Die Jahrhundertwende ist die Blütezeit der polnischen Kunst. Der Band zeigt Meisterwerke der Malerei dieser Epoche zwischen Dekadenz und Aufbruchsstimmung und beleuchtet ihre Wurzeln in der polnischen Geschichte, Kultur und Natur ebenso wie die engen Verflechtungen mit dem europäischen Kunstgeschehen. Die polnische Malerei um 1900 entführt in eine Welt der Mythen und Legenden, in träumerische Landschaften, in alte Traditionen und Bräuche, in die Tiefen der menschlichen Seele. In einer Nation ohne eigenen Staat – Polen war bis zu seiner Unabhängigkeit 1918 zwischen Russland, Preußen und Österr eich-Ungarn aufgeteilt – trat eine junge Künstlergeneration an, die Malerei zu erneuern. Sie stiftete damit eine gemeinsame Identität, schloss aber gleichzeitig auch an die europäischen Avantgarden an. Künstler*innen: Teodor Axentowicz, Olga Boznäska, Józef Che¿mo¿ski, W¿adys¿aw Czachórski, Julian Fäat, Wojciech Gerson, Aleksander Gierymski, Gustaw Gwozdecki, Vlastimil Hofman, W¿adys¿aw Jarocki, Konrad Krzy¿anowski, Jacek Malczewski, Jan Matejko, Józef Mehoffer, Edward Oku¿, Józef Pankiewicz, W¿adys¿aw Podkowi¿ski, Witold Pruszkowski, Ferdynand Ruszczyc, Kazimierz Sichulski, W¿adys¿aw ¿lewi¿ski, Kazimierz Stabrowski, Jan Stanis¿awski, Henryk Szczygli¿ski, W¿odzimierz Tetmajer, Wojciech Weiss, Stanis¿aw Witkiewicz, Witold Wojtkiewicz, Leon Wyczó¿kowski, Stanis¿aw Wyspiäski
Bewertungen & Erfahrungen
5,0 von 5
2 Bewertungen
5 ★2
4 ★0
3 ★0
2 ★0
1 ★0
Verteilung basiert auf 2 vorliegenden Einzelbewertungen.
Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen
und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.
Um es gleich zu Beginn zu gestehen, keines der 130 Kunstwerke aus Krakau und Warschau war vorher bekannt. Ähnliches schon. So arbeitet auch der Katalog sehr verdienstvoll die vielfältigen Verbindungen von Polen in den Westen und nach Russland (St. Petersburg) heraus: Namen, die sich zunächst aufdrängen, sind: Liebermann, Lenbach, Bantzer, Böcklin, Corinth, Leistikow, Kandinsky, Larsson, Munch, Monet.Besonderen Platz nehmen Porträts ein. Vor allem in den Selbstbildnissen zeigt sich ein starkes Selbstbewusstsein der Künstler in Zeiten der politischen Unfreiheit.Wir sehen zwar keine Historiengemälde wie von Delacroix oder David, dafür aber liebevoll festgehaltene dörfliche Szenen. Selbst der Japonismus hat in Polen Aufnahme gefunden. Breiten Raum nehmen Landschaften ein, oft mit symbolistischen Verweisen.Das Anliegen von Ausstellung und Katalog, anhand symbolistischer Kunst die politische Entwicklung des Landes im Fin de Siecle darzustellen, kommt in dem Bild auf dem Cover am ehesten rüber: Der Dandy (wir kennen ihn von Toulouse-Lautrec) hält Lotosblüten in seiner Hand, Symbole für Schönheit und Harmonie mit Hinweis auf Erleuchtung und Wiedererwachen. Der Künstler vollendete das Werk in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg, als Polen seine Unabhängigkeit zurückgewonnen hatte. Ein farbenprächtiges Gemälde, so, wie der Katalog insgesamt viele Überraschungen bereit hält.Dass wir auch in naher Zukunft ähnliche Deutungen erleben dürfen, wäre wünschenswert! Karlheinz Schmiedel
Deine Bewertung *
0/2000
Bewertungen werden nach Prüfung veröffentlicht. Bitte bleibe sachlich und fair.
* Alle Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten. Preise und Verfügbarkeit können sich seit der letzten Aktualisierung geändert haben.
Beim Klick auf „Zum Angebot" oder „Zum Shop" verlässt du testmonster.de und wirst zum jeweiligen Händler weitergeleitet.
testmonster.de erhält ggf. eine Provision — für dich entstehen keine Mehrkosten.
Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.