Fandorin Goes West. Drei neue Fälle für Fandorin! Mit Miss Marple alias Miss Palmer jagt in England nach einem alten Lord und einem Diamantkollier. Mit Sherlock Holmes und Doktor Watson ermittelt er auf einem Schloss in Frankreich. Im Wilden Westen bringt er die raffiniertesten Betrüger zur Strecke. "Boris Akunin ist der Meister der russischen Kriminalautoren. Ich habe jeden seiner Romane verschlungen." Wladimir Kaminer. "Ein absolut kultverdächtiger Historienheld." Brigitte
Bewertungen & Erfahrungen
4,0 von 5
4 Bewertungen
5 ★2
4 ★1
3 ★0
2 ★1
1 ★0
Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Der Band enthält drei (eine recht kurze, zwei von mittlerer Länge) kürzere Erzählungen. Wie der Vorgängerband "das Geheimnis der Jadekette" sind die Geschichten den großen alten Damen und Herren der Kriminalliteratur geschuldet. Lesenswert ist der Band allemal, wenn auch, da gebe ich zahlreichen Vorrezensenten recht, die in Russland spielenden Romane um einiges besser sind."Das Halsband des Leoparden" ist Akunins Tribut an Agatha Christie. Man kann über dieses kurze Stückchen nicht viel sagen, ohne gleichzeitig ein paar wenig schmeichelhafte Worte über Lady Agatha selbst zu verlieren: die Geschichte ist ebenso einfach wie skurril, das Weltbild der handelnden Personen merkwürdig eingeschränkt, und wer am Ende der Böse ist, sieht man von vornherein daran, daß er sich nicht sehr Britisch verhält. Diese Christie-Konstanten hat Akunin brillant erkannt und weiterverarbeitet.Mit "Traumtal" tue ich mir schwerer, weil ich Washington Irwing nicht kenne. Trotzdem hat Erast Petrowitsch Fandorins Ausflug in eine russische Kolonie im Wilden Wyoming (gab es so was? Bestimmt, aber wer weiß schon so genau, was es im amerikanischen Hinterland alles gab?) etwas für sich: Fandorin wird von einem Industriellen angeheuert (ein Russe, der seinen Namen amerikanisiert hat), der in einem seiner unbewohnten Täler eine Gruppe russischer Idealisten wohnen hat. Diese werden in letzter Zeit von einer Bande berittener Outlaws terrorisiert. Fandorin erhält den Auftrag, herauszufinden, was hinter den Übergriffen steckt und gerät sehr schnell in ein geschicktes Gewebe aus Lug und Trug..."Die Gefangene im Turm oder Der kurze, aber schöne Weg der drei Weisen" ist weniger eine Hommage an Sir Arthur Conan Doyle, wie man vielleicht zunächst denken könnte, sondern eine an Maurice Leblanc, den Schöpfer des bösen Arsene Lupin. Erzählt wird im Wechsel aus dem bornierten Blickwinkel des Dr. Watson und dem japanischen des Dieners Masa (dem Fandorin im Anschluß leider das Ehrenwort abnimmt, künftig keines seiner Erlebnisse mehr aufs Papier zu bannen, schade...) Wer mehr als zwei Bände Leblanc gelesen hat, wird auf jeden Fall feststellen, das Akunin dem Vorbild voll gerecht wurde...Trotzdem freue ich mich auf den nächsten Band, der wieder mal ein solider russischer Roman zu sein verspricht...
Endlich ist der "neue" Fandorin da. Das Warten ist immer sehr schwer, jedes Buch ist eine neue Bereicherung.Erast Fandorin ist diesmal schon in England (treue Gemeinde weiss, dass der tapfere Detektiv wegen Probleme aus Russland fliehen musste. Hoffentlich werden wir in einem Buch auch GENAUE Ursache erfahren).Das Buch beginnt mit der Vorspeise. Fandorin nach der Flucht, ohne Geld, der Diener Masa noch nicht bei ihm, wohnt zur Miete bei Miss Palmer. Die ist zwar eine ältere Dame, aber eine sehr clevere. Ihre Deduktion (Fandorins Lieblingswort) ist perfekt, sie ist eine geborene Detektivin. Als ein verwierter Herr und einige Sachen verschwinden, brauchen die beiden nicht viele Worte, sehr wenig Geld um die Lösung zu finden. Deduktion, eben!Die Hauptspeise ist die Geschichte um Fandorins Studium und Aufenthalt in der USA. Dabei verdient er ganz gut als Detektiv bei Pinkerton. Einige richtige Schurken aus wilden Westen, eine russische Gemeinde im Not sind Grund genug für die Reise dorthin. Die Sitten rau, die Colts und Cowboys schnell, die Frauen rar, aber schön. Fandorin erkennt, dass eine Flinte besser als ein kleiner Revolver ist. Er sieht, dass das Leben im Westen nicht viel Wert hat, hilft aber trotzdem (oder deswegen) seinen Ländsmännern. Die Gefahr lauert anderswo, da helfen keine strategische Überlegungen.Das Dessert ist ein Treffen zwischen Holmes und Fandorin, dr. Watson und Masa. In Frankreich, die Umgebung könnte nicht bessere sein. Arsene Lupin selbst ist diesmal der Bösewicht. Drei geniale Köpfe liefen sich ein Meisterkampf. Die Leser erfahren, dass die Eifersucht fast fatale Folgen hat. Wer ist der BESTE? Raten sie, bitte. Lesen, empfehlenswert. Fandorin und sein Schöpfer Akunin sind eine legale Droge.
Der Zauber der ersten Fandorin Romane ist vorbei. Mußte mich wirklichdiesmal durchkämpfen, da die Handlungen total Fandorin "unlike" sindund keine rechte Spannung aufkommen will (besonders die Geschichte inEngland). Schade............
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.