaufen — 12,00 € Verfügbar · inkl. MwSt. · Versand k.A.

Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
Klett-Cotta
EAN
9783608980523
Hersteller-Artikelnr.
1070932
Kategorie
Soziologie-Referenz
Durchschnittsbewertung
4,6 / 5 (5 Bewertungen)
Günstigster Preis
12,00 € (averdo DE)
Anbieter im Vergleich
1 Shops

Produktbeschreibung

Die 50er Jahre: Zeit des Wirtschaftswunders und des Neuanfangs. Man schaute nach vorn. Die Nachkriegskinder wurden aber in Familien hineingeboren, auf denen Kriegserlebnisse und Erfahrungen von Gefangenschaft, Vertreibung und Schuld lasteten. Wie hat sich all das auf die eigenen Lebensmuster ausgewirkt? Nachkriegskinder sind in etwa die Jahrgänge bis 1960 - in West und Ost. Ihre Eltern waren keine Kriegskinder, sondern haben als Erwachsene den Krieg mitgemacht, die Väter meist als aktive Kriegsteilnehmer. Heute fangen deren Kinder an, sich mit ihrer Jugend zu beschäftigen. Sie wollen wissen,

Bewertungen & Erfahrungen

4,6 von 5
5 Bewertungen
5 ★ 3
4 ★ 2
3 ★ 0
2 ★ 0
1 ★ 0

Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.

Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.

Redaktion 12.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Ein wunderbares Buch, das einen tollen Einblick in die Zeit der Nachkriegskinder und das Wirtschaftswunder gibt. Sehr empfehlenswert für alle, die sich für diese Epoche interessieren.
Redaktion 12.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Gut!
C. Mathieu 20.04.2024 amazon.de
Auch ich habe als Einzelkind unter einer aeusserst rigiden Erziehung mit Pruegeln (bis ich 19 Jahre alt war) sehr gelitten, und suche bis heute nach befriedigenden Antworten, die das mir unverstaendliche Verhalten meiner intellektuellen Eltern (Arzt, Uebersetzerin, beide haben studiert, als sie sich kennenlernten) erklaeren, denn von meinen Eltern habe ich sie nicht bekommen. Die sitzen seit mehr als 16 Jahren (als ich begann, mit ihnen darueber zu sprechen) auf dem hohen Ross und behaupten, sie haetten alles richtig gemacht mit meiner Erziehung, und Pruegel waren damals gang und gaebe. Leider!Erschwerend kam in meinem Fall noch hinzu, dass mein Vater mir verbal ueberlegen war und mich grundsaetzlich nicht ausreden liess, denn das haette ja seine Erziehungsmethoden in Frage gestellt.Ausserdem sei ich schwer erziehbar gewesen und haette Widerworte gehabt. Nun, nach den 4 Buechern zu diesem Thema begreife ich allmaehlich, dass ich alles andere als schwer erziehbar war und dass jedes Kind Widerworte hat - oft schon allein deshalb, weil man eine Massnahme der Eltern nicht begreift und fragt, warum sie es so machen und nicht anders. Aber unsere Generation durfte ja nichts hinterfragen und anzweifeln, was von den Eltern kam! :(Mit 18 Jahren ging ich mit einer aufgeplatzten Wunde am Hinterkopf (mein Vater haette mich fast totgeschlagen, haette meine Mutter nicht eingegriffen) zu einem Arzt, aber ohne Krankenschein weigerte er sich, mich zu sehen. Daraufhin versuchte ich, meinen Eltern die Vormundschaft ueber mich entziehen zu lassen, aber das Vormundschaftsgericht liess sich von meinem wortgewandten Vater einwickeln und fuer ein weiteres Jahr musste ich regelmaessig Pruegel und Strafen erdulden, bis ENDLICH das Volljaehrigkeitsalter am 1.1.75 auf 18 Jahre hinuntergesetzt wurde. Das hat mich gerettet.Hier noch eine private Anmerkung, die nichts mit dem Thema "Erziehung mit Pruegeln" zu tun hat: was ich meinen Eltern ausserdem bis heute nicht verziehen habe, ist die Tatsache, dass sie mir ein Austauschjahr in den USA nicht ermoeglicht haben (es war kein finanzielles Problem!). Das war mein groesster Wunschtraum als Kind und als Teenager und fuehrte letzten Endes zu meiner spaeten Auswanderung in die USA.Dies war nun das 4. Buch zum Thema Nachkriegskindheit, und so gut die drei anderen auch waren (Die gepruegelte Generation, Seelische Truemmer, Wir Kinder der Kriegskinder..."Die gepruegelte Generation" half mir persoenlich ganz besonders!), mit diesem Buch von Sabine Bode konnte ich mich besonders gut identifizieren dank der interessanten und sehr offen geschilderten Fallbeispiele. Fast auf jeder Seite hatte ich Aha Erlebnisse (obwohl mein Vater nicht im WW II gekaempft hat, er war erst 13, als der Krieg zu Ende war). Erschwerend kam hinzu, dass beide Eltern Fluechtlinge waren.Zwar kann uns im Nachhinein niemand die kaputte Kindheit gegen eine harmonische Kindheit austauschen, diese scheusslichen Erinnerungen an unsere ausser sich vor Wut zuschlagenden Eltern schleppen wir fuer den Rest unseres Lebens mit uns herum (und den Groll auf unsere Eltern ebenfalls!), aber immerhin gibt es Antworten und Erklaerungen in Fachbuechern, was mehr ist als mir in den vergangenen 5 Jahrzehnten zur Verfuegung stand, wo ich sicher war, ein Einzelfall gewesen zu sein.Klassenkameradinnen vom Gymnasium behaupteten damals grundsaetzlich, von ihren Eltern nicht gepruegelt zu werden. Heute weiss ich, das das oft wishful thinking gewesen sein muss.Ich danke Frau Bode fuer ihre Recherche und den in ihrem Buch geschilderten Menschen danke ich fuer ihr Vertrauen und ihre Offenheit gegenueber der Autorin.Mit Sicherheit werde ich nun auch die anderen Buecher von Sabine Bode in Angriff nehmen.Fuer weitere(n) Buch-Tips bin ich (wie immer) sehr dankbar.Ein paar gute Erinnerungen habe ich trotzdem an meine Kindheit, naemlich die bei der Grossmutter verbrachten Ferien, wenn meine Eltern ohne mich in Urlaub nach Suedeuropa fuhren. Und die wunderbaren CFF Filme fuer Kinder aus England, die in den 60er Jahren im ARD Nachmittagsprogramm ausgestrahlt wurden. Ganz besonders aber die Enid Blyton Buecher (Fuenf Freunde, Abenteuer Serie, Raetsel Serie) und die Engelbert Verlag Fernsehbuecher (PEB), die mich fuer ein paar Stunden meine unerfreuliche Kindheit vergessen liessen. Das sind die Dinge, fuer die ich rueckblickend dankbar bin (und die mich mit Sicherheit davor bewahrt haben, den Verstand zu verlieren).Als ich 14, 15 Jahre alt war, wollte ich nur noch eins: raus aus dieser furchtbaren Kleinfamilie. Meine Alptraeume hoerten auf, als ich mit 19 Jahren im Oktober 1974 ENDLICH ausziehen "durfte".
A.W. 20.04.2024 amazon.de
Alle drei Bücher sind empfehlenswert!Wer sich selbst, seine Eltern und Großeltern besser verstehen will, ....Es macht nichts ungeschehen, aber vielleicht kann man das Eine oder Andere besser verzeihen.Ich kann für mich schreiben, meine Eltern (Nachkriegskinder "35"- / vergessene Generation "26-Jahrgang" sind durch die Hölle gegangen.Sie haben geschwiegen, was ich auch verstehen kann.Eigentlich hätten sie keine Kinder bekommen dürfen, denn wir "Kriegsenkel" haben viel von ihrem Leiden und Traumata übernommen.Und leiden manchmal aus unerklärlichen GründenMann versteht es, wenn man es liest. Für mich haben sich viele Fragen aufgelöst, beantwortet.
Sagittarius 20.04.2024 amazon.de
Nachdem der Dreiteiler über Mütter und Väter im Fernsehen lief, las ich dieses Buch von Sabine Bode. Als Noch-Kriegs-Kind gehöre ich ebenfalls zu dieser Generation,kann also vieles, was dort beschrieben worden ist, wiedererkennen.Prügel mit dem Rohrstock,Sprachlosigkeit in der Familie,relative Beziehunglosigkeit,Kälte. Alles wieder erkennbare Phänomene.Und dennoch denke ich nach der Lektüre: es war nicht rosig, aber im Vergleich zur Eltern-Generation, im Vergleich zur Kinder-Generation, warum beklagt sich diese Generation? Sie hat keinen Krieg erlebt, sie ist groß geworden in sich zunehmend besseren wirtschaftlichen Verhältnisse, sie hat wegen der Prosperität einen angemessen Beruf ergreifen können, zumeist lebenslang beschäftigt und genießt jetzt eine Versorgung als RentnerIn, von der die nachfolgende Generation nicht einmal wird träumen können.Über die Eltern-Generation den Stab zu brechen, gibt es keinerlei moralische Berechtigung. Diese hatte Herausforderungen, denen wir doch auch nicht gewachsen gewesen wären.Ich habe ein Leben lang beruflich mit der Anpassung der Nachgeborenen zu tun gehabt. Mitmachen ist Normalverhalten. Wissenschaftlich bestätigt von Milgram. In uns schlummern fatale Neigungen zum Quälen, herausgefunden von Zimbardo. Mit welchem Recht sollte man den Eltern vorwerfen, bei den Nazis mitgemacht zu haben? Die Wut der 68ziger war wohl der notwendigen Abnabelung von der bleiernen Zeit der 50ziger geschuldet. Sie ließ massiv nach, wenn man selbst die Posten bezogen hatte, die vorher die Eltern-Generation besetzt hat.Im Buch wird von einer Person berichtet, die einen Therapeuten floh, der Versöhnung riet. Man wollte Abrechnung, Heimzahlen,nicht Versöhnung. Diejenigen, die in der Wut und dem Unverständnis beharren, verlängern durch genau diese Haltung die verheerende Situation der Elterngeneration, die inzwischen ja überwiegend verstorben ist. Durch das Verharren im Mißbehagen gibt man dies sogar an die Kinder-Generation weiter.Ich habe also das Buch über meine Generation gelesen,aber mich mit den anklagenden Teilen nicht verbinden können. Je mehr man Betroffenheiten pflegt( mit deren Aufarbeitung Geld verdient),desto weniger entwickelt sich wirklich ein anderes Leben.Ich finde es sinnvoll, dass sich die Nachkriegsgeneration weniger als Opfer der Elterngeneration definiert, sondern eher fragt, welche Verantwortung sie für das Wohlergehen der Kindergeneration hat. Wie fühlen sich unsere Kinder mit unsicheren Lebensumständen, reduzierten Arbeitsbiographien, wenn sie uns wohlversorgt auf Kreuzfahrten wähnen dürfen? Die eigene Rolle als Verantwortlicher zu reflektieren,scheint mir notwendiger, als die Frage, welche Verantwortung unsere Eltern wahrgenommen haben.
Preisvergleich
1 Angebot gefunden

* Alle Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten. Preise und Verfügbarkeit können sich seit der letzten Aktualisierung geändert haben. Beim Klick auf „Zum Angebot" oder „Zum Shop" verlässt du testmonster.de und wirst zum jeweiligen Händler weitergeleitet. testmonster.de erhält ggf. eine Provision — für dich entstehen keine Mehrkosten. Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.

Weitere Produkte von Klett-Cotta
Weitere Produkte in „Soziologie-Referenz"
Alle in Kategorie →