Alle drei Teile der Sythe-Reige habe ich hintereinander gelesen. In jeder freien Minute, an jedem Ort habe ich gelesen.Unglaublich spannende Geschichten, unerwartete Wendungen, starke, sympathische Protagonisten und ebenso starke und hassenswerte Antagonisten.Die Spannung hält bis zum letzten Punkt an und macht süchtig.
Die Welt in der Citra lebt scheint eine perfekte Welt zu sein - Armut, Krankheit und selbst den Tod gibt es nicht mehr. Das Alles konnte die Menschheit auf Grund des technologischen Fortschritts hinter sich lassen. Doch Menschen müssen trotzdem sterben, da ansonsten die Überbevölkerung droht. Hierzu gibt es das Scythetum, unter dessen ehrenwerter Anleitung die Scythe die Menschen "nachlesen". Die Scythe genießen ein hohes Ansehen bei den Menschen, jedoch will selbstverständlich niemand Besuch von ihnen erhalten, da dies einem Todesurteil gleicht steht.Als ein Scythe dann vor dem Haus von Citra und ihrer Familie steht kann Citra ihre Abneigung nicht verstecken. Kurze Zeit später wird sie jedoch unerwartet von eben jenem Scythe in die Lehre aufgenommen, zusammen mit Rowan. Die Ausbildung zum Scythe beginnt, Citra und Rowan kommen sich näher, jedoch kann nur einer von Beiden die Lehre am Ende bestehen und wird ins Scythetum aufgenommen. Die erste Aufgabe des neuen Scythe wird es, denn "Verlierer" nachzulesen....Der Autor erschafft eine scheinbar perfekte Welt, in der Krankheiten, Armut, Krieg und selbst der Tod auf natürliche Weise ausgemerzt wurden. Spring von einem Hochhaus und Wache in einem Revival-Zentrum wieder auf - in der dystopischen Welt von Neal Shusterman kein Problem.Um die chronische Überbevölkerung zu vermeiden benötigt es jedoch die Scythe, die nach ehrenwerten Richtlinien die Menschen nachlesen. Als Citra und Rowan bei Scythe Farraday in die Lehre aufgenommen werden, merken sie jedoch schnell, dass es auch unter den ehrenwerten Scythe zu Machtkämpfen kommt und das längst nicht alle Scythe den Titel "ehrenwert" wirklich verdienen. In der gesamten Geschichte der Scythe gab es noch nie 2 Lehrlinge für einen Lehrplatz und einigen stößt diese Tatsache sauer auf. Die Katastrophe scheint perfekt, als der Vorsitzende des Scythetums entscheidet, dass nur ein Lehrling die Ausbildung überleben wird; der Verlierer muss nachgelesen werden.Zwischen Citra und Rowan entwickelt sich ein Konkurrenzkampf, der jedoch den zarten Gefühlen der Beiden füreinander gegenüber steht.Die Geschichte ist unfassbar spannend, ich konnte das Buch kaum weglegen. Einige Wendungen habe ich absolut nicht vorhersehen können, umso schockierter war ich stets, als diese kamen.Zwischen den Kapiteln der aktuellen Geschichte finden sich immer wieder Tagebucheinträge von Scythe Curie aus der Vergangenheit, welche ihre Gedanken sehr gut widerspiegeln und zeigen, wie stark die Ausübung des Amtes belasten kann. Dadurch bekam ich einen sehr tiefen Einblick in die Seele von Scythe Curie, was ich wirklich toll fand. Auch erwähnenswert finde ich den Thunderhead, welche eine Art übermächtige künstliche Intelligenz darstellt und allgegenwärtig in der Welt ist. Er handelt stets zum Wohle der Menschen und hat aus Sicherheitsgründen keinen Kontakt zum Scythetum. Dieses Szenario fand ich absolut realistisch, selbst im heutigen Zeitalter wo die Menschen alles mögliche auf Social Media posten oder in eine Cloud hochladen. Sehr interessante Ausführung!Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für Dystopie-Fans, zusammen mit einer 5-Sterne-Bewertung.
Klappentext:Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …Der erste Band der internationalen Bestseller-Trilogie!Schutzumschlag mit Metallic-Folien-VeredelungMeine Meinung:Meine erste Utopie. Utopie bedeutet perfekte Welt, aber sie ist nicht perfekt. Dass ist auch das, was ich hier nicht als stimmig sehe. Wenn alles so perfekt ist (keiner wird mehr krank, niemand muss mehr sterben, außer er wird von einem Scythe nachgelesen, keine Hungersnöte mehr) ABER wieso gibt es dann in dieser Welt Menschen, die wie Ratten in kleinen Wohnungen hausen, und dann wieder welche, die in einer riesigen Villa mit viel zu viel Platz und Personal? Das passte für mich nicht wirklich! Aber der Rest war wirklich interessant und spannend. Man schaut über den Abgrund. Bist du bereit ein Scythe zu werden? Genau die Frage stellt sich für Citra und Rowan. Eigentlich wollen sie es nicht, doch dann begeben sie sich trotzdem in die Lehre des ehrenwerten Scythe Faraday. Anfangs finden Sie seine Methoden Menschen nachzulesen, wie das töten dort genannt wird, widerlich, aber irgendwann ändert sich das. Mitten 8m Buch kam eine Wendung, die mir gar nicht gefallen hat, weswegen ich das Buch für knapp 2 Wochen weglegen musste. Ich wollte einfach nicht weiterlesen. Ich war mit der Situation, die der Autor geschaffen hat nicht einverstanden. Aber im Nachhinein war es wohl gut so.Für mich ist die Geschichte spannend und interessant geschrieben, aber nicht so leicht zu lesen. Es ist eher eine schwere Buchkost. Nicht nur von der Seitenanzahl, auch von Schreibstil her. Es kamen Wörter vor, die ich nicht kannte. Es hat mich immer geärgert, wenn so ein Wort auftauchte und ich aber mein iPad nicht im Schlafzimmer hatte, um das Wort zu Googlen. Die 2. Hälfte vom Buch habe ich dann auf der Couch mit iPad gelesen und dann konnte ich die Wörter nachschlagen, leider hat Google nicht alle gefunden. So das ich ahnungslos blieb. Ich denke, die Wörter wurden vom englischen einfach so übernommen und nicht übersetzt. Anders kann ich es mir nicht erklären.Beim lesen muss man sich mit dem Tod auseinander setzen. Zwischen den Kapitel sind immer Tagebucheinträge von verschiedenen Scythe. Was noch mal andere Perspektiven aufzeigt. Einen nachdenklich stimmt. Witzig fand ich den Vergleich mit Comicfiguren. Wenn du nicht stirbst, dann hast du keine Perspektive, keine Motivation etwas zu erreichen. Wozu auch? Du hast ewig dafür Zeit. Deswegen ist diese Welt auch nicht perfekt.