Die Alhambra ist das berühmteste Bauwerk Südspaniens und die einstige Stadtburg der letzten maurischen Herrscher in Al-Andalus. Vier Monate lang lebte dort 1829 der amerikanische Schriftsteller Washington Irving und beschrieb in berauschenden Farben das Land, die Stadt und den Palast, erzählte vom Leben seiner Bewohner, von ihren Geheimnissen und den Legenden vergangener Zeiten. Er schuf ein reiches und bezauberndes Porträt, das zur Wiederentdeckung und Restaurierung der damals schon verfallenden Burg und heute attraktivsten Sehenswürdigkeit Andalusiens wesentlich beitrug.
Bewertungen & Erfahrungen
4,0 von 5
6 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion02.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein sehr interessantes Buch über die Alhambra, das viel über die Geschichte und Architektur dieser beeindruckenden Anlage erzählt. Allerdings könnte man für tiefergehende Details noch etwas mehr Informationen wünschen.
Redaktion02.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein interessantes Buch, das einen guten Einblick in die Geschichte der Alhambra gibt, allerdings sind die Details manchmal etwas zu dicht.
Washington Irvings Beschreibung der Alhambra in Granada liest sich vielleicht am Besten kurz nachdem man diese besichtigt hat. Wir haben das so gemacht: Besuch der Alhambra und des Nasridenpalastes, Buch auf den Kindle geladen und am nächsten Tag nochmals in den Generalife, den Sommerpalastgarten der Alhambra (für den man keine Tickets vorbestellen muss), dort haben wir uns ein schattiges, ruhiges Plätzchen gesucht und dann die "Erzählungen" gelesen.Darin liest man dann, wie Irving die Alhambra in einem Zustand "entdeckt" hat, den man sie sich heute, wo täglich Tausende dieses Wunder besichtigen, kaum mehr vorstellen kann: bewohnt, von wenigen Menschen, oft Außenseitern der Gesellschaft, aber auch einigen, die auf den Kunstschatz des Nasridenpalastes aufpassen und die wenigen Reisenden, die sich Anfang des 19. Jahrhunderts nach Granada verirren, durch die Anlage führen und ihnen historische Wahrheiten und allerlei Legenden darüber nahebringen.Irving beschreibt, wie er sich als Privilegierter im königlichen Wohntrakt einrichtet, assistiert von Mateo - einem hijo de la Alhambra (Sohn der Alhambra) - der ihm allerlei Schnurren und Märchen über die verschiedenen Bauteile der Anlage liefert und sonst versucht, ein unverzichtbarer Gehilfe während Irvings Aufenthalt zu werden. Erzählt wird aber auch die Geschichte der Alhambra, wie sie von den Mauren erbaut wurde, wie diese Periode der Toleranz zu einer kulturellen Hochblüte geführt hat und wie schließlich die Barberei der Reconquista, also der christlichen Wiedereroberung Südspaniens vieles von dem ruinierte, was zuvor aufgebaut wurde, im architektonischen wie im gesellschaftlichen Sinne. Zusätzlich gibt es natürlich eine Menge Beschreibung der einzelnen Gebäude und Gartenanlagen, im Stile der damals üblichen Sprache.Das war für mich der interessantere Teil des Buches, die daran anschließenden Geschichten und Sagen, die sich um ein mehr als 1000 Jahre altes Bauwerk zwangsweise ranken, waren zwar teilweise unterhaltsam, manchmal ein bisschen zu belehrend, aber es kann auch sein, dass ich da schlicht nicht zur Zielgruppe gehöre, Geschmäcker sind schließlich verschieden.Insgesamt aber handelt es sich um eine Lektüre, auf die man rund um einen Besuch dieses spanischen Weltkulturerbes nicht verzichten sollte.
Aktuelle Reiseführer ähneln multimedialen Informationssplitterbomben: Der Reisende wird derart mit Fakten, Tipps und To do Listen überhäuft, dass an Ruhe, Entspannung, Muße nicht zu denken ist. Sie sind treue Begleiter des Urlaubers hin zum Holiday Burnout – somit in hohem Maße zeitgemäß.Der Amerikaner Washington Irving hat 1829 Andalusien bereist und mehrere Monate in der Alhambra gewohnt. Er beschreibt romantisierend seine Reise und fügt eine Vielzahl von ineinander verschachtelten Sagen, Märchen und Geschichten des „roten Palastes“ bei. Damit haucht er dem stets überfüllten Touristenspektakel eine Seele ein. Da funkeln in den Mauernischen goldene Schatztruhen, holde Prinzessinnen emanzipieren sich von ihrem herrschsüchtigen Vater und anständigen aber armen Burschen wird nach vielen Prüfungen wie durch Zauberhand doch ein Leben in Wohlstand zuteil. Die sagenhaften maurischen Herrscher haben sich in verzauberte Berge zurückgezogen und warten auf die Wiederkunft ihres goldenen Zeitalters (der Kyffhäuser lässt grüßen). Köstlich die Nutzgemeinschaft eines greisen Königs mit einem ebenso uralten gandalfigen Magier, der dem König eine Art Radarsystem für einfallende Feinde installiert. Die Freundschaft zerbricht, natürlich, wegen einer jungen Frau, in diesem Falle der geheimnisvollen „Tochter eines Gotengrafen“...Die sozialen Bedingungen seiner real erlebten Gegenwart interessieren den Autor weniger, bzw. werden gar nicht wahrgenommen oder ins Pittoreske verklärt. Die Feststellung „arm aber glücklich“ reicht Herrn Irving völlig.Dennoch, mit seinen aufgeschnappten Märchen und Sagen untermauert Irving seinen romantischen Reisebericht, er regt unsere Phantasie an und mythifiziert das Bauwerk. Dadurch wird die Alhambra zum magischen Ort für Träumereien.Mein Rat: Wenn Sie die Alhambra besuchen, lesen Sie vorher das Büchlein und verlassen Sie für ein Stündchen die von den Touristenhorden getrampelten Pfade, suchen Sie sich ein nicht so bevölkertes Plätzchen auf und kommen Sie dort zur Ruhe. Vielleicht lesen Sie vor Ort noch einmal eine der Erzählungen, die Ihnen besonders gefallen hat. Der Zauber der Alhambra wird sich Ihnen erschließen! 4 Punkte.
Das Buch ist schon alt, aber in gutem Zustand mit einem intakten Plastik-Schutzumschlag. Es kam schnell bei mir an.Es handelt sich um die Reiseerlebnisse eines amerikanischen Herrn aus dem Jahre 1817 usw. als er in Andalusien unterwegs war und längere Zeit in der Alhambra in Granada logierte.Die Erzählungen sind sehr schön. Sie beschreiben teils selbsterlebtes und Sagen und Geschichten die ihm Spanier erzählen die er unterwegs und dort in Granada kennenlernt.Er schreibt sehr nett und einfühlsam über Land und Leute. Er mag die Andalusier mit Ihrem Temperament und ihrer Lebensart und bewundert wie die sehr arme Bevölkerung ihr Leben meistert mit Gesang und Tanz, obwohl es ihnen oft am Nötigsten fehlt. Deshalb haben sie auch immer den Traum einmal Gold zu finden das die Mauren vor Ihrer Flucht vergraben haben um auch einmal reich und sorglos zu sein. Damals waren die Unterschiede zwischen arm und reich viel extremer als heute.Wer die Alhambra einmnal selbst gesehen hat kann sich vorstellen was er sieht und beschreibt. Das ist fast wie ein kleiner Urlaub....Ich bin auf dieses Buch gestossen, da ich dieses Frühjahr in Granada und der Alhambra war und sie mich ebenfalls begeistert hat.Ich bin positiv überrascht von diesem Buch.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.