Die sieben guten Jahre: Mein Leben als Vater und Sohn
Kurzgeschichten EAN 9783746636924

Die sieben guten Jahre: Mein Leben als Vater und Sohn

Hersteller: Aufbau Tb  ·  MPN: 1142259
4,3/5 (6 Bewertungen)
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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 19:39 Uhr
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Produktfakten auf einen Blick

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Aufbau Tb
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Kurzgeschichten
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Produktbeschreibung

Mein Leben als Vater und Sohn

Bewertungen & Erfahrungen

4,3 von 5
6 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 14.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine wunderbare Erinnerung an die sieben guten Jahre und eine sehr bewegende Geschichte über Vater und Sohn. Ich kann es jedem empfehlen, der eine tiefgründige und emotionale Lektüre sucht.
Redaktion 14.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Das Buch bietet eine interessante Perspektive auf das Leben als Vater und Sohn, allerdings ist die Darstellung etwas vage und die Informationen könnten detaillierter sein.
Redaktion 14.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Gut!
Webervogel 04.04.2024 amazon.de
Als ich zu diesem Buch griff, hatte ich noch nie von Etgar Keret gehört. Ich wusste nicht, dass der israelische Schriftsteller ein internationaler Bestsellerautor ist, dessen Bücher bereits in 37 Sprachen übersetzt wurden. Mich hatten einfach das Cover, der Titel und die Kurzbeschreibung angesprochen: Keret erzählt in „Die sieben guten Jahre“ Anekdoten, die sich in den Jahren ab der Geburt seines Sohnes bis hin zum Tode seines Vaters zugetragen haben. Er wird dabei sehr persönlich – so persönlich, dass er sich entschieden hat, dieses Buch nicht auf Hebräisch und nicht in seinem Heimatland Israel zu veröffentlichen. Er schrieb es zwar in seiner Muttersprache, ließ es dann jedoch sofort ins Englische übersetzen und nur diese englische Fassung wurde lektoriert und von ihm überarbeitet. Keret sieht seine ausländischen Leser als Fremde, denen er in einem Zugabteil begegnet und denen er für die Dauer dieser Zugfahrt Geschichten erzählt – bevor er wieder aussteigt und die Wege sich trennen.Ich habe „Die sieben guten Jahre“ innerhalb von zwei Tagen an allen möglichen Orten gelesen (im Zug allerdings nicht), so sehr haben mir Kerets Anekdoten gefallen. Ich hatte eigentlich mit einem Roman gerechnet, aber das Buch enthält in sich abgeschlossene Geschichten, die chronologisch besagten sieben Jahren zugeordnet werden. Ein winziges bisschen fühlte ich mich an die Erzählungen von Horst Evers erinnert, die ich sehr mag. Keret ist kein Kabarettist, aber er hat Humor und Witz und genau wie eine gewisse Melancholie schwingen diese in seinen Geschichten mit. Sein Stil ist dabei unheimlich leichtfüßig.Inhaltlich sind die Geschichten eine Mischung aus Alltagsbeobachtungen, eigenen Erlebnissen und Erinnerungen an skurrile Situationen. Ein Streitgespräch mit einem Taxifahrer, der den dreijährigen Sohn des Autors angebrüllt hatte, liest sich ebenso unterhaltsam und weise wie die Geschichte um das Warschauer Keret-Haus, das den Familiennamen wieder zurück in die Geburtsstadt der Mutter brachte.Kerets Herz gehört seiner Heimat Israel. Der jüdische Glaube an sich scheint für ihn keine große Rolle zu spielen; er selbst glaubt nicht an Gott, lebt aber in einem Land, in dem Religion und Politik untrennbar miteinander verbunden sind. Auch in den „Sieben guten Jahren“ gab es Auseinandersetzungen um den Gaza-Streifen, Operationen mit Namen wie „Gegossenes Blei“ und „Wolkensäule“. Bombenalarme und Gespräche über Krieg gehörten teilweise zum Alltag des Autors und fließen so auch in seine Geschichten ein. Im gleichzeitig traurigen, komischen und berührenden Kapitel „Pastrami“ schildert Keret, wie er und seine Frau mit dem kleinen Sohn spielen, dass sie drei ein Sandwich bilden – so können sie das Kind während eines Bombenalarms gleichzeitig beruhigen und es dazu bringen, sich mit ihnen neben dem Auto in einen Graben zu legen. Der Autor sieht Israels Politik durchaus kritisch, auch das blitzt immer wieder in seinen Geschichten durch. Vor allem erzählen sie jedoch davon, wie Alltag in Israel heute aussieht, und das fand ich sehr interessant. „Die sieben guten Jahre“ haben mir Israel mit all seinen Widersprüchen ein ganzes Stück nähergebracht. Wobei Keret vermutlich zu den Autoren gehört, die über alles schreiben könnten – durch seinen Stil, seinen Witz, seine Ehrlichkeit und seine besondere Beobachtungsgabe wäre das Ergebnis auf jeden Fall lesenswert.
Peter 04.04.2024 amazon.de
Ich hab das Buch sehr gerne gelesen.Etgar Keret zeigt darin einen ausgezeichneten Humor, in dem ich von Seite zu Seite sehr gut unterhalten wurde.
Oparazzo 04.04.2024 amazon.de
Etgar Kerets Sieben Gute Jahre beginnen mit der Geburt seines Sohnes und enden mit dem Tod seines Vaters. Das ist der grobe Rahmen, den er seinen Memoiren - ein weiter Begriff! - gegeben hat.Fast kishonesk geht es los: Die Beschreibung, wie der Kleine zur Welt kommt, während das Hospital mit mehreren Krankenwagenladungen von Attentatsopfern fertig werden muss, lässt bereits den Galgenhumor erkennen, der den Israelis hilft, mit der ständig präsenten Bedrohung umzugehen. Das zieht sich durch viele der 36 kurzen bis sehr kurzen Momentaufnahmen seines Lebens, als Vater, Sohn, Ehemann, Bruder, Freund, Autor, Vielflieger oder Fahrgast diverser eigenartiger Taxichauffeure.Trotz des (selbst)ironischen, bisweilen leicht albernen Grundtons geht es immer wieder spürbar an die Substanz. Und das noch nicht einmal so sehr beim schrecklichen Zungenkrebstod seines Vaters - hier steht dessen unerschütterlicher Optimismus im Vordergrund -, sondern eher anlässlich seiner Lesereisen nach Deutschland und Polen, wo ein großer Teil seiner Familie ermordet wurde. Die Ignoranz und Taktlosigkeit derjenigen, deren Vorfahren dies zumindest nicht verhindert hatten, kann niederschmetternde Ausmaße annehmen, die anderer "Kenner" des Nahostproblems kaum weniger.Auch der Familienmensch Etgar Keret ist immer wieder stärker gefordert als ihm lieb ist. Dem jungen Vater stellen sich ganz andere Fragen, als man das außerhalb Israels so kennt (wann haben Sie sich erstmals Gedanken gemacht, ob Ihr Sohn zur Bundeswehr gehen sollte?). Und wo, wenn nicht dort, passiert es einem Atheisten, dass die geliebte Schwester plötzlich orthodox wird und elf (11!) Kinder in die Welt setzt? Seiner Zuneigung zu ihr tut das keinen Abbruch, ein Spagat bleibt es doch. An solchen Stellen wird es manchmal ein wenig sentimental; über zu wenig gefühlsmäßiges Auf und Ab kann sich der Leser nicht beklagen. Auf jeden Fall macht es Lust, Kerets nichtautobiographische Kurzgeschichten kennenzulernen.
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