Dark Noise: Jugendthriller ab 14 Jahre
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Unterhaltungsliteratur EAN 9783743202375

Dark Noise: Jugendthriller ab 14 Jahre

Hersteller: Loewe  ·  MPN: 1078416
4,3/5 (4 Bewertungen)
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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 10:22 Uhr
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Produktfakten auf einen Blick

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LOEWE
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9783743202375
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Unterhaltungsliteratur
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Produktbeschreibung

Das Buch ist bei deiner Buchhandlung vor Ort und bei vielen Online-Buchshops erhältlich! Nicht erst seit Jan Böhmermanns Varoufakis-Video wissen wir, wie gut professionelle Bildbearbeiter unsere Wirklichkeit manipulieren können. Was passiert, wenn Menschen digital einfach ausgelöscht oder ausgetauscht werden? Margit Ruile wirft in ihrem packenden All-Age-Thriller existentielle Fragen unserer Gegenwart auf. Zafer arbeitet als freiberuflicher Bildretuscheur. Und er ist der Beste. Er kann sogar die Wassertropfen auf einer Sektflasche so täuschend echt nachbilden, dass der Betrachter seiner

Bewertungen & Erfahrungen

4,3 von 5
4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.

Redaktion 25.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist ein absolutes Muss für alle, die sich für die Themen von Jan Böhmermanns Varoufakis-Video interessieren; die Inhalte sind sehr aufschlussreich und fesselnd. Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen!
Redaktion 25.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Interessant!
Jellosubmarine 05.05.2024 amazon.de
Meine große Tochter verschlingt Bücher. Unter anderem seit vielen Jahren auch sehr gerne die von Margit Ruile. Auf deren neues Buch Dark Noise hat sie sich schon gefreut, seit es bei Amazon angekündigt wurde. Und sie hat sich sogar den Kindle meines Mannes ausgeliehen, um bereits vor dem Erscheinen der gedruckten Ausgabe den Promotion-eShort „Argos sieht alles“ zu lesen. Den habe ich nicht gelesen, wie ich prinzipiell nur richtige Bücher in die Hand nehme, aber sie meinte, dass dieses Sequel, obwohl es insgesamt ein bisschen rätselhaft sei, ihr die Wartezeit auf das eigentliche Buch nur noch quälender gemacht habe. Nun ja, die Geduld einer 17-Jährigen...Ich hingegen war ja erst einmal etwas enttäuscht, dass Margits Ruiles Buch keine Fortsetzung von „Deleted“ ist, diesem wirklich sehr rasanten Jugendthriller über das Thema Online-Überwachung und totale Abhängigkeit vom Internet, der in der Schule meiner Tochter sogar Klassenlektüre gewesen ist. Da hätte ich gerne gewusst, wie die Geschichte weitergeht, vor allem, weil das Ende etwas arg offen war. Aber gut, Dark Noise klingt ja sehr vielversprechend, und meine Tochter hat das Buch, nachdem wir es endlich bestellt hatten, auch schon nach zwei Tagen ausgelesen und mir in die Hand gedrückt. Mit einer klaren Leseempfehlung.Zum Inhalt muss ich eigentlich gar nichts mehr schreiben, hier gibt’s ja schon einige Rezensionen, die die Story sehr gut wiedergeben. Ich bin eher kein Technikfan, deshalb haben mich in Dark Noise eher andere Aspekte fasziniert: Zum Beispiel, wie vermeintlich leicht und verführerisch das „Leben im Netz“ vom realen Leben entfremden kann. Wie es eher nicht „die Technik“ ist, die unsere Freiheit, Privatsphäre, Selbstbestimmung etc. bedroht – sondern Menschen, die sich dieser Technik bedienen. Aber auch, wie Freundschaft und Liebe helfen können, Dinge klarer zu sehen, Maßstäbe für richtiges Handeln (wieder) zu entwickeln und Mut zu finden, für das als gut und richtig Erkannte zu kämpfen. Lauter sehr relevante Fragen, gerade heute.Mit Dark Noise hat Margit Ruile ihren Stil seit der Mira-Trilogie ziemlich radikal weiterentwickelt. Wie ich hier lese, gefällt das nicht jedem. Mir gefallen diese formalen Herausforderungen außerordentlich gut, meine Tochter hat sie auch nicht bemängelt. Lediglich das Ende des Buches fällt etwas ab, das scheine nicht nur ich so zu sehen. Aber dennoch: Dark Noise ist ein ganz besonderer Roman, nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene (wie mich). Weit mehr als ein klassischer Thriller. Meiner Meinung nach geht das Buch schon in die Richtung „große“ Literatur. Also auch von mir eine wärmste Empfehlung.
Grobi-Wan 05.05.2024 amazon.de
Ich beginne mal mit dem Positiven: Margit Ruile hat für ihren All-Age-Thriller „Dark Noise“ ein Thema gewählt, das aktuell ist, wie kaum ein anderes. Es geht um die Manipulation der Öffentlichkeit. Die Autorin konzentriert sich auf zwei Bereiche. Einmal die großflächige Überwachung durch Kameras und zum anderen deren möglichen Missbrauch. Sie stellt die Frage: Was passiert, wenn Menschen digital einfach ausgelöscht oder ausgetauscht werden könnten? Wenn Überwachungsbilder bewusst manipuliert werden könnten? Wer Zugriff auf diese Technik hätte, könnte die Wirklichkeit nach eigenem Gutdünken gestalten. Und dass dies reizvoll ist, beweist ein Blick in die Tageszeitung. Ich sage mal: ALTERNATIVE FAKTEN!Dabei mischt Margit Ruile reale Möglichkeiten (neuronales Netzwerk) mit Fantasie (absolute Unüberprüfbarkeit von Manipulation). Aber das Weiterdenken macht natürlich diese Art Technikdystopien aus und da kann die Realität schnell die Fiktion überholen. Zunehmend müssen Bilder im Internet bereits jetzt von Fachleuten auf ihre Richtigkeit geprüft werden. Unzählige Fotos sind gekonnt gefälscht. Gerade angesichts der rasanten Verbreitung über soziale Netzwerke entsteht da schnell eine Schieflage der Realität. Hier wird, nicht erst seit gestern, aber in wachsendem Umfang an einer der letzten großen Sicherheiten gerüttelt: Glaube nur, was du siehst! Das gilt nämlich nicht mehr.Aber zum Buch. Obwohl mich das Thema begeistern und während des Lesens viel zum Nachdenken anregen konnte, war es ein eher durchwachsenes Lesevergnügen. Angekündigt war ein Technikthriller. Doch die Handlung gleitet immer wieder ab in ein Stück urbaner und medialer Entfremdung, bildhaft und metapherreich, etwas schwermütig, träumerisch. Gut geschrieben, aber in der Kombination weder für den Schwerpunkt noch die Spannungskurve ganz optimal und leider einfach nicht ganz meinen Geschmack treffend.Zwischen fesselnde Szenen schieben sich die etwas surrealen Ansprachen der beiden Protagonisten Zafer und Emily, die rückblickend ihre Geschichte erzählen. Im Fokus steht der begabte, freiberufliche Bildretuscheur Zafer, den wir anfangs begleiten dürfen, während er am Computer Sequenzen einer Soap bearbeitet, aus denen er die Namen von Werbeprodukten tilgt. Sein Job ist eintönig und wenig anspruchsvoll. Zafer vertreibt sich die Langeweile, indem er ganz unauffällig kleine Monster, wie er sie nennt, in die Szenen einbaut - Gimmicks wie Gurken mit Augen, krabbelnde Insekten. Daraus macht er sich einen kleinen Spaß. Zafer vermittelt dem Leser ein Gefühl von Einsamkeit und Realitätsverlust. Die wirkliche Welt scheint ihm Angst zu machen, während er in seiner Arbeit völlig versinken kann. Ein Teufelskreis.Zafer erhält plötzlich anonym einige seltsame Aufträge. Er soll Videos von Überwachungskameras verändern. Damit steckt Zafer aber bereits mitten in einem echten Mordfall, der vertuscht werden soll.Um zu erklären, warum sich Zafer in diese recht eindeutig kriminellen Machenschaften hineinziehen lässt, ist es gar nicht einmal unschlüssig Zafer in seiner wirklichkeitsfremden medialen Blase zu zeigen. Leider versetzen die fast schon lyrischen Betrachungen Zafers zu seiner eigenen Situation die Handlung ab und zu in eine Art Schwebezustand, die das Geschehen festgefroren wirken lässt. Zafer, der in der Retrospektive erzählt, zoomt an die Ereignisse heran und wieder weg. Das ist eindrucksvoll beschrieben, aber lenkt auch ab.Das Gefühl der Surrealität wird noch bestärkt durch einige beachtliche Zufälle, die die Protagonisten im Laufe der Geschichte zusammenführen (oder nicht zusammenführen, Stichwort Serviette). Personen, die sich nicht kennen, aber miteinander in Verbindung stehen, laufen sich mit traumwandlerischer Sicherheit mehrfach über den Weg.Die Geschichte wirkt insgesamt ausschnitt- und lückenhaft, was nicht nur daran liegt, dass die Ereignisse immer wieder hinter Zafers und später Emilys Gedanken zurücktreten, sondern auch daran, dass die Gegenseite in Person quasi nicht vorkommt. Ab und zu taucht ein Bote auf, ein paar Schlägertypen, gegen Ende dann ein Funktionär. Größtenteils aber gab es da nichts, was wirklich greifbar war, außer Schattengestalten, die sich aus dem Dunkel lösen.Immer wieder machen die Bösewichte extrem dumme Fehler. Für eine Verschwörung dieser Größenordnung ist das nicht glaubwürdig. Da wird die superwichtige Software halbherzig mit einem Passwort geschützt, das nie ausgewechselt wird. Da werden entscheidende Dateien nicht konsequent gelöscht, sodass der Zugriff auf wichtige Beweisstücke netterweise ganz leicht ist. Für ein einfaches Jugendbuch geht das in Ordnung. Für einen All-Age-Thriller war mir das zu wenig.So richtig gepackt, hat es mich nicht. Das Buch hat einige starke Szenen, bringt diese aber nicht konsequent als Thriller zusammen. Manches kam mir bekannt vor und wurde noch dazu etwas oberflächlich präsentiert. Das matrixhafte Ende war da nur das I-Tüpfelchen.Fazit: Auch wenn „Dark Noise“ letzten Endes nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat, so ist es doch ein gut geschriebenes, interessantes – aber leider manchmal abschweifendes - Buch zu einem enorm wichtigen Thema. Wer nicht allzu hohe Ansprüche an Komplexität hat und auf der Suche nach einem unterhaltsamen, progressiven Jugendthriller ist, sollte vielleicht einfach mal reinlesen!
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