Wie kam ich zu diesem Buch?Durch Zufall wurde ich auf das Buch bzw. die Autorin aufmerksam. Es ist das zweite Buch von Julia Peters, das ich gelesen bzw. gehört habe.Wie finde ich Cover und Titel?Passt irgendwie, auch wenn ich nicht genau weiß, welches Haus abgebildet sein soll.Um was geht’s?Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen, und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension, vor allem bei einer Romanbiographie, deren Geschehnisse man auch ergooglen kann. Lasst euch aber gesagt sein, dass so einiges passiert im Haushalt Kruse. Den Namen Käthe Kruse hatte ich vorher schon gehört, irgendwann habe ich auch mal den Film über sie gesehen. Die Bücher sind natürlich viel detaillierter.Wie ist es geschrieben?Es handelt sich um den 2. Teil einer Dilogie, und ich hatte keine Probleme, wieder in die Geschichte einzutauchen, ich wollte nach dem 1. Teil ja auch wissen, wie es weitergeht, und Käthes Leben und ihre Karriere waren 1911 ja noch lange nicht beendet. Genau genommen hat da erst alles so richtig Fahrt aufgenommen. Band 2 knüpft nahtlos an Band 1 an; es gibt aber genügend Rückblicke, dass man gleich wieder reinkommt. Der Schreibstil ist flüssig und zügig zu lesen, der Ausdruck ist gut und leicht zu verstehen. Sehr gut gefällt mir, dass die Erzählperspektive wechselt, so bekommt man sehr viel aus verschiedenen Sichtweisen. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug, um gleich in der Story zu sein. Die Gegebenheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen.Wer spielt mit?Die Charaktere und deren Entwicklung sind gut gezeichnet. Ich habe sie kennengelernt, ich habe mitgefiebert und mitgelitten. Max ist ein unsympathischer Stoffel und ein selbstsüchtiges Aas wie eh und je und egoistisch nur auf seinen Vorteil bedacht. Er lässt Käthe oft allein, und alles muss sich immer nur um ihn drehen. Fordern kann er, geben eher weniger. So wird er zumindest beschrieben. Käthe bietet ihm aber auch kein Paroli, hofft stattdessen, dass er sich ändert, und redet sich die Situationen selbst schön. Er will ständig beweihräuchert werden, dass Käthe nichts ohne ihn wäre, während sie den Lebensunterhalt der ganzen Familie verdient und ihm sogar noch Patentgebühren zahlt. Keine Ahnung, wie sie ihn mit dem großkotzigen Verhalten so lange lieben konnte.Mein Fazit?Das Buch hat mir gefallen, die Sprecherin war auch angenehm, somit erhält es von mir 4 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden. Es wird nicht das letzte Buch der Autorin sein, das ich lese oder höre.