20th Century Boys: Ultimative Edition 07: Freundschaft, Geheimnisse und das Ende der Welt! Das Mystery-Meisterwerk von Naoki Urasawa: Bd. 7
Action & Martial Arts Mangas EAN 9783741616914

20th Century Boys: Ultimative Edition 07: Freundschaft, Geheimnisse und das Ende der Welt! Das Mystery-Meisterwerk von Naoki Urasawa: Bd. 7

Hersteller: Panini  ·  MPN: 1077427
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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 10:22 Uhr
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Produktbeschreibung

Naoki Urasawa Meisterwerk in der ultimativen Version - neu überarbeitet und mit zusätzlichen Farbseiten! Tauche ein in ein Abenteuer, das dich nicht mehr loslassen wird! Ende des 20. Jahrhunderts steht die Menschheit vor dem Abgrund ... doch die 20th Century Boys lassen sich davon nicht unterkriegen! Als Jugendliche erschufen die Freunde im Jahr 1969 ein Symbol. 1997, als die Ausmaße des drohenden Desasters zu Tage treten, erwacht dieses Symbol erneut zum Leben! Dies ist eine Geschichte über eine Gruppe Jungs, die die Welt rettet! Das erwartet dich in Band 7: Kanna findet eine mysteriös

Bewertungen & Erfahrungen

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Kieler Comic Kommando 11.04.2024 amazon.de
Die Wiederveröffentlichung von Naoki Urasawas Opus Magnum „20th Century Boys“ schreitet in der sogenannten „Ultimativen Edition“ weiterhin recht zügig voran. Mit dem siebten Band liegt nun mehr als die Hälfte der Serie gebündelt und aufbereitet vor. Der Umfang ist diesmal allerdings etwas enigmatisch: Laut Inhaltsverzeichnis sind wie im Vorgänger weitere 24 Kapiteln enthalten, was den Taschenbüchern 13 und 14 der Erstausgabe entsprechen dürfte. So weit, so gut – nur steckt der Teufel hier wieder mal im Detail.Die Nummerierung der Kapitel ist wie gewohnt nicht fortlaufend, sondern beginnt auch in Band 7 wieder bei 1. Die als Zusammenfassung dienende Doppelseite, die dem Band einleitend vorangestellt ist und die wichtigsten Eckpunkte der bisherigen Handlung sowie die relevantesten Figuren aufführt, wurde erneut aktualisiert. Das erleichtert bei einem derart komplexen und ausufernden Werk den erneuten Einstieg (und erlaubt einige der zahlreich auftauchenden Namen und Charaktere nachzuschlagen, kann die Lektüre der vorangegangenen Bände aber natürlich nicht ersetzen.Beim Lesen fällt gleichwohl ein erheblicher Schnitzer auf: So folgt auf Kapitel 2 (Der Tod des „Freundes“) unmittelbar Kapitel 5 (Geständnisse im Jahr 2003), die im Inhaltsverzeichnis aufgeführten Kapitel 3 und 4 (Die Tafelrunde/Zeit des Wiedersehens) wurden scheinbar beim Abdruck vergessen. Sollte es sich hier tatsächlich um eine Auslassung und keinen Druckfehler handeln, so hat diese zumindest keine negativen Auswirkungen für das Verständnis der Handlung – es scheint im Fluss nichts zu fehlen. Trotzdem: Falls jemand die alte Ausgabe zum Vergleich zur Hand hat oder der Verlag Aufklärungsarbeit leisten will, kann das gerne unten in den Kommentaren geschehen.Nachdem der sechste Band mit einem gewaltigen Paukenschlag – der „Freund“ ist (wahrscheinlich) enttarnt und (möglicherweise tatsächlich) tot – endete, tritt der Nachfolger zunächst erst mal auf die Bremse: Während die Welt (scheinbar) um den „Freund“ trauert, forscht Kanna weiter nach dem Verbleib ihrer Mutter Kiriko. Dabei stößt sie auf eine Nachricht, die verkündet, dass das Jahr 2015 das letzte der Zeitrechnung sein soll – bevor eine neue Form des Virus die komplette Menschheit auslöschen wird. Während es Otcho gelingt, Kirikos ehemaligen Kollegen Dr. Yamane aufzuspüren, versuchen Yoshitune und Kyouko auf anderem Wege, die letzten Geheimnisse des „Freundes“ zu lüften: Sie verschaffen sich Zugang zu der VR-Attraktion im „Freundschaftsland“, die es ihnen ermöglicht, das Jahr 1971 zu besuchen, wodurch auch Yoshitunes Vergangenheit „begehbar“ wird…Obgleich der siebte Band deutlich gemächlicher als sein Vorgänger daherkommt und seine Handlung stärker zerfasert, arbeitet Autor und Zeichner Naoki Urasawa hier doch weiterhin auf der Höhe seiner Kunst: Als Fokus erweisen sich zunehmend die stillen Helden des Widerstands – nicht umsonst ziert Maruo, der geduldig auf seinen Einsatz wartende Schläfer das Titelblatt. Die Show gehört gleichsam zwei anderen Figuren: Da ist zunächst einmal Keroyon, ein ehemaliger Mitschüler Kenjis, der aber nicht mit ihm und seiner Gruppe während des „Silvesters an dem die Welt blutete“ kämpfte. Inzwischen versucht er gemeinsam mit seinem Sohn und einem Food-Truck japanische Soba-Nudeln in den USA zu verkaufen, bis eine drastische Episode ihn schmerzhaft daran erinnert, wie er Kenjis Bitte um Hilfe ausschlug – eine Feigheit, unter der er bis heute leidet, wie Urasawa eindrucksvoll spürbar werden lässt.Der eigentliche Held des Bandes ist aber Yoshitune, noch so ein geborener Hasenfuß, der neben Kenji und Otcho immer nur die (höchstens) dritte Geige gespielt hat. Nach Kenjis Verschwinden und Otchos Inhaftierung stellte er sich hingegen seinen eigenen Ängsten und stieg zum Kommandanten des Untergrunds auf – weil irgendjemand den Job einfach übernehmen musste. Umso berührender ist es nun, Yoshitune auf der Suche nach der verlorenen Zeit durch die eigene Vergangenheit wandeln und mit seinem kindlichen Ich interagieren zu sehen. Ein emotionaler Höhepunkt in einer an emotionalen Höhepunkten nicht eben armen Serie.An anderer Stelle kommt man nicht umhin zu bemerken, dass „20th Century Boys“ momentan eine Serie ist, die einfach zur falschen Zeit neu aufgelegt wird: Zwar ist die Virus-Thematik schon lange ein signifikanter Teil des Erzählkonstrukts, fiel dabei aber bisher nie unangenehm auf. Das ist in Band 7 nun anders: Wenn Urasawa lang und breit darstellt, wie sich in der Zukunft (die inzwischen ja längst unsere nähere Vergangenheit ist) ein Virus über die Luft verbreitet, dass die Infizierten Blut husten und qualvoll sterben lässt, so zuckt man in Zeiten von CoVid19 unweigerlich mehr als einmal zusammen. (Zu allem Überfluss ist noch ein Kapitel beigefügt, das explizit in Deutschland spielt und die Figuren in den allzu bekannten Mund-Nasenschutz-Masken zeigt.) Natürlich kann man Urasawa deshalb in keinerlei Weise einen Vorwurf machen – aber es fällt schwer zu glauben, dass sich jemand diese Bilder im Sommer 2020 auch noch einmal in Manga-Form vor Augen führen oder mal so richtig vor einer tödlich verlaufenden Epidemie gruseln möchte.Bonusmaterial gibt es abseits der Einleitung weiterhin keines. Wie in den Vorgängern sind die ersten Seiten einzelner Kapitel koloriert, diesmal sind es aber lediglich die ersten drei Seiten der Kapitel 11, 15 und 24, allerdings ohne dass sich dahinter ein besonderer dramaturgischen Sinn erschließen würde.WEITERLESEN: Kindheitserinnerungen im MangaKeiji Nakazawa: BARFUSS DURCH HIROSHIMA (1973-75): Als die Atombombe auf seine Heimat fiel, war die Apokalypse für Keiji Nakazawa (1939-2012) auf einmal an der eigenen Haustür angekommen. Später verarbeitete er die traumatischen Erlebnisse in dieser stark autobiografisch geprägten Erzählung, die bis heute eindrücklich vor Augen führt, dass der anhaltende Kampf kleiner Jungs, die sich in der japanischen Populärkultur gegen den Weltuntergang stemmen, auf einen allzu realen Ursprung zurückgeht.Jiro Taniguchi: VERTRAUTE FREMDE (1997): Im Hauptwerk des stillen Manga-Meisters Taniguchi (1947-2017) strandet der Geschäftsmann Hiroshi in seiner Geburtstadt, die er seit Jahren nicht mehr betreten hat. Als er das Grab seiner Mutter besucht, fällt er in Trance und erwacht in der Vergangenheit im Körper seines 14jährigen Ichs. Die Möglichkeit, seine Jugend erneut zu durchleben, gibt ihm die Möglichkeit zu ergründen, warum sein Vater die Familie einst ohne Vorwarnung verließ.Hayao Miyazaki: KAZE TACHINU (2009): Das ewige Genie Miyazaki (*1941) widmet sich in seinem Spätwerk der Kindheit und Sozialisation des Flugzeugkonstrukteurs Jiro Horikoshi, der im Japan der 1920er Jahren aufwächst. Auch Jiro sieht übrigens wie Kenji die Machtübernahme durch einen allmächtigen Tyrannen voraus: In einer an Thomas Manns „Zauberberg“ angelehnten Szene wird er vor den Eroberungsplänen eines gewissen Adolf Hitlers gewarnt. Die von Miyazaki selbst inszenierte Verfilmung „Wie der Wind sich hebt“ von 2013 hat ihre Vorlage in punkto Popularität freilich aus dem Stand überflügelt.
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