Jens Leunich besitzt nur so viel, wie in zwei Koffer passt - und außerdem genug Millionen auf dem Konto, um sein ganzes Leben in den Luxushotels der Welt zu verbringen. Abgesehen davon tut er - nichts. Gar nichts. Denn nichts zu tun, hat er erkannt, ist der beste Weg, die Welt zu retten. Bloß ist nichts zu tun nicht so einfach, wie die meisten denken. Diese und andere schlaue Einsichten will er nun niederschreiben - doch ganz gegen seine Gewohnheiten muss er sich damit beeilen, denn er hat nur noch zehn Tage zu leben ...
Bewertungen & Erfahrungen
4,4 von 5
5 Bewertungen
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1 ★0
Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion23.05.2026
testmonster.de · Redaktion
Ein absolut faszinierendes Buch, das mich sofort in eine andere Welt entführt; die Geschichte ist unglaublich spannend und fesselnd.
Als bekennende Eschbach-Leserin war ich gespannt.Nachdem er ja in den meisten Büchern ein klares Anliegen hat - Weltenrettung, Zivilisations und Systemkritik, irgendeine Form von Aktivmismus, ist es hier genau anders herum. Er nimmt den "Schaffen, Leisten und Verdienen"-Mythos aufs Korn, das ständige Produzieren und Tätig sein müssen, weil man ja sonst als schmarotzender Faulpelz gilt. Und schafft eine Figur, die sich ihren Lebenstraum - in Luxus leben bis ans Lebensende- erfüllt. Dafür viel recherchiert, Erkenntnisse sammelt und Gelegenheiten nutzt, auch sogenannte "illegale.".Ob dieses Leben wirklich erfüllend ist, steht auf einem anderen Blatt.Die Konsequenz mit der sein Held sich treu bleibt, entspricht dem Glück, das er hat. Sobald er seinen "egoistischen" Hedonismus aufgibt, verliert er fast sein ganzes Geld. Und lernt daraus.Da Andreas Eschbach öfter vorgeworfen wird, er könne keine Schlüsse, womit ich übereinstimme - hier kann er. Schluss ist super und überraschend.Wer Thriller oder Sci-Fi sucht, sollte diesmal nicht zugreifen. Meines Erachtens ist das ein eher philosophisches Buch.
Eschbach nimmt uns wieder mit auf eine "Was wäre wenn?"-Reise.Das Fazit der Indienreise von Jens Leunich lautet: "Die Dinge, die du besitzt, besitzen in Wirklichkeit dich" und "Lerne die Kunst der Mediation". Die Kunst des Nichtstuns (schwieriger als man denkt). Indische Lebensweisheiten werden mit ironischer Distanz zitiert, durchziehen aber den ganzen Roman. Unser Held baut daraus seine eigene Lebensphilosophie: "Ich werde (sagen wir mal) 85 Jahre alt, einen Tag im Luxushotel kostet mich ..., also brauche ich ....Komme ich (irgendwie) an das Geld, ist mein Leben praktisch vorgezeichnet. Es gibt keine Überraschungen mehr .Dass man sein Geld aber auch verteidigen muss, gegen Inflation, Bankenpleiten, Banker, die mein Geld verzocken, und dass man dann auch Lebenserfahrung braucht, wird unserem Held schmerzlich bewusst. Am Ende ist das Vermögen zusammengeschmolzen, und es sind nur noch 10 Tage bis zum Offenbarungseid.Ich habe das Buch zügig und mit Vergnügen in zwei Tagen durchgelesen. Den Mittelteil mit seinen vielen Reisebeschreibungen find ich etwas langatmig. Das Ende ist überraschend und (mit Verlaub) etwas kitschig.(Dieser Text wurde mit DeepL überarbeitet, aber nicht(!) von einer KI geschrieben.)
"Aber ich verfalle wieder einmal in meinen alten Fehler des Voraneilens"... - Diese "Perspektive eines Untätigen" ist wieder eine in sich runde, intelligent und sprachlich martyrisch-lustvoll umgesetzte Idee von Eschbach.Der "Felix Krull" ist nicht mein Lieblingswerk von Thomas Mann. So geht es mir auch mit "Dem schlauesten Mann der Welt" in Bezug auf Andreas Eschbach. Aber ich habe es, als "Kammerstudie", gern gelesen bzw. gehört, nicht ohne Kenntnisgewinn und Spaß über den Kontrast von Welt der High Society (von dem Eschbachs Held die Schönheit der Natur, die kulinarischen Genüsse, den Luxus und die Servilität des Personals beschreibt) und den Botschaften der Meditation, die der 18-jährige auf seiner ersten Weltreiseerfahrung eingesogen hat und fortan in allen Notsituationen anzuwenden versucht.Ob es sich bei Jens Leunich allerdings um den "schlausten Mann der Welt" handelt (das war ein Motiv, mir den Roman zu laden), ist fraglich. Eine Frau habe ihn mal so bezeichnet, sagt er anfangs (eitel?), zugleich bereitet er sich, während des Schreibens, auf seinen kalkulierten Selbsttod vor. - Doch handelte er insgesamt nicht aus kluger Berechnung, Intelligenz heraus, sondern allermeist aus spontaner Intuition, wie es sich - fiktiv! - in seinem Schreiben spiegelt: "Wie beginne ich? Keine Ahnung. Irgendwie eben. Am besten, ich schreibe einfach drauflos. Dann wird sich schon alles finden. Das war immer so in meinem Leben." - Das Schicksal wendet sich ihm glücklich zu. Und seine Gedanken über die Welt wie auch sein "Glück" werden durchaus nicht alle Leser*innen zur Nachahmung führen.Einmal ein Eschbach-Roman mit "gutem" Ausgang! Irgendwann musste das sein!
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 10:22 Uhr.