Ihre Mandanten sind reich, mächtig, prominent - und mit allen Wassern gewaschen. Sie schätzen Eliza Roth-Schilds Geschick bei der Informationsbeschaffung (über unlautere Methoden wird freimütig hinweggesehen) und ihre Diskretion. So auch Kuno Schenk, der sich vom Sanitärinstallateur zum Selfmade-Millionär gemausert hat. Seine Tochter beabsichtigt, einen gewissen Ken Bauer zu heiraten, doch der Vater hegt Zweifel an den Absichten des Zukünftigen. In kurzer Zeit ist der Mann zu viel Geld gekommen, und obwohl seine Geschäfte inzwischen weniger gut laufen, wächst Bauers Privatvermögen weiter an. A n seiner Geburtstagsparty soll Eliza den Schwiegersohn in spe intensiv durchleuchten. Nicht weniger als ein ganzes Grand Hotel am Ufer des Bodensees hat er sich selbst zu Ehren gemietet. Im Anschluss will er im kleinen Kreis auf seinem opulenten Hausboot weiterfeiern. In ihrem ersten Leben als Unternehmergattin waren Kreuzfahrtschiffe und Luxusliner Elizas zweites Zuhause, und so mischt sie sich unter die exklusive Gästeschar. Bei ihren Spionagen unterstützt wird sie von Taxifahrer Herrn Wälti, der Eliza in den dunkelsten Stunden zur Seite stand und in dem ungeahnte Talente schlummern. Denn als Chauffeur taugt er nicht nur an Land, sondern auch auf dem Wasser, und sein analytischer Blick lässt jeden FBI-Profiler blass aussehen.
Bewertungen & Erfahrungen
4,5 von 5
4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion10.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein sehr interessantes Buch mit einer spannenden Geschichte, allerdings finde ich die Auflösung etwas zu schnell.
Wie immer genial. Kaum erhalten, schon ausgelesen, geradezu weggesuchtet habe ich diesen neuen Roman des Schweizers, dessen Bücher Garanten sind für geniale Unterhaltung.Auch wenn ich seine Frau Morgenstern viel lieber mag - die Romane haben mehr Tiefgang, sind spannender und die Plots verwickelter und damit interessanter - so ist Eliza Roth-Schild eine viel zu schillernde Frau, um sie nicht zu mögen. Um ihren Auftrag zu erfüllen, scheut sie keine Gefahr, keine Tricks und keinen doppelten Boden. Dabei schießt sie dann manchmal über das Ziel hinaus und kommt nur dank hilfsbereiter Männer wieder aus der Bredouille heraus.Überhaupt sind die Männer um sie herum der Zucker ihres Lebens. Da ist ihr Mitbewohner Fabio, ihr Taxifahrer Wälti, der diesmal eine entscheidende Rolle bekommt. Und da ist der Mann, den sie vielleicht liebt, Pierre. Darum herum gibt es weitere Männer, die Eliza um ihre Finger zu wickeln versteht, so dass sie am Ende stets erreicht, was sie will. Auch wenn es nicht immer ohne Blessuren abgeht.Diesmal soll sie den künftigen Schwiegersohn des Sanitär-Millionärs Kuno Schenk durchleuchten. Denn dessen Tochter ist kein verlockender Anblick, so dass Schenk sich über das Interesse des schönen Ken wundert und dahinter eher Interesse an seinem Vermögen vermutet. Als Eliza also zur Tat schreitet, entdeckt sie ganz andere Dinge als erwartet und findet heraus, womit dieser attraktive, geheimnisvolle Schönling sein Geld verdient. Dabei gerät sie dann natürlich auch selbst in Gefahr.Parallel gerät Fabio in Liebesdingen in die Bredouille, denn die Liebe verläuft gar nicht so wie er es gerne hätte. Das geht dann Eliza ähnlich, die ihren Freund Pierre, dessen Gefühle sie erwidert oder auch nicht, ein bisschen auf Abstand halten möchte. Was dann allerdings zu einigen Missverständnissen führt.Ein herrlicher, witziger, spannender Roman, dessen Seiten man nicht schnell genug umblättern kann. Gerne mehr von Eliza und ihren kuriosen Aufträgen.Marcel Huwyler – Der lila Seeteufelatlantis, Juli 2023Taschenbuch, 190 Seiten, 17,90 €
Eliza Roth-Schild ist eine Marke für sich ;-) in dieser kriminell-vergnüglichen Geschichte!Nachdem ich vor einigen Monaten die Figur der Violetta Morgenstern in der nach ihr benannten Krimi-Serie „Frau Morgenstern und…“ kennen und lieben gelernt habe, war ich gespannt auf diesen anderen, von Marcel Huwyler ins Leben gerufenen Charakter der Eliza Roth-Schild (wichtig: der nahezu unsichtbare Bindestrich im Nachnamen). ;-)Als ich mit der Lektüre begann, gingen mir einige Gedanken durch den Kopf: gibt es zwischen Eliza und Violetta Parallelen? Ähneln sie sich womöglich? Ist Frau Roth-Schild eine andere Version der Frau Morgenstern? Finde ich an dieser Geschichte rund um Eliza genauso Gefallen wie an den Geschichten rund um Violetta? Fragen über Fragen. ;-)Bevor ich auch nur eine einzige dieser Fragen beantworte, muss ich erstmal etwas zum Schreibstil sagen. Schon mit dem ersten Satz ist man in der Geschichte angekommen und mit allen darauffolgenden Sätzen wird man nicht nur bestens, sondern zudem auch mit wortschöpferischer Sprachakrobatik und (be)merkenswert kreativen Wort- und Satzgebilden unterhalten!Eigentlich schreibe ich mir solch kreative Wort-Kombinationen und Wort-Spielereien, wie sie hier zu meiner großen Freude immer wieder vorkommen, gerne auf, aber dann käme ich nicht zum Lesen. Welch wunderbarer Schreibstil, welch amüsante Wort-Modellagen und welch beeindruckende Sprachgewandtheit!Und wo ich gerade so von der Sprache schwärme, fallen mir Sprachen und die zahlreichen, sich in dieser Geschichte tummelnden und in der Schweiz wohl geläufigen, in anderen deutschsprachigen Gefilden aber nicht so bekannten Ausdrücke ein, die sich glücklicherweise oft aus dem Zusammenhang heraus selbst erklären und die diesem Buch eine ganz besondere Note, sozusagen einen schweizerischen Akzent verleihen.Hier nun so gar nichts Inhaltliches wiederzugeben, fällt mir zwar schwer, aber erstens sollte bzw. muss dafür die Kurzbeschreibung des Buches reichen und zweitens möchte ich zukünftigen Lesern weder die spannende Unterhaltung noch die unterhaltsame Spannung rauben. ;-)Nur so viel: diese Geschichte mit all ihren Charakteren, ganz besonders natürlich mit denen der taff-pragmatischen Eliza Roth-Schild und ihrem einfalls-hilfreichem Täxeler, Herrn Wälti, sowie Elizas liebes(be)trunkenem Mitbewohner Fabio ist ein kriminell-spannendes und sprachlich-amüsantes Abenteuer.Schlussendlich bin ich noch ein paar Antworten schuldig. Ja, es gibt zwischen Eliza und Violetta Parallelen, aber auch zahlreiche Unterschiede. Sie ähneln sich nur marginal, denn sie sind ganz eigene Charaktere, was man gerne doppeldeutig interpretieren darf. ;-) Frau Roth-Schild ist keine andere Version der Frau Morgenstern, denn sie ist…anders. Sie ist eine Marke (für sich), und genau das will sie ja auch sein. ;-)
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.