Ob im Schuh nach dem Spielplatzbesuch, vom letzten Strandurlaub oder als Baumaterial – Sand kennt jeder. Wie vielfältig Sand sich in der zeitgenössischen Kunst und aus unterschiedlichen sozialen und ökologischen Blickwinkeln betrachten lässt, das zeigt der Katalog zur Ausstellung Sand – Ressource, Leben, Sehnsucht. Von der endlosen Weite der überraschend lebendigen Wüstenlandschaften, bis zur kleinsten Sandburg der Welt – der Katalog zeigt Positionen internationaler Künstlerinnen und Künstler zu Sand. Ästhetisch, spielerisch und fragend, von der Skulptur bis in die Virtual Reality. Ergänzend finden sich aktuelle Expertenbeiträge über das Nomadenleben in der Sahara, den folgenschweren Sandraub, die kulturgeschichtliche Bedeutung des Strandes oder auch über die Bedeutung von Sand in der Kunstgeschichte. Künstler*innen: Arthus-Bertrand, Yann Bielfeldt, Ole Bouda, Ferhat Burtynsky, Edward Gursky, Andreas Hendricks, Jochem Herok, Irenaeus Mareschal, Laurent Muniz, Vik Natusch, Jenny Pugin, Jacques Sim, Chi Yin Ullman, Micha Willms, Julia & Boi¿, Andrea Zoche, Stefanie
Bewertungen & Erfahrungen
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2 Bewertungen
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Bata illic hatte ihn in den Schuhen aus Hawaii, Belinda Carlisle malte Kreise in ihn und Kinder bauen stundenlang fantasievolle Burgen mit ihm - Sand. Auf den ersten Blick vollkommen unscheinbar, aber eine nähere Betrachtung lohnt sich.Was nämlich aus Myriaden von winzigen Gesteinskörnern besteht, ist nicht nur Werkstoff für Glas und Beton, sondern auch gleichzeitig Lebensraum, Sehnsuchtsort und bedrohte Ressource.Der vorliegende Sachbildband widmet sich ausführlich dem ökologischen Tausendsassa und beleuchtet sinnvolle und weniger durchdachte Nutzungsarten dieses Rohstoffes, der scheinbar unendlich vorhanden ist. Vom Raubbau an der Natur bis hin zum verzweifelten Versuch, den Sand in künstlichen Inseln in eine neue Bestimmung zu pressen, finden Interessierte hier Informatives und Wissenswertes, das erstaunt, verblüfft und nachdenklich stimmt.Eindrucksvoll reihen sich die bunten Sandproben des Museum Wiesbaden auf und zeigen eine wunderschöne Farbpalette, die von tiefdunkelrot, curryfarben, grau bis hin zu cremeweiß reichen und die Vielfalt der Gesteine in sich trägt. Beim Blick durchs Mikroskop wird aber deutlich, dass längst nicht mehr jedes Sandkorn aus Gestein besteht, sondern Mikroplastik Einzug an unseren Stränden gehalten hat.Staunend, fast schon ehrfürchtig, habe ich minutenlang die Sandkornkunst betrachtet, bei der ein einzelnes Sandkorn mit einer Sandburg verziert worden ist. Für das bloße Augen nicht erkennbar, aber dank des Elektronenmikroskops wird ein kleines Wunderwerk sichtbar.Das Buch erzählt Geschichte und Geschichten über das Leben mit Sand und gibt auch intime Einblicke in das Leben von Nomad:innen, deren Zuhause der Sand ist. Ihre Lebensweise ist vorbildlich und nachahmenswert, wissen sie doch die Ressource Sand zu schätzen und zu würdigen.Die Begleittexte wecken die Neugier auf die Ausstellung, die eindrucksvollen Fotografien machen Heißhunger auf die optischen Eindrücke und vermitteln beim Betrachten schon erste Aha- und Wow-Momente.Sehr lesenswert !
alles erdenklich mögliche rund um den sand bietet dieser ungewöhnliche ausstellungskatalog der stiftung kunst und natur. damit ist das thema bereits angedeutet - kunst und natur! einerseits ist sand hier als motiv für diverse kunstprojekte zu sehen, doch ebenso wird sand als ressource, material und lebensraum dargestellt.gezeigt werden- in qualitativ ansprechenden, zum glück matten fotografien - sanddünen, menschen im sand, sandburgen, sand in reagenzgläsern, (video-)installationen uvm, erörtert wird va die verschwindende ressource sand, da konnte ich so manches mal nur verwundert den kopf schütteln. denn die mangelware sand wird auch für höchst fragwürdige, unsinnige projekte vergeudet, zb in dubai (archipel artificiel)sand in micro- und macroaufnahmen, sandlandschaften alleine für sich stehend in unglaublicher schönheit, menschen im sand... ja, sand ist überall, auch übrigens im glas und zement,unbedingt empfehlenswert!
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.