Warum es so schwer ist, ein guter Mensch zu sein: …und wie wir das ändern können: Antworten eines Verhaltensökonomen
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Rechtslehre EAN 9783827501608

Warum es so schwer ist, ein guter Mensch zu sein: …und wie wir das ändern können: Antworten eines Verhaltensökonomen

Hersteller: Siedler  ·  MPN: 1089137
4,6/5 (5 Bewertungen)
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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 19:39 Uhr
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Produktfakten auf einen Blick

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Siedler
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Rechtslehre
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Produktbeschreibung

Siedler Warum es so schwer ist, ein guter Mensch zu sein: …und wie wir das ändern können: Antworten eines Verhaltensökonomen

Bewertungen & Erfahrungen

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Verteilung basiert auf 5 vorliegenden Einzelbewertungen.

Wir bündeln Bewertungen aus verschiedenen Quellen und geprüfte Nutzerbewertungen von testmonster.de, um dir ein ehrliches Gesamtbild zu geben.

Redaktion 18.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist eine tiefgründige und inspirierende Lektüre, die mir viel über die Komplexität menschlicher Moral vermittelt. Ich empfehle es jedem, der sich mit ethischen Fragen auseinandersetzen möchte.
Redaktion 18.06.2026 testmonster.de · Redaktion
Tiefgründig!
Heinz 09.04.2024 amazon.de
Mir hat das Buch sehr gefallen.Ich möchte kurz auf die negativen Bewertungen eingehen. Ich denke auch, dass manches auf den ersten Blick einleuchtet, da es dafür ja auch Sprichwörter, Geschichten, Erzählungen etc gibt, die das "belegen". Aber, wenn man ehrlich ist, gibt es nicht diese Sprichwörter, Geschichten, Erzählungen etc die einem das Gegenteil vermitteln?Ist nun das Sterntaler Märchen oder die Geschichte der Großmutter bei Woyzeck richtig/ realistischer?Oder beim Märchen "der Hirtenjunge und der Wolf" (wer einmal lügt den glaubt man nicht ...) oder Münchhausen bzw Machiavelli?Sollte eine Führungsfigur wie Musk, Bezos, Stromberg, Dieter Bohlen etc sein oder eher empathischer?Von daher denke ich, dass es sich die negativen Rezensenten zu einfach machen.Nun aber zum Buch. Der Autor zeigt wie moralisches Verhalten von der Situation und der Persönlichkeit abhängig ist. Dieses belegt er mit zahlreichen Studien, die einem interessante Einblicke geben.Ich würde sagen, dass das Buch für jeden etwas ist:A) um seine eigenen Handlungen zu reflektierenB) insbesondere für menschliche/ soziale Interaktion a la Chef:in Angestellte:r, Lehrer:in Schüler:in, Eltern Kind, Freundschaften, Nachbarschaften, etc.C) er zeigt, dass es politisch einige Instrumente gibtIn diesem Buch wird eig nur empirisch gearbeitet, was sehr interessant ist. In diesem Zusammenhang finde ich folgende theoretischen Überlegungen gut: Axel Honneth (Anerkennung), Hartmut Rosa (Resonanz), McClelland (Grundmotive des Menschen), Joe Henrichs (Evolutionsbiologe und er sagt wie evolutionär gesehen eine Führungspersönlichkeit sein sollte; hatte ich leider bisher nur auf ein paar Seiten zusammengefasst bei Paul Collier in seinem Buch das Ende der Gier gelesen), Norbert Herriger (Philosophie der Menschenstärken) oder die ökonomische Betrachtung im Rahmen der Effizienzlohntheorie.So nun möchte ich noch etwas ins Detail gehen.Hierbei möchte ich mit dem Zitat starten, womit der Autor aufhört. Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es. 306Der Autor beginnt sein Buch mit einer weiten und einfachen Definition von Moral. Unmoralisch ist man, wenn man jemanden absichtsvoll und aus niedrigen Motiven einen Schmerz oder Schaden zufügt. 12Das erste Experiment: 100 Euro nehmen oder ein Menschenleben retten vor Tuberkulose. 57% spenden. Ist das viel/ wenig? Kann man es beeinflussen? 24Fremde Personen werden Zeuge von der Entscheidung, die man aber nie wieder sieht. 72% Spende. => Fremdbild ist uns wichtig 34Andere Studie: 8 Euro bekommen und jemanden Elektroschocks verpassen (schmerzhaft, aber gesundheitlich unbedenklich). 72% verpassen dem Fremden den Elektroschock. Ist in der Kabine, wo die Entscheidung gefällt wird eine Kamera und ein Monitor, der unser Gesicht filmt, was nur der Entscheider sieht, sinkt die Bereitschaft auf 54%. Ähnliches Ergebnis mit nem einfachen Spiegel in der Kabine=> Selbstbild ist uns wichtig 39Diktatorenspiel: Person A bekommt einen Geldbetrag und Person A entscheidet, wie viel er:sie:es Person B geben möchte. Im Durchschnitt gibt Person A 25% ab. 42Studie: Diktatorenspiel, aber Person A musste sich für 5 verschiedene Beiträge entscheiden. Danach bekam Person A einen Mathetest und Fragebogen zur Ablenkung. Im Anschluss sollte sich Person A erinnern, was er gegeben hatte. Ergebnis: Person A stellt sich besser dar als er:sie:es es war. Insbesondere bei denjenigen, die eher wenig gegeben hatten. Selektive Wahrnehmung => Unsere Erinnerung stellt uns besser dar als wir in Wirklichkeit sind. 43Moralische Buchhaltung: Wenn wir uns vorher gut verhalten haben, geben wir uns die Erlaubnis beim nächsten Mal schlecht zu sein. Diktatorenspiel: Teilnehmer, die vorher für ihren moralisch guten Konsum gelobt wurden, gaben weniger. => Auch somit täuschen wir uns alle selber. 45 ähnlicher Mechanismus Hybridauto, Tierwohl LabelInteressant ist, dass das selbst bei Vorurteilen klappt. Erste Gruppe gibt man die Möglichkeit zu sagen, warum die keine Rassisten/ Diskriminierer sind. Bei der zweiten Gruppe lässt man es weg. Danach sollten beide zu Fragen Stellung beziehen. => Erste Gruppe ist rassistischer 44 => symbolischer Wohltaten können gefährlich sein, wenn zb UN damit werben 48Weiteres Experiment: Person A kann Person B die richtige Zahl sagen, dann bekommt Person A nichts. Oder die falsche Zahl sagen, dann bekommt Person A das Geld. Danach konnten die Teilnehmer 1 oder 2 Euro spenden. Bei den Lügnern haben 70% und bei den Anderen, die die Wahrheit gesagt hatten, hatten 30% gespendet. => Wir reparieren unser Selbstbild 50Diktatorenspiel: Person A kann sich für das Geld entscheiden und weiß nicht wie die negative Konsequenz für Person B ist. Oder Person A kann sich dafür entscheiden zu wissen was Person B passiert. Knapp 50% wollen es nur wissen. => Wir berufen uns alle oft darauf es nicht besser zu wissen, obwohl wir die Möglichkeit haben. 50Wir alle vermeiden Entscheidungen. Wohltätigkeitsorganisation kündigt sich bei einer Gruppe mit einem Flyer an und bei einer anderen Gruppe erscheinen sie spontan. Da wo die Ankündigung stattfand, wurden weniger Türen geöffnet. 56Wir erzählen uns selbst und anderen Geschichten zb beim Tierwohl, Tabak, Klimawandel, damit wir besser da stehen 61Wir missbrauchen die Sprache zu unserem Gunste. Zb Kollateralschäden, Fehltritt etc 68Wie wichtig sind ehrliche Entschuldigungen. UN hat 3 Optionen bei nem Fehler gemacht mit der Bitte die negative Rezension zu ändern. A) ehrliche Entschuldigung B) 2,5 Euro angeboten oder C) 5 Euro angeboten. Wobei haben die meisten ihre Rezension geändert? Bei der Entschuldigung. Aber wieso entschuldigen wir uns so selten? Weil wir unser Selbst- und Fremdbild nicht aufgeben wollen. 75Wir streben alle nach Anerkennung. Gruppe A kann den Fragebogen falsch beantworten und so Mäuse vor den Tod retten. Gruppe B kann einen Intelligenztest (die gleichen Fragen wie beim Fragebogen) falsch beantworten und so Mäuse vor den Tod retten. Jede richtige Antwort erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass da eine Maus stirbt um 0,9%. Beim Intelligenztest wurden 22% mehr richtige Antworten gegeben. => Jeder von uns strebt falsche Anerkennung an 83 siehe den Spiegelautor Relotius.Bisher sieht man ja schon wie jede:r von uns sich selbst betrügt. Wir alle achten auf unser Selbst- und Fremdbild. Wir greifen zurück: auf selektives Vergessen, moralische Buchführung (wir können nicht immer gut sein), nicht wissen wollen, Ausweichen, Geschichten, Missbrauchen die Sprache, Vermeiden Entschuldigungen, Reparieren unsere falschen Entscheidungen mit kleinen guten Taten und sind getrieben von unserem falschen Ehrgeiz. Allein hier sieht man schon, dass jede:r an sich arbeiten kann.Im nächsten Teil geht es darum, wie uns Gefühle beeinflussen.Telefonzellen Experiment: Man findet dort 10 Cent und ist danach hilfsbereiter und hilft eher Akten auf nem Fußboden aufzusammeln 89Filmausschnitt Experiment: Gruppe A bekam Ausschnitte aus einem heiteren Film und Gruppe B aus einem traurigen Film zum Schauen. Danach war die erste Gruppe großzügiger. 90Ekel Experimente: Stinkbombe, ekekhafte Filmszene, dreckiger Raum, über was ekekhaftes Berichten=> extremere Urteile 92Masturbationsexperiment: Gruppe A sollte mastubieren und kurz vorher aufhören, Gruppe B machte nichts. Beide bekamen denselben Fragebogen. Gruppe A fand deutlich mehr unmoralische und strafbare! Aussagen in Ordnung 93Bekommt das eigene Lieblingsteam im Sport eine unerwarteten Niederlage, dann stieg die Gewaltbereitschaft in der Umgebung des NFL Teams um 10% an. 94 Ebenfalls bestrafen Richter Schuldige deutlich stärker, wenn ihr College Football Team verloren hat. 94Neid Experiment: Teilnehmer sollten ein Foto von sich verschicken. Person A kann Person B einen elektroschock verpassen. Kurz vorher wird Person A mitgeteilt, ob er gleich oder weniger attraktiv als Person B ist. Im ersten Fall führen 29,6% den Elektroschock durch beim zweiten Fall über 70%. 99Arbeitslosigkeit führt zu mehr rechtsextremer Gewalt. 102Weitere Risikofaktoren für Gewalt sind: Armut, geringe Aufstiegschancen, mangelnde Chancengleichheit, Wohnungsnot 103 => vondaher sollte jede:r daran interessiert sein zunehmende Ungleichheiten zu bekämpfenVertrauensspiel: Person A bekommt 10 Euro. Nun kann er einen x-beliebigen Beitrag Person B geben. Dieser Beitrag wird verdreifacht. Nun kann Person B etwas zurückgeben.Das Experiment wurde in Zürich durchgeführt und nur der Wohnbezirk in Zürich von Person B war bekannt. Schwächere bzw problematischer Bezirke bekamen weniger. Aber auch das Zurückgeben aus den schwächeren bzw problematischeren Bezirken war weniger 106Menschen wurden zu einem Experiment eingeladen und beide bekamen Kunstwerke von Klee und Kardinsky gezeigt und sie sollten sich anschließend einer Klee oder Kardinsky Gruppe zuordnen. Gegenüber der gerade konstruierten Gruppe haben sich die Personen großzügiger erwiesen 108Auch hier sieht man, wie man von Gefühlen beeinflusst wird, obwohl man das so nicht denken würde.Im nächsten Teil geht es um die Reziprozität. Spendenaufruf per Post ohne Geschenk/ einer Postkarte/ vier Postkarten; Spendenhäufigkeit war dementsprechend 12,14 bzw 21%. 128Beim Kellnern (weibliche Kellnerinnen): beim minimalen Lächeln gaben Männer im Schnitt 4,75 und Frauen 4,65 Dollar Trinkgeld. Bei einem großen Lächeln gaben Männer im Schnitt 14,15 und Frauen 9,05 Dollar Trinkgeld. 128Experiment: Person A und B bekommen zunächst Geld. Im ersten Schritt kann Personen A entscheiden, ob er Personen B Geld geben oder wegnehmen möchte. Im zweiten Schritt kann Person B nun dasselbe machen. Ergebnis: im Durchschnitt erhält Person A von Person B mehr wenn Person A vorher mehr gegeben hat. Wenn Person A vorher Geld weggenommen hat, wird Person A von Person B im Schnitt auch dafür dann selbst bestraft. 129Arbeitsmarktexperiment: im Schnitt steigt die freiwillige Arbeitsleistung mit höheren Löhnen 137Bibliothek Experiment: Studenten bekommen a) kein zusätzliches Geschenk, b) ne Thermoskanne für 7 Euro (das Preisschild ist gut sichtbar), c) 7 Euro. Vor der Wahl gestellt entschieden sich 92% für das Geld. Aber bezüglich erbrachter Arbeitsleistung war die Option b deutlich erfolgreicher. Bei Option b fand eine 30% höhere Arbeitsleistung statt; bei Option c) nur eine 6% höhere. 139Experiment für Vertrauen. Person A gibt Punkte ab, aber Person B kann vorher bestimmen, ob Person A zwischen 0-120 oder 10-120 Punkte abgeben muss. Bei der Gruppe, wo es eingeschränkt wird, gaben die Personen im Median 10 Punkte ab; bei der anderen Punkte 20 Punkte im Median. => Vertrauen zahlt sich aus 143 wobei es auch negative Ausreißer gibt. Beide Seiten sind eine selbsterfüllende Prophezeiung 144Bekleidungsbranche: UN mit 6000 Mitarbeitern. Dort wo die Mitarbeiter gesagt haben, dass ihnen die Geschäftsführung vertraut haben im Schnitt erfolgreichere verkaufszahlen und fühlen sich mehr für das Geschäftsergebnis verantwortlich. 149Chinesisches Callcenter zum Thema Home-Office. Beim homeoffice war die Arbeitsleistung um 13% erhöht, zudem waren diese Personen seltener krank; blieben dem Unternehmen länger treu. 149Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es sich lohnt, wenn man gut mit seinen Mitmenschen umgeht. Aber wie schaut es aus, wenn man schlecht mit denen umgeht?Ultimatenspiel: Person A sagt eine Aufteilung zb 90 10 oder 70 30 etc und Person B kann annehmen oder ablehnen. Wenn die Aufteilung zu unfair ist, lehnt Person B ab und verzichtet auf das Geld um Person A zu bestrafen. 152Historisch gab es beim Reifenhersteller Firestone über 14 Millionen Rückrufe; die defekten Reifen sorgten für 271 tote Menschen. 1994 lief der Vertrag mit der Gewerkschaft ab und der Konzern nutzte es um die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern um somit Geld zu sparen. Zb 12 statt 8 Stunden Schichten, zwei Wochen weniger Urlaub für ältere Mitarbeiter, 30% weniger Lohn für neue Beschäftigte etc 154 Die Autoren der Studie gehen nach ihrer Auswertung davon aus dass es sich hierbei um eine negative reziprozität handelt. 154Ultimatenspiel: Person A hat nur zwei Optionen, was Person B weiß. Person B beurteilt die Situation dann anders und bestraft weniger zb bei 90 10 wenn die einzige Alternative 100 0 wäre. 157 zb Energiepreise, Lieferant etc sind dafür verantwortlich oder beim Fußball der Schiri, Rasen etc 159Experiment: Person A musste Blätter (die aus 0 und 1 bestanden) die 0 zählen. Für jedes richtige Blatt gab es 3 Euro. Dieses Geld bekam Person B und Person B bestimmte darüber wie das Geld verteilt wird. Man hat festgestellt, dass bei einer sehr unfairen Aufteilung die Herzfrequenz Variabilität sinkt (was ungesund ist) 160/161 => unfaire Behandlung für zu KrankheitDieser Zusammenhang wurde dann mit dem sozioökonomischen Panel verglichen. Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen unfairem Lohn und Krankheit. 161Hirnscanner belegen den Zusammenhang, dass das Unfaire direkt registriert wird. 162Zusammengefasst: Bist du scheiße zu deinen Angestellten/ Schülern/ Kollegen/ Nachbarn/ Familienangehörigen/ Fremden bekommst du es wieder. Sei es mit schlechterer Leistung/ weniger Verantwortungsgefühl/ mehr Krankheitstagen/ einer höheren Fluktuation etcTheoretisch könnte es eig ganz einfach sein: Bist du gut, wirst du belohnt; bist du schlecht wirst du bestraft. Was bisher bis auf wenige Ausnahmen auch geklappt hat, aber nun kommen die öffentlichen Güter.Öffentliche Gut Spiel bzw Experiment: 700 Studenten konnten 1 Franken abgeben, danach wurde der Beitrag verdoppelt und an die Studenten ausgezahlt. Kooperationsbereitschaft lag nur bei 70%. 167Bei eigentlich jedem öffentliche Gut Spiel liegt die Kooperationsbereitschaft am Anfang zwischen 60 bis 80%. Nach jeder Wiederholung verschlechtert sie sich bis zum Schluss keine Kooperation mehr stattfindet. 170Es liegt an zwei Faktoren: 1. Bedingte Kooperation: Wir geben nur soviel wie die Anderen. Siehe Geburtstagsgeschenk, Hochzeitsgeschenk, Freunde bekochen, Salate zur Feiern mitbringen, Schnee wegfegen etc 171 2. Schauberger Obst falsch abwiegen, Versicherung melden da es "gestohlen" wurde etc 171Wie löst man es? Altruistische Bestrafung. Experiment Fehr/ Gächter 174Image und Normen helfen 173Je größer die Gruppe desto geringer die Wahrscheinlichkeit zur Hilfe 196 alleine 100%, 6er Gruppe 62%Experiment: Alleine: Maus überlebt; Maus stirbt und ich bekomme 10 Euro. 46% nehmen das Geld 198Bei ner 8 Gruppe: fast 60% nehmen das Geld. Wobei sie wissen das bereits eine Stimme für das Geld reicht um die Maus zu töten und trotzdem wurde so entschieden 200Ist die Erwartung niedrig nehmen sogar 80% das Geld; hohe Erwartung nur 36% das Geld 200Ähnliche Ergebnisse bei Spende für krebskrankes Kind. 201. Auch hier waren die Erwartungen ausschlaggebend 202Zusammengefasst: Wenn wir nicht allein Verantwortlich sind, sinkt unsere Moral. Die Erwartungen bei Anderen beeinflusst unsere Moral enorm.Frauen sind idr altruistischer. 241 interessant ist, dass dieser Effekt umso stärker ist, desto mehr Gleichberechtigung vorliegt. In Bangladesch, Kambodscha und Pakistan sind die Männer im Schnitt altruistischer. 242Ein weiterer Faktor ist die Intelligenz. Je intelligente eine Person ist desto sozialer ist sie im Schnitt 243 dies trifft ebenfalls bei der Selbstkontrolle zu 245Kinder übernehmen viel von den Eltern. Dieser Zusammenhang lässt sich auch feststellen, wenn die Kinder bereits über 60 Jahre alt sind 253Mentoren wurden eingesetzt im Rahmen des Balu und Du Programms. 248 sowohl in der kurzen als auch in der langen Frist waren die Kinder mit einem Mentor prosozialer 251 dieser Effekt ist umso stärker, wenn die Eltern nicht so gute Vorbilder sind 254Lügenexperiment: gewürfelte Glückszahl geworfen und sie bekamen Geld. Ohne Mentor 64,7 obwohl statisch nur 16,7 möglich ist. Mit Mentor 57,6 255/256Erfahrungswissen macht uns empathischer 257Klasse aus wohlhabenden Schülern vs Klasse mit 20% ärmeren Schülern => im zweiten Fall geben die reicheren Schüler mehr; zudem sind die auch gegenüber anderen Reichen prosozialer 259 ebenfalls sinkt die Diskriminierung 259Zusammengefasst zeigt sich hier, dass es Determinanten gibt, die uns beeinflussen, sei es die Sozialisation über das Geschlecht oder auch unsere Vorbilder oder auch in welcher Umgebung wir aufwachsen bzw aufgewachsen sind.Aufbauend darauf schlägt der Autor Veränderungen vor:- aufklären z.B über Herstellerinformation- sich ehrlich machen: wissen wollen, entscheidungssituation nicht vermeiden, keine Tricks, keine simplen ausreden, keine Geschichten erzählen, denken statt fühlen- Reputationseffekte nutzen z.B zusatzverdienst von Politikern, die Anonymität teilweise im Internet aufbrechen- Entscheidungsarchitekturen optimieren: aktive Entscheidung, individuelle Verantwortung, Voreinstellungen zb bei der Organspende oder beim Energieanbieter- Andere mit Respekt behandeln zb und die Initiative von der Zeitung Zeit Deutschland spricht: wenn Andersdenkende zusammen gesprochen haben, dann sanken die Vorurteile und das Vertrauen stieg; bei Gleichgesinnten fand sogar eine Bestärkung statt 282- Normen stärken: Erwartungsmanagement- falsche Ausgewogenheit senken: zb nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung sieht das so aber trotzdem befindet sich diese Meinung in jeder Talkshow- Mentoring- Klimaclubs- mehr Kant wagen
Pallas 09.04.2024 amazon.de
Ein guter Mensch zu sein ist nicht einfach, überall lauern Versuchungen, und permanent kämpft die gute Absicht mit egoistischen Motiven. Eigentlich ja nichts neues, aber es ist erstaunlich, diese Einsicht mit vielen Daten und Ergebnissen von Experimenten untermauert zu sehen. Armin Falk hat sich offensichtlich viele Fragen zum diesbezüglichen Verhalten von Menschen gestellt und ist der Sache (zumindest meiner laienhaften Meinung nach) mit einzigartigen Experimenten auf den Grund gegangen.Im Buch werden die Fragestellungen, die Versuchsanordnungen und die Ergebnisse im Detail behandelt. Die angesprochenen Themenbereiche reichen vom Zielkonflikt zwischen moralischen und egoistischen Handeln über Emotionen und Reziprozität bis hin zur Diffusion von Verantwortung in Gruppen und Märkten. Den Abschluss bildet ein Kapitel mit konkreten Alltagsproblemen wie dem Klimawandel und was wir als Gesellschaft tun können, um ein prosoziales Verhalten aller zu fördern.
Amazon Kunde 09.04.2024 amazon.de
InhaltIn einem einleitenden Kapitel erklärt Herr Falk, worum es im und mit dem Buch geht. Danach stellt er in sechs Kapiteln Studien unterschiedlichster Wissenschaftler, aber auch seine eigenen vor, erläutert die Ergebnisse und interpretiert sie vor dem Hintergrund des Titels. In Kapitel 7 wird versucht, Handlungsempfehlungen zu geben.Am Ende des Buches finden sich nach einem Dankeswort ca. 20 Seiten Anmerkungen mit weiteren Lesehinweisen.Subjektive EindrückePrinzipiell deckt das Buch einen sehr interessanten Stoff ab. Die Texte sind prinzipiell gut verständlich. Einige Darstellungen von statistischen Ergebnissen sind möglicherweise ohne entsprechende Vorbildung nicht direkt eingängig.Insgesamt habe ich das Buch gern und mit Interesse gelesen. Jedoch kommen mir vor lauter Studien zusammenfassende Aussage zu kurz.FazitDurchaus eine Leseempfehlung. Hinsichtlich der Konsequenzen muss man wohl ein dickes Fell haben.
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