Wie die großen Flüsse die menschliche Zivilisation geprägt haben Flüsse haben, mehr als jede Straße oder Technologie, den Lauf unserer Zivilisation geprägt. Sie haben Entdeckern neue Wege eröffnet, sie bilden und überwinden Grenzen, ermöglichen Handel, stellen Energie bereit und ernähren Millionen. Die meisten Großstädte wurden an Ufern von Flüssen gegründet. Auch wenn ihr Lauf heute meist eingehegt ist, bleiben die Ströme in Zeiten von Klimawandel und Wasserknappheit eine machtvolle globale Kraft: Ihre weitverzweigten Arterien spenden Leben, können aber ebenso alles zerstören, was ihnen im Weg ist. In seiner glänzend geschriebenen Weltgeschichte der großen Flüsse seit der Antike lenkt der Umwelt- und Geowissenschaftler Laurence Smith erstmals unseren Blick auf eine gemeinhin unterschätzte kulturbildende Naturkraft.
Bewertungen & Erfahrungen
2,8 von 5
5 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion02.08.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine faszinierende Reise durch die Geschichte der Flüsse und ihrer tiefgreifenden Auswirkungen auf die menschliche Zivilisation, ein absolut beeindruckendes Werk. Die Darstellung ist sehr lebendig und vermittelt ein tiefes Verständnis dafür, wie mächtige Ströme Kulturen und Zivilisationen geformt haben.
Ich kann mich der Rezension von Helios nur anschließen. Ich habe beim Durchackern unzähliger, mäßig interessanter Anekdoten ein bisschen was gelernt, aber weit weniger, als ich es von der mit unwichtigen Details gespickten Lektüre von mehr als 400 Seiten erhoffte. Meine Kritik fängt schon beim irreführenden Titel „Weltgeschichte der Flüsse“ an. Tatsächlich handelt es sich im geschichtlichen Teil um eine weitschweifige Abhandlung über die unbestreitbare und wohlbekannte Tatsache, dass Flüsse immer schon eine große Rolle gespielt haben, ohne Tiefgang und mit vielen Plattitüden.Wie meinem Vorredner ging mir nach einiger Zeit der Selbsteinbau des Autors in den Text gehörig auf die Nerven. Seine persönlichen Erfahrungen und Anekdoten tragen absolut nichts zum Erkenntnisgewinn bei und sollen wohl dokumentieren, wie weitgereist und vernetzt er als Wissenschaftler ist. Statt unendlich vieler Prosa hätte ich mir von einem wissenschaftlichen Buch erwartet, Daten über den Süßwasserhaushalt der Erde, die Beiträge der größeren Flüsse hierzu, konkrete Zahlen über die Süßwasserverknappung und Ideen zu deren Beseitigung erwartet. Darüber erfährt man aber sehr wenig, und wenn, dann wieder nur Prosa. Wikipedia ist da wesentlich ergiebiger und lehrreicher. Auffallend ist auch die Unzahl an Zwischenüberschriften, die offenbar davon ablenken sollen, dass es sich über weite Strecken um eine Aneinanderreihung von Geschichten handelt, statt um eine vertiefte Diskussion des Kapitelthemas.Gekauft habe ich das Buch, weil die Rezensentin Ilona Jerger des „Spektrums der Wissenschaft“ das Buch als eine „Wucht: naturwissenschaftlich und kulturhistorisch“ bezeichnet hat. Ich finde, dass das Buch eine ziemliche Unwucht sowohl naturwissenschaftlich wie auch kulturhistorisch hat.
Der Untertitel dieses Buches lautet: „Wie mächtige Ströme Reiche schufen, Kulturen zerstörten und unsere Zivilisation prägen.“ Entsprechend habe ich mir eben ein historisches Sachbuch vorgestellt, mit dem Thema Flüsse als verbindendes Element. Nachdem ich aber die ersten paar Kapitel gelesen hatte, wurde ich stutzig und klappte zum Umschlag, um die Informationen über den Autor anzuschauen. Siehe da, der Herr ist Professor für Geowissenschaften und Umweltstudien. Das erklärt, warum das so oberflächlich geschrieben wurde. Es klingt brutal, wenn ich das schreibe, aber jeder, der sich ein bisschen für Geschichte interessiert und ein bisschen das aktuelle Weltgeschehen verfolgt, weiß bereits alles, was in diesem Buch steht. Denn das ist der nächste Punkt: Der historische Teil ist nur sehr kurz, sehr viel mehr schreibt er über die aktuelle Situation der Flüsse und dabei hat er einen sehr starken Fokus auf seine Heimat, die USA. Politik, Geologie, Umweltschutz – alles wird ein bisschen erwähnt, viele Orte aufgelistet, aber nichts richtig aufgeführt, nirgends geht er tiefer darauf ein. Das Buch selbst ist wie ein Fluss, der auf der Oberfläche in viele Bereiche mäandert, aber nirgends länger stehen bleibt.Erst dann Kapitel 7 und 8, als es konkret um sein Fachgebiet geht, erreicht das Buch jenes Niveau, das ich mir erwartet hätte. Da merkt man halt, dass der Autor sich wirklich damit auskennt und mit Leidenschaft darüber schreibt. Das waren dann auch die mit Abstand interessantesten Kapitel, die eben auch neue Informationen und spannende Zusammenhänge lieferten.Kapitel 9 liefert zum Abschluss noch einen kurzen Ausblick auf die Zukunft der Urbanisierung von Flüssen, was auch ein sehr interessantes Thema wäre, aber wiederum sehr knapp behandelt wird.Ein weiterer Kritikpunkt, der wohl nur meinen persönlichen Geschmack trifft, ist, dass der Autor sich selbst sehr oft einbaut. Es fühlt sich mehr so an, als würde der Autor uns nur zeigen wollen, wo er überall war und wen er alles getroffen hat. Denn das sind immer kurze Absätze, die regelmäßig eingefügt werden, aber gar nichts zum Buch beitragen. Voher ein nüchternes Sachbuch, dann ein Absatz nach dem Muster „Ich war dort und haben diese Person getroffen“ und anschließend weiter als nüchternes Sachbuch, ohne dass die autobiografische Information auch nur irgendeinen Nutzen hätte.Lobenswert möchte ich hingegen die schönen Fototafeln hervorheben. Ich habe mittlerweile schon einige Sachbücher gesehen, in denen die Fotos wirklich schlecht sind und nach einem seltsamen System ausgewählt wurden. Hier jedoch blättert man gerne durch diese.Das äußere des Buches verspricht also ein historisches Sachbuch, was es aber nicht ist. Deshalb bin ich persönlich schon mal enttäuscht. Ich hätte mich dann ja damit abgefunden, weil mich auch andere Fachgebiete durchaus interessieren, aber leider ist das Buch halt überhaupt nicht spannend. Insgesamt hätte ich mir einfach gewünscht, dass es weniger Themen gibt, etwa nur Geschichte, aber dafür tiefer und ausführlicher.Fazit: Als Überblickswerk für interessierte Leser sicher spannend, aber nicht geeignet für Leser mit Vorwissen, die sicher tiefer mit dem Thema auseinandersetzen wollen.
Bei der Bewertung geht es mir nicht um den Inhalt, sondern die Qualität der Versendung. Dafür kann auch der Zusteller nichts. Für jemanden der Bücher sammelt und liest, vergeht einem schon die Laune, wenn das Buch beschädigt im Paket ist. Kommt in letzter Zeit öfters vor. Verstehe ja, das man auf die Folierung verzichten möchte, aber dann bitte nicht auf Kosten eines neuen Produktes. Zurückschicken ist jetzt zu umständlich und ökologisch auch nicht das Beste. Dann wird halt wieder öfters in den Buchladen gegangen. Dort freut man sich auch auf Umsatz. Ärgerlich…
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.