Der Einband des Buches ist ansprechend winterlich gestaltet, ich mag die Illustration des Esels mit der Weihnachtsmütze und der Sternen-Girlande um den Hals sehr gerne. Ein weiteres Highlight ist er in einer Sternschnuppe abgedruckte Autorenname. Schon auf den ersten Blick weiß man: Das ist ein Weihnachtsbuch.Der auf dem Back-Cover abgedruckte Klappentext ist im Stil des Buchtitels auf der Vorderseite gehalten, das finde ich sehr schön. Ich mag einheitliche Designs sehr gerne. Auch hier taucht wieder die Sternschnuppe und der Esel auf.Insgesamt macht das Buch einen wertigen Eindruck. Es ist ein Hardcover mit UV-Lack, sodass es auch bedenkenlos in Kinderhände gelangen und auch „intensiver“ gelesen werden kann, ohne dass dadurch der Einband und damit das komplette Buch in Mitleidenschaft gezogen würde.Das Vorsatzpapier ist in weihnachtlichem rot und damit passend zur Titelfarbe gehalten. Auf der Titelseite im Buch sind Hufspuren und das Hinterteil des Esels zu sehen. Die Hufspuren ziehen sich noch auf die nächste Seite und stimmen den Leser direkt auf die Lektüre ein: Denn mit der Lektüre nimmt Haas den Leser mit auf eine Reise, die den ausgebüxten Esel wieder zurück in sein trautes Heim bringen soll.Die Geschichte endet nach 128 Seiten, exakt auf der letzten gebundenen Seite. Danach kommt nur noch das rote Vorsatzpapier. Leider wurde hier nicht noch einmal eine Extraseite eingefügt, auf der man beispielsweise den Esel in seinem Stall sieht. Ich kann mir vorstellen, dass dies niedlich ausgesehen hätte.Die inneren Werte - meine LeseeindrückeDieses Buch hat mir außerordentlich gut gefallen. Ich habe jeden Abend ein bis zwei Kapitel vor dem Schlafengehen gelesen und damit hat mich das Buch einige Tage durch die Vorweihnachtszeit begleitet.Von der ersten Seite an habe ich Selina, Mira und auch Ben direkt in mein Herz geschlossen. Selina und Mira sind Geschwister, wobei Selina die große Schwester ist und wir die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt bekommen. Sie ist elf und für ihr Alter ausgesprochen reflektiert und wortgewandt. Aber auf eine gute Art und Weise, es erscheint zu keiner Zeit übertrieben oder unauthentisch. So ist es eher charmant und witzig, wenn Selina versucht, ihre achtjährige Schwester Mira mit „Psychologie“, wie sie es nennt, von Dingen zu überzeugen, die sie so gar nicht tun möchte, aber letztendlich doch tut. Und es gut findet.Ben ist der ehemalige bester Freund von Selina und wohnt mit seiner Mutter und deren neuem Freund im Nachbarhaus. Sehr gelungen finde ich hier, dass – ohne groß darauf einzugehen – Bens Familie als Patchwork-Familie präsentiert wird. Definitiv ein Pluspunkt, dass hier traditionelle Rollenbilder aufgebrochen und alternative Familienformen als Selbstverständlichkeit nebeneinander existieren – gefällt mir ausgesprochen gut.Aber auch neben der unterschiedlichen Familienkonstellation unterscheidet sich Ben und Selinas Leben grundlegend. Ben besitzt einen eigenen Fernseher in seinem Zimmer, bei Selina zu Hause steht nicht einmal ein Fernseher im Wohnzimmer. So war es für Selina immer verlockend, bei Ben zu Hause vor dem Fernseher zu sitzen. Doch als Ben immerzu nur Fußball schaute und sie das Programm nicht wechseln durfte, stritten sich die beiden und sprachen seitdem kein Wort mehr miteinander. Das ist auch der Ausgangspunkt der Geschichte.Umso schöner ist es, zu sehen, dass diese Geschichte – neben der Tatsache, den ausgebüxten Esel wiederzufinden – auch dazu genutzt wird, die Unstimmigkeiten zwischen Selina und Ben auszuräumen, sodass sie gegen Ende des Romans wieder Freundschaft schließen.Selbstverständlich dreht sich das Buch darum, den ausgebüxten Esel zu finden und wieder zu seinem Hof zu bringen. Ich finde, dass dies auch wundervoll umgesetzt wurde. Begeben sich zunächst nur Selina und Mira auf die Suche nach Carlo, dem ausgebüxten Esel, schließt sich Ben später der Suche an.Die Ideen, die die Kinder entwickeln, wie sie den Esel aufspüren können (und auch die Idee, wie sie Georg, den neuen Freund von Bens Mama an Weihnachten aus dem trauten Heim ausschließen, damit Bens Papa mit ihnen Weihnachten feiert) sind einfach genial. Ich habe mich als Leser gefühlt, als würde ich mit den drei durch die verschneiten Straßen laufen und mich auf die Suche nach Carlo begeben.Da ich jeden Abend immer nur ein bis zwei Kapitel gelesen habe, habe ich tatsächlich über mehrere Tage mitgefiebert und gerätselt, wo Carlo stecken könnte. Und auch, wenn mir (als Erwachsener) nach kurzer Zeit schon eine Idee kam, wo sich Carlo aufhalten könnte, so war ich mir bis zuletzt nicht sicher.SchlussbetrachtungAlles in Allem finde ich die Geschichte um den ausgebüxten Weihnachtsesel von Meike Haas eine ausgesprochen schöne Lektüre für die Vorweihnachtszeit, an der auch Erwachsene (beim Vorlesen) ihre Freude haben.Die Kapitel sind angenehm kurz, sodass sie sich hervorragend zum abendlichen Vorlesen vor dem Zubettgehen eignen. So hat man auch doppelt Freude an dem Buch, denn man begleitet die drei Kinder auf der Suche nach dem Esel und erlebt mit ihnen kleine Abenteuer, aber diese Freude wird von Tag zu Tag (oder Abend zu Abend) gesteigert, denn die Sprache ist so lebhaft und ansprechend, dass man als Leser neugierig wird und Lust auf mehr bekommt.Oft ist es mir, selbst als Erwachsener, schwer gefallen, das Buch nach ein bis zwei kurzen Kapiteln aus der Hand zu legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie das Abenteuer weitergeht. Sehr gelungen!Von mir gibt es auch heute am zweiten Advent wieder eine klare Leseempfehlung. Auch dieses Buch aus dem Magellan-Verlag konnte mich vollends überzeugen. Es ist eine Geschichte, bei der man Selina, Mira und Ben auf der Suche nach Carlo, dem ausgebüxten Weihnachtsesel, begleitet und mit ihnen gemeinsam Abenteuer erlebt. Sie ist ansprechend geschrieben, sodass es einem – ob Groß oder Klein – schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen.
Inhalt: Nur noch wenige Tage bis Weihnachten! Selina schmiedet große Pläne wie sie sich am besten Geld wünschen kann um sich einen eigenen Fernseher zu kaufen. Denn bei der Familie Gregorian gibt es keinen Fernseher. Auch hat Selina kein Handy, was sie sehr unfair findet, denn ihr bester Freund Ben hat einen Fernseher und ein Handy. Aber Mama ist der Meinung, dass man das alles nicht braucht und das es unnötig sei. So ist das halt mit den Eltern. Sie verbieten einem alles was man gerne haben möchte. Auch Selinas kleine Schwester Mira hat einen großen Herzenswunsch. Sie möchte sooo gerne ein Haustier haben. Habe auch das erlauben Mama und Papa nicht. Der gemütliche Familienausflug auf den Weihnachtsmarkt lässt allen ärger verschwinden, denn dort gibt es eine lebendige Krippe mit echten Tiere! Während Selina den süßen Esel streichelt, vergisst sie sogar für einen Moment ihren Wunsch nach einem Fernseher. Als am nächsten Tag jedoch "Esel aus lebendiger Krippe vom Weihnachtsmarkt verschwunden" in der Zeitung steht, werden Selina und Mira gleich hellhörig, denn wer den Esel findet bekommt 150€! Somit wäre Selinas Problem gelöst und sie könnte sich einen Fernseher kaufen. Blöd nur, das sie nicht die einzigen sind die sich auf die Suche nach dem Esel gemacht haben.Meine Meinung: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die kleinen Illustrationen im innenteil des Buches sind sehr schön und, wie ich finde, mit viel liebe gestaltet. Auch die Geschichte ist echt schön und ich finde man kann daraus auch etwas lernen ;) Für alle die noch kein Weihnachtsgeschenk für ihr/e Kind/er, Enkelkind/er, ect. haben wäre dieses Buch ein Vorschlag von mir ^-^Fazit: Eine schöne und weihnachtliche Geschichte für Kleinkinder, junge Leser und auch für die größeren :) Ich vergebe 4 von 5 möglichen Punkten.
Das Buch mag noch so schön gestaltet und geschrieben sein, für mich hat es sich allerdings bereits auf Seite 6 erledigt. Den Satz "Okay, Geschwister zu haben ist besser, als Einzelkind zu sein, und Schwester ist besser als Bruder" konnte ich glücklicherweise noch bevor ich ihn vorgelesen hatte, abändern.Für ein Kind, dass unter seinem Dasein als Einzelkind leidet, ist das ein Schlag ins Gesicht.