Christina Henry „Die Chroniken von Alice – Die schwarze Königin“„Welcher Liebende trägt keine Maske, wenn er um seine Liebe wirbt? Welcher Liebende lügt nicht und spricht süße Worte, wenn doch das, was er von seiner Liebe will, alles andere als süß ist?“Klappentext:Alice hat den Kampf gegen den Wahnsinn gewonnen – vorerst. Sie hat die Schandtaten des Kaninchens sowie den Blutdurst des Jabberwocks überlebt und will nun ein Versprechen einlösen: Jenny, die Tochter ihres Freundes Hatcher, zu finden. Doch Alice und Hatcher erwartet der nächste Albtraum. Sie müssen in das Reich der verrückten Weißen Königin vordringen, wo das wahre Spiel um das finstere Wunderland bereits begonnen hat. Jeder Zug führt Alice näher an ihre Bestimmung. Aber damit sie als Siegerin hervorgeht, muss sie nicht nur ihre neuen Kräfte zu beherrschen lernen, sondern herausfinden, was mit der rätselhaften Schwarzen Königin geschehen ist ...Zum Inhalt:Der zweite Teil der Reihe schließt nahtlos an den ersten Band an. Wir begleiten Alice und Hatcher durch den Tunnel der hinaus aus der Stadt führt und landen mit beiden in einer schwarzen, toten Ebene. Hier laufen nicht nur gefährliche Wesen rum, nein ein unheimliches Feuer verbrennt Nacht für Nacht große Teile des Landes. Alice und Hatcher macht die große Hitze, der Dreck, das Leid und die Erinnerungen an die letzten Tage in der Stadt sehr zu schaffen. Alice versteht noch nicht, wie ihre Magie funktioniert, und scheitert an kleinen Aufgaben. Dann kommen sie weiter in ein menschenleeres Dorf und merken schnell, dass hier etwas nicht Stimmen kann. Es ist Alice Instinkt und ihrer guten Erziehung zu verdanken, dass den beiden nichts weiter geschieht. Im nächsten Teil kommen sie in einen verzauberten Wald, der voller Fallen, Gefahren und neuer Feinde steckt. Alice und Hatcher werden getrennt und zum ersten Mal steht Alice alleine da. Wären da nicht ihre eigene Magie und eine vertraute Stimme, die ihr in der Not eine Hilfestellung gibt, wäre sie ernsthaft in Gefahr. Der Riese Pen, begleitet Alice nun ein Stück des Weges und wird zu einem Gefährten im Kampf gegen eine neue Bedrohung, die weiße Königin. Im Dorf der Verlorenen findet Alice endlich einen Weg, um zur weißen Königin zu gelangen, und damit auch noch eine neue Aufgabe, die sie vom Verlust von Hatcher ablenkt. Denn der hat sich im verzauberten Wald in einen rasenden Wolf verwandelt, der nun nach ihrem Leben trachtet. Im nächsten Part, macht sich Alice nun auf den Weg in das Schloss der weißen Königin, wandelt erneut durch einen Tunnel, und lernt, endlich mit ihrer Magie umzugehen. Sie entschlüsselt das Geheimnis der schwarzen Königin und findet in ihr eine magische Verbündete im Kampf gegen die weiße Königin.FazitDer zweite Teil der Reise von Alice und Hatcher auf der Suche nach Hatchers verlorener Tochter Jenny, kommt wieder brutal, unheimlich und schockierend daher. Diese fantastische Version von Alice im Wunderland ist wirklich nichts für schwache Nerven und überzeugt mit den beiden Hauptcharakteren Alice und Hatcher. Beide tragen ein schweres düsteres Schicksal und all ihre Handlungen, Gedanken und Gefühle sind authentisch und nachvollziehbar. Es macht sie herrlich verrückt und so anders, zu ihren originalen Vorbildern. Die Story ist logisch und hält einige Geheimnisse und Rätsel für den Leser bereit, was in diesem Teil störend ist, ist die fehlende Kapiteleinteilung. Das Buch besteht aus zwei Teilen und ist bis auf einzelne Einschübe in einem durchgeschrieben. Was nur halb so anstrengend wäre, wären da nicht die ständigen Rückblenden, die Alice in ihr Leben vor dem Kaninchen versetzen und damit das Voranschreiten der Handlung extrem verzögern und den Text stellenweise langatmig machen. Zudem kommen Alice wirre Gedankengänge und kindliche Abschweifungen, was zwar die Figur super charakterisiert, aber der Handlung nicht zugutekommt. Hier wäre weniger mehr gewesen. Während Alice in diesem Teil endlich etwas Erwachsener zu werden scheint und eine Wandlung mitmacht, bleibt das Schicksal von Hatcher düster und hoffnungslos. Er bekommt weniger Aufmerksamkeit, aber dafür mehr Schicksalsschläge. Hier hätte ich mir zumindest ein kleines, echtes Happy End gewünscht. Vielleicht hat er im dritten Teil etwas mehr Glück.Alles, was mich im ersten Band überrascht und überzeugt hat, ist im zweiten Teil noch vorhanden, doch die Buchstruktur und die vielen unnötigen Ablenkungen in der Handlung, sind für mich ein Kritikpunkt. Stellenweise habe ich aufgehört, zu lesen und das Buch zur Seite gelegt, da es ermüdend war. Hier hätte ich gern das Kapitel beendet und im nächsten frisch angefangen ...Das Buch bekommt von mir diesmal nur 3 Sterne. Ich hoffe, dass der dritte Teil, der aus Kurzgeschichten besteht, ein paar Antworten auf die vielen offenen Fragen liefert und Alice und Hatcher ihr Happy End bekommen.