Einfühlsam und mit großer Erzählkunst zeichnet Stefan Bollmann ein überraschend neues Bild des Dichterfürsten und entdeckt den Naturforscher Goethe ganz neu. Auf einer spannenden Reise durch Goethes Landschaften, Texte und Gedanken begleiten wir ihn nach Italien und in die Schweiz, beobachten ihn bei seinen Forschungen im Harz und nehmen an seinen anatomischen Untersuchungen teil. Eine feinsinnige Geschichte der Naturwahrnehmung und zugleich ein hochaktuelles Hörbuch, das zeigt, wie Goethes sinnlich anschauliche Erfahrung der Natur auch heute inspirierend und lehrreich sein kann. Lesung mit Bernt Hahn 2 mp3-CDs | ca. 13 h 39 min
Bewertungen & Erfahrungen
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Redaktion04.07.2026
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Das Buch bietet eine faszinierende und einfühlsame Erzählung über Goethe und seine Beziehung zur Natur, allerdings empfand ich die Darstellung als etwas zu sehr literarisch und weniger wissenschaftlich fundiert. Trotzdem ist es eine sehr ansprechende Lektüre für alle, die sich für die Verbindung von Literatur und Naturgeschichte interessieren.
Viele Goethebiographien habe ich gelesen, diese fügt einen auch von mir vernachlässigten Aspekt hinzu - Goethe als Naturforscher! Als ein Mensch, der im Naturerleben Trost und Leben sucht. Sehr an die Peripherie gerückt wurden oft die naturwissenschaftlichen Interessen unseres liebsten Dichters, zu Unrecht! Es war immer sein Seelentrost, sein Lebensquell, sich mit der Natur, ob Stein ob Pflanze, Vulkan oder dem Kosmos schlechthin! zu beschäftigen, als Mensch ein Tier und Teil der Natur zu sein. Ganz nebenbei auch wird seine Religionskritik erwähnt. Ein leicht lesbares, in jedem Sinne erbauendes Buch, das Goethe selbst geliebt hätte! Ich danke dem Autor und empfehle es weiter. Bitte beachten Sie auch das Jahresthema "Natur" der Klassikstiftung Weimar.
Goethe als Naturforscher, so habe ich ihn in meinem Studium der Germanistik nur oberflächlich kennen gelernt. Herr Bollmann hingegen zeigt auf, wie die Natur und ihre Erforschung Goethe schon von Kindesbeinen an fasziniert hat, nicht zuletzt wegen einer großen Naturkatastrophe, die sich damals ereignet und die Welt schockiert hat. Goethe auf Reisen habe ich mir irgendwie immer mit Papier und Feder bewaffnet vorgestellt, jetzt habe ich eher ein Bild von ihm im Kopf, wie er Pflanzen und Steine sammelt.Herr Bollmann hat mit unglaublich viel Mühe und Liebe zum Detail gearbeitet. Wer noch kein Goethefan ist, wird es durch dieses Buch sicher werden.
Klappentext:„Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) war nicht nur als Dichter und Schriftsteller ein Kristallisationspunkt seiner Zeit. Sein umfangreiches literarisches Werk bezeugt eine eingehende Beschäftigung mit Naturforschung und sein Leben ist von einem ununterbrochenen, intensiven Erleben der Natur in allen Erscheinungen tief geprägt und geformt. Souverän erschließt Stefan Bollmann in dieser Biographie dieses lange Zeit vernachlässigte Naturverständnis und vermittelt uns ein überraschend neues Goethebild. Auf einer spannenden Entdeckungsre durch Goethes Landschaften, seine Texte und Gedanken begleiten wir ihn in Italien, in der Schweiz, beobachten ihn bei seinen Forschungen in Thüringen und im Harz. Wir nehmen teil an seinen geologischen, anatomischen, botanischen und optischen Untersuchungen, werden Zeuge seiner Freundschaft mit Alexander von Humboldt – und verstehen unsere eigene tiefe Sehnsucht nach der Natur neu. Goethe kann uns lehren, unsere Stellung in der Natur neu zu verorten. Eine große Geschichte der Naturwahrnehmung und zugleich ein hochaktuelles Buch, das zeigt, wie Goethes sinnlich anschauliche Erfahrung der Natur auch heute noch Grundlage unserer Humanität und Lebendigkeit sein kann.“Autor Stefan Bollmann macht mit diesem Buch deutlich, das in Goethe noch viel mehr schlummerte als nur der reine Schriftsteller. Mit viel Mühe und Engagement geht er hier akribisch vor und beleuchtet das Naturverständnis Goethe‘s. Wer sich einmal mit diesem Genie der Literatur beschäftigt hat, wird allein durch die verschiedenen Herrenhäuser wo er gern logierte festgestellt haben, das Goethe sich auch für die Natur sehr intensiv interessierte. Er nahm seine Umgebung sehr detailliert war und wollte mehr. Auch in seinen Werken erleben wir im er wieder diese Beobachtungen! Mit Humboldt zusammen ging es Schritt für Schritt sogar in Richtung Forschung. Das er dabei auch seine Reisen nutzte, war schlussendlich dem großen Interesses Goethes geschuldet. Es wurde fast schon zu einer Sucht Pflanzen und Co. zu bestaunen, zu dokumentieren, zu erforschen. Stefan Bollmann geht hier mit viel Gefühl vor und wir erleben einen Mann, der mit viel Sinn und Verstand Goethe dem Leser öffnet. Wir lernen eine komplett neue Seite kennen und werden einfach nur erstaunt sein, das Goethe und seine Lust nach Natur sehr große Bewunderer hatte und seine Entdeckungen auch auf große Resonanz in der Forschung stießen.Alles in allem ein sehr faszinierendes, unterhaltsames und lehrreiches Buch. Lehrreich, weil man ganz schnell feststellt, das doch mehr in einem steckt, als das, was einen bekannt gemacht hat. 5 von 5 Sterne.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.