Viele Kinder warten bereits jetzt auf den Nikolaus, der in der Nacht zum 6. Dezember in die Häuser kommt und kleine Geschenke und Süßigkeiten in die geputzten Stiefel steckt. Nur wenige Kinder wissen, dass der Brauch vom Nikolaus auf den gleichnamigen Heiligen zurückzuführen ist, der in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts in der kleinasiatischen Region Lykien, heute der Türkei, lebte.Autorin Antoinette Lühmann bereitet „Die Geschichte vom heiligen Nikolaus“ und seinen Taten in dem wunderschön illustrierten Bilderbuch für Kinder ab 3 Jahren auf.Nachdem Gott die Welt, die Bäume, Blumen, Tiere und Menschen geschaffen hatte, wollte er, dass die Menschen gut zueinander sind. Sie sollten sich gegenseitig helfen und unterstützen. Die Menschen erzählten sich von Gottes Wünschen und auch der kleine Junge namens Nikolaus wuchs mit diesem Wissen auf. Von seinen Eltern wurde ihm von Gott und dessen Sohn Jesus erzählt. Nikolaus, der Jesus Nächstenliebe schätzte, wollte so werden wie er, genauso freundlich und hilfsbereit. So schützte er schon seine Freunde und war ihnen immer wohlgesinnt.Als Nikolaus älter wurde, entwickelte er einen Sinn für Ungerechtigkeit. Ihm wurde bewusst, wie gesegnet sein Leben war. Er lebte in einem großen Haus, besaß Kleidung und genug zu essen, während andere auf der Straße lebten und hungern mussten. Der Wunsch, jenen zu helfen, denen es schlechter ging als ihm, wuchs.Als er eines Tages mitbekam, wie ein Vater seine Töchter wegzugeben plante, damit sie bei ihm nicht verhungerten, schmerzte ihn dies sehr. Des Nachts warf er der Familie Gold ins Haus, damit sie keinen Hunger mehr leiden mussten und zusammenbleiben konnten. Von diesem Tag wanderte er nachts durch die Straßen, hörte heimlich die Gespräche der Menschen durch die offenen Fenster und warf heimlich jenen Gold ins Heim, die es gebrauchen konnten. Die Menschen fand heraus, dass Nikolaus der Wohltäter war und machten ihn zum Bischof der Stadt.Als eine lange Dürre für schlechte Ernten sorgte, litten die Menschen Myras große Not. Nikolaus, der alles in seiner Macht stehende getan hatte, besann sich auf seinen Glauben. Er glaubte fest daran, dass Gott ihn und die Menschen seiner Stadt nicht länger Not leiden lassen würde. Und für sein Gottvertrauen wurde Nikolaus belohnt. Sein Glaube und seine Zuversicht stärkten die Menschen von Myra über seinen Tod hinaus. Dass man anderen helfen kann, einem selbst geholfen wird und das manchmal ein Wunder passiert, ist in den Geschichten über Bischof Nikolaus bis heute übermittelt. An seinem Sterbetag, dem 6. Dezember, wird zu seinen Ehren in Deutschland und in anderen Ländern die Beibringung kleiner Geschenke zelebriert.In satten Farben bringt Daniele Fabbri die Welt, die von Gott geschaffen wurde, zum Leuchten. Flora, Fauna und Menschen verschmelzen zu einer harmonischen Einheit. Der Handlungszeit entsprechend sind Nikolaus und die Menschen um ihn herum in weite Kutten gekleidet, die den biblischen Hintergrund gut zum Ausdruck bringen. Sonnige Momente, aber auch die gefährlich brandende See sind charakteristisch eingefangen und verdeutlichen so anhand der Bilder die Geschichte für die Zielgruppe auch optisch.