Der Sommer, nach dem alles anders war. Wenn man jung ist, fühlt sich das Leben an wie eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Dein Herz klopft so heftig, dass es einfach Liebe sein muss - oder doch Angst? Wer weiß das schon? Es ist heiß auf Usedom in jenem Sommer 2022, der Ostseestrand ist warm unter den Zehen und Finnley Kovalsky, 17, Förderschüler im letzten Schuljahr, will raus: aus der Platte, aus dem Grau, rein ins Abenteuer. Wie sein Freund Neil und der gutmütige Leif. Und plötzlich ist da auch das ukrainische Mädchen Ulja. Doch wohin verschwindet sie ständig? Und was hat es mit dem my steriösen Oberst und immer mehr Militär auf der Insel auf sich? Mit den Gerüchten über einen bevorstehenden russischen Angriff? Während einer der Freunde die Insel militärisch verteidigen will, zweifelt der andere an den Behauptungen aus dem Netz. Und über all dem flirrt die Liebe zwischen Ulja und den Jungs in der Sommerluft - bis Finnley sich entscheiden muss, ob er bereit ist, für seine Überzeugungen alles aufs Spiel zu setzen. Was, wenn deine erste Liebe deine letzte ist? Ein mitreißender Coming-of-Age-Roman über Fremdenfeindlichkeit, Freundschaft und Freiheit. Finnley, Neil und Leif haben reale Vorbilder. Voll authentisch: ein hochaktuelles Jugendbuch ab 14 Jahren . Kennst du "Tschick" oder "Die Welle"? Dann wirst du diese Sommergeschichte lieben. So hart wie bittersüß: Wer manipuliert, wer informiert, wer überlebt?
Bewertungen & Erfahrungen
4,8 von 5
5 Bewertungen
5 ★4
4 ★1
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2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion20.07.2026
testmonster.de · Redaktion
Diese Glitzertage sind einfach fantastisch und bringen eine unglaubliche Stimmung! Ich bin total begeistert von diesem Produkt.
Danke, Antonia Michaelis, für dieses Buch!Es zeigt, wie gefährlich die Echokammern in sozialen Netzwerken sind und was für Parallel- Universen möglich sein könnten, auch auf Usedom.Und dass es auf komplexe Fragen keine einfachen Antworten geben kann, so sehr sich ein Teil dieser Gesellschaft dies auch wünschte.Nach schlimmen Erlebnissen, wie Menschen, die man zu kennen glaubte, plötzlich krude Thesen vertraten und jedewde faktenbasierte Diskussion darüber verweigerten, Telegram- Algorithmen die Abdrift noch beförderten und beschleunigten, war dieser Roman wie Medizin.Und gibt Hoffnung, dass es noch besondere und bunte Menschen jenseits des Mainstreams gibt, die trotzdem resilient sein können gegen die esoterisch gut getarnten sogenannten “Erwachten”, “ Erleuchteten”, deren Gedanken in Wahrheit völkisch, rassistisch und menschenverachtend sind.Unbedingt lesen!
Wolgast – ganz im Nordosten Deutschlands, im malerischen Mecklenburg-Vorpommern gelegen – das „Tor zur Insel Usedom“... Möwen fliegen kreischend am wolkenlosen Himmel, die Sonne scheint hier mehr als irgendwo sonst in Deutschland. Doch die Idylle trügt... Nach der Wende machten einige wichtige Arbeitgeber der Region dicht, viele Menschen verloren infolge dessen ihren Arbeitsplatz und mit ihm ihren Lebensmut. Es folgte der Griff zur Flasche oder zum Joint, Schulden türmten sich auf, Familien zerbrachen... „Gesellschaftsmüll“ werden diese Menschen genannt, die Schlange stehen vor dem Jobcenter, um sich „ihr Hartz“ abzuholen...Wird die Arbeitslosenquote in Meck-Pomm mit ca. 18 % beziffert, so liegt sie in Wolgast um einige Prozentpunkte höher...In einem solchen sozialen Brennpunkt in Wolgast lebt Finnley, 17 Jahre alt und Förderschüler. Gemeinsam mit seiner Mutter und den beiden jüngeren Halbgeschwistern wohnt er in der Platte, irgendwo im Nirgendwo... Es ist Sommer und Finnley jobbt als Eisverkäufer auf Usedom, der zweitbeliebtesten deutschen Urlaubsinsel. Und während er bunte Eiscremekugeln in Waffeltüten abfüllt, träumt er sich in weite Ferne. Weg aus dem „Ghetto“, raus aus der viel zu kleinen, verqualmten Wohnung, weg von dem immer leeren Kühlschrank und von den beiden kleinen Geschwistern, die er so liebt und doch nicht mitansehen möchte, wie aus ihnen einmal „nichts“ wird, denn welche Perspektive haben sie schon?Und während auf Usedom die vielen Touristen die Seele baumeln und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, tobt in der Ukraine noch immer der russische Angriffskrieg. Ein Ende ist nicht in Sicht... Wir Deutschen wähnen uns hier in Sicherheit und genießen den Sommer, denn die Ukraine ist weit weg. Doch plötzlich gibt es Nachrichten im Netz, dass die Russen in Polen einmarschieren wollen; mehr noch, dass sie planen, die Insel einzunehmen. Usedoms Bevölkerung und auch die Menschen in Wolgast bekommen Angst. Die Regale in den Supermärkten beginnen sich zu leeren, das Militär rückt an, Fliegeralarm wird ausgelöst und die Hiobsbotschaften in den sozialen Netzwerken überschlagen sich... Kein Stein scheint mehr auf dem anderen liegen zu bleiben...In all dem Chaos lernt Finnley Ulja kennen, eine junge Ukrainerin, die immer genau dann auf der Bildfläche auftaucht, wenn etwas Schlimmes passiert. Wer ist dieses Mädchen?Mit ihrem aktuellen Roman „Scheiß Glitzertage“ legt Antonia Michaelis wieder einmal den Finger tief in die Wunde. In ihrer unnachahmlichen Art thematisiert sie nicht nur den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, sondern bringt auch brandheiße Angelegenheiten wie Perspektivlosigkeit, Alkoholismus und Drogenmissbrauch, Langzeitarbeitslosigkeit, Massentourismus, Ausländerfeindlichkeit und Kinderarmut zur Sprache. Dies alles eingepackt in den Sog von Social Media, dem man sich nur mit gesundem Menschenverstand und gutem Willen entziehen kann.Antonia Michaelis macht mit ihrem Werk eindringlich darauf aufmerksam, wie leichtgläubig wir Menschen sind, wie beeinfluss- und steuerbar; und wie schnell sich Nachrichten im Netz verbreiten und eine unkontrollierte Welle der Irreführung auslösen können.Dies ist ein Buch, welches auf jeden Fall auch im Rahmen schulischer Leserunden gemeinsam gelesen und besprochen werden sollte!!!Eine große und wichtige Geschichte, die unsere Augen und Herzen öffnet, und die ich uneingeschränkt empfehlen möchte!Danke Antonia Michaelis!
InhaltIm Sommer 2022 sehnt sich der siebzehnjährige Finnley danach die Insel Usedom zu verlassen. Zusammen mit seinen Freunden schmiedet er Pläne. Doch dann trifft er auf Ulja, ein Mädchen, dass ihn tief berührt und aus der Ukraine fliehen musste. Finnley sehnt sich danach Zeit mit ihr zu verbringen, doch sie verschwindet immer wieder und schließlich scheint der Krieg auch nach Usedom zu kommen.Meine MeinungDa mich die Bücher der Autorin immer tief berühren und sie wirklich wichtige und hochaktuelle Themen aufgreift, war ich sehr gespannt auf ihr neues Jugendbuch, das für mich tatsächlich nicht einfach zu lesen war. Denn das Thema Krieg verfolgt einen schon im echten Leben und es fiel mir schwer dieses eigentlich wichtige Buch zu lesen, weil mich die Thematik unglaublich mitnimmt. Dennoch finde ich es gut, dass die Autorin das Thema hier aufgreift und auch die Art, wie sie das Ganze darstellt gefiel mir, weil man hier auch noch einiges lernen kann.Was mich allerdings etwas gestört hat war, dass Finnley und seine Freunde Förderschüler sind, das extra betont wird, aber man eigentlich gar nicht so recht merkt, warum eigentlich. Da hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht. Dafür bekommt man als Leser*in die Tiefe in anderen Bereichen. Denn was zuerst wie eine schöne Sommerromanze klang, ist so viel mehr. Das Buch dreht sich nämlich zusätzlich zu dem Thema Krieg um die Themen Alkoholismus und Drogenmissbrauch, aber auch Kinderarmut und die Angst vor der Zukunft. Auch Verschwörungstheorien sind ein Thema. Das Buch ist anders gerade, weil so viele schwere Themen aufgegriffen werden.Der Schreibstil ist sehr eindringlich und sorgte bei mir für eine gewisse Gänsehaut. Dank der gewählten Ich-Perspektive konnte ich mich sehr gut in Finnley hineinversetzen, zumal er ein sehr interessanter Protagonist war. Auch die anderen Figuren konnten mich überzeugen, da sie alle sehr vielfältig dargestellt wurden.Vieles macht tatsächlich erst am Ende des Buches Sinn und tatsächlich ist “Scheißglitzertage” ein Buch, das zum Nachdenken anregt und tief berührt.FazitZwar war das Thema Krieg für mich nicht ganz einfach zu lesen, aber das Buch beinhaltet unglaublich wichtige Themen, die auch sehr gelungen dargestellt wurden. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.