1882: Als die junge Missionarswitwe Rebekka von Sassnitz mit zwei Kindern auf einem Segelschiff aus China zurückkehrt, steht sie vor einer schwierigen Entscheidung: Soll sie einem Fremden ihr Ja-Wort geben? Sie weiß: In Berlin wartet Pfarrer Friedrich Hoffman auf sie. Oder sollte sie ihren Gefühlen für Kapitän Salmas folgen, der sie im Sturm auf See gerettet hat? Als ihr bewusst wird, dass die Begegnung mit ihm nicht folgenlos blieb, ist sie gezwungen zu handeln und entdeckt unter dem Druck der Umstände, welche Liebe durch alle Stürme trägt ...
Bewertungen & Erfahrungen
4,8 von 5
4 Bewertungen
5 ★3
4 ★1
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2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion15.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein sehr interessantes und nachdenkliches Buch, das eine spannende Geschichte erzählt. Allerdings empfand ich die Sprache als etwas älter, was für manche Leser eine kleine Hürde darstellen kann.
Menschen machen Fehler und doch gibt es nichts, woraus Gott nichts Schönes vollbringen kann.Dieser Satz fasst für mich persönlich die Kernbotschaft dieses wunderbaren Buches zusammen. Oder wie die Autorin eine Figur im Roman sagen lässt: "Du bist nicht das, was andere über dich sagen. Du bist das, was Gott über dich sagt: ein neuer Mensch! Was hinter dir liegt, zählt nicht mehr." (S. 49)Im Jahr 1882 kehrt die junge verwitwete Missionarin Rebekka mit ihren zwei kleinen Kindern zurück in ihre Heimat nach Berlin. Doch schon auf ihrer Rückreise muss sie sich gedanklich mit einer sehr wichtigen Entscheidung auseinandersetzen, die ihr weiteres Leben verändern würde, denn nach dem Tod ihres Mannes und kurz vor Abreise erhielt sie einen Brief mit einem Heiratsantrag von einem ihr Unbekannten: Soll sie ihm, einem Pastor, das Ja-Wort geben und somit ihre Zukunft und die ihrer Kinder absichern? Oder soll sie sich für einen Mann entscheiden, der ihr auf dem Schiff in einer heftigen Sturmnach das Leben gerettet und in ihr Gefühle geweckt hat? Sie trifft eine Entscheidung, deren Konsequenzen weitreichender sind, als sie zunächst hätte ahnen können...Die Geschichte hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Sie liest sich sehr leicht und enthält doch so viel (geistliche) Tiefe, Weisheit und auch interessante historische Informationen. Mit jeder einzelnen Figur konnte ich gut mitfühlen und deren Handlungen nachvollziehen, auch wenn die Tat an sich vielleicht alles andere als richtig ist. Jeder Charakter ist einzigartig und authentisch beschrieben - keiner wird besonders herausgehoben, sondern einfach echt, nahbar und fehlerhaft präsentiert. Überhaupt finde ich, dass es der Autorin wirklich gut gelungen ist darzulegen, wie unerperfekt wir Menschen doch sein können, manche getrieben von Selbstzweifel, Menschenfurcht, Angst, Egoismus; andere verletzt durch ihre Vergangenheit, Unvergebenheit und Bitterkeit. Alle eint die Sündhaftigkeit der menschlichen Natur und die Tatsache, dass man es aus eigenen Kräften nicht schafft, ein guter Mensch zu sein. Alle brauchen göttliche Hilfe und Gnade beim Heilen, Hinter-Sich-Lassen und Weitergehen. Diese Geschichte ist eine Geschichte über menschliches Versagen und zutiefste Reue über Geschehenes - doch vielmehr eine Geschichte über das wunderbare Wirken Gottes im Leben von Menschen, die bereit sind, Gottes Gnade und seine Vergebung anzunehmen und christus-ähnlicher zu werden im Umgang mit sich selbst und seinen Mitmenschen. Besonders der männliche Hauptprotagonist, Friedrich, hat es mir wirklich angetan: Es hat eine unfassbar tolle Entwicklung gemacht, die mich wirklich fasziniert hat.Zu erwähnen ist, dass die Autorin vielschichtige und verschiedene Themen innerhalb der Haupthandlung miteinander verwebt, die im echten Leben ja auch oft zusammenfallen, zb trifft man hier nicht nur auf das bereits erwähnte Thema Vergebung, sondern auch auf Kindheitstraumata, Umgang mit Kindern in früheren Jahrhunderten (Machtgefälle zwischen Erwachsenen und Kindern), Depression, die Rolle einer Pastorenfamilie und auf innere persönliche und äußere Konflikte mit ethischen Komponenten.Den Abschluss fand ich wunderbar: Zu lesen wie sich Situationen verändern im Aspekt von Liebe und Vergebungs-sowie Veränderungsbereitschaft und sich diese inneren Wandlungen in den Individuen auch auf andere Personen übertragen können bzw andere Menschen positiv beeinflussen können, ist einfach wunderschön und hoffnungsvoll.Ich habe dieses starke Buch sehr gerne gelesen, es war spannend und hat mich tief bewegt. Sicherlich werde ich nochmal zu dem Roman greifen und freue mich schon unsagbar auf den Folgeband.
In diesem historischen Roman von Gertraud Schöpflin, im Brunnen Verlag erschienen geht es um die junge Missionarswitwe Rebekka von Sassnitz, die 1882 mit zwei Kindern auf einem Segelschiff aus China zurückkehrt. Sie hat gleich mehrere Lebensstürme zu verarbeiten, die tiefe Trauer und Einsamkeit seit ihr Mann gestorben ist. Dann die Sorge um das Wohl der Kinder, die sie zur Entscheidung einem Fremden das JA-Wort zu geben drängt. Weiter trifft sie noch Entscheidungen auf dem Schiff, die nicht ohne Folgen bleiben. Schafft sie es ihren Werten treu zu bleiben? Fehler, Lügen und Vergebung spielen dabei eine große Rolle.Die Autorin versteht es die unterschiedlichsten Menschencharaktere in einer feinen Art miteinander zu verweben und zu beschreiben. Dabei zeigt sie Emotionale Werte auf, die zu regelrechten Stürmen werden und welche Rolle dabei Gott und der tiefe Glaube spielt. Es beschreibt keine Fehlerlosigkeit und auch keine heile Welt, sondern die Menschlichkeit und Fehler, die viel kosten. So ist Rebekka gezwungen Entscheidungen zu treffen, die auf Fehler basieren, aber auch gezwungen diese Fehler an Gott abzugeben und Gott die Stürme stillen zu lassen.Gartraud Schöpflins Schreibstil ist sehr emotional packend und flüssig, ich konnte mich in die Gefühle der Rebekka so gut hineinversetzen, dass sogar manch kleine Träne geflossen ist , denn machen wir nicht alle Fehler und wissen nicht weiter ? Trotz drei Kinder und jede Menge Alltagsaufgaben konnte ich nicht aufhören dieses Buch zu lesen und habe es an einem Nachmittag und Abend gelesen, dabei hatte ich am Abend das schöne Gefühl, dass Gott unsere Stürme stillt.Der Bezug zum Glauben ist auf keinen Fall aufdringlich, sondern sehr unterstützend und die Bibelverse sind sehr authentisch und passend dazu gewählt und ich hatte so ein schönes Gefühl das Ganze im Zusammenhang zu lesen.Vielen Dank UND dieses Buch wird auf jeden Fall weiterempfohlen UND ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin,
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.