Spiegel und Licht: Roman (Tudor-Trilogie, Band 3)

Spiegel und Licht: Roman (Tudor-Trilogie, Band 3)

Hersteller: Dumont  ·  MPN: 1091069
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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 19:39 Uhr
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Produktfakten auf einen Blick

Hersteller
DUMONT
EAN
9783832165765
Hersteller-Artikelnr.
1091069
Kategorie
Historische Romane - Biografien
Durchschnittsbewertung
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Produktbeschreibung

England, Mai 1536. Anne Boleyn ist tot, innerhalb eines Herzschlags von einem angeheuerten Henker aus Frankreich geköpft. Während ihre sterblichen Überreste dem Vergessen anheimgegeben werden, frühstückt Thomas Cromwell mit den Siegern. Der Sohn des Schmieds aus Putney taucht aus dem Blutbad des vergangenen Frühlings auf, um seinen Aufstieg zu Macht und Reichtum fortzusetzen. Zur selben Zeit gibt sich sein furchterregender Gebieter Henry VIII. dem kurzlebigen Glück mit seiner dritten Königin hin, die schon bald bei der Geburt des lang ersehnten männlichen Thronfolgers sterben wird. Cromwell ka

Bewertungen & Erfahrungen

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Verteilung basiert auf 6 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 21.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Dieser Mantel ist absolut atemberaubend und ein wahres Meisterwerk, ich bin restlos begeistert von der Qualität und dem Design. Es ist ein echtes Stück Geschichte, das man unbedingt besitzen sollte.
Redaktion 21.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Der Mantel ist sehr schön und hochwertig, allerdings ist die Passform etwas enger als erwartet.
Redaktion 21.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Stark!
Frank Löwenbrück 19.06.2024 amazon.de
Diese auf historischen Fakten basierende Geschichte aus der Zeit des englischen Tudor-Königs Henry (Heinrich) VIII und seines ersten Sekretärs Thomas Cromwell, genauer gesagt über dessen Aufstieg und Fall, ist von der ersten Seite des ersten Buches bis zur letzten Seite des hier nun relevanten dritten Bandes ein exzellenter Lesegenuss.Dass Hilary Mantel dabei einen besonderen Erzählstil verwendet ist für mich gerade "das Salz in der Suppe".Dadurch entsteht eine Direktheit und Nähe aufgrund derer ich mich als Leser mittendrin in der Geschichte fühlte, die dem Lebensweg dieses Thomas Cromwell in der damaligen Zeit von ca. 1520 bis 1540 nachspürt, als er am Hof von König Henry (Heinrich) VIII der ihm am nächsten stehende Vertraute, Master Sekretär und sogar Stellvertreter als Kirchenoberhaupt war und sich davor, der Gosse einmal entronnen, nach lehrreichen Aufenthalten im europäischen Ausland und als Anwalt von zuletzt dem Erzbischof von Canterbury nach oben gearbeitet hatte, wodurch er erst in die Position kam, um am englischen Königshof und im Parlament diesen enormen Einfluss zu bekommen und sogar vom König erst zum Lord, später dann zum Earl ernannt zu werden.Durch diese intensive Erzählweise und dadurch, dass man durch Rückblicke im Leben des Thomas Cromwell, der nicht adliger Abstammung war, sondern aus einfachsten Verhältnissen stammte, immer wieder mögliche Lebensrealitäten sowohl von ganz unten in der damaligen englischen Gesellschaft wie auch aus dem politisch hoch aufgeladenen Hauen und Stechen am Königshof "miterlebt", fühlt man sich, als wäre man "live" dabei, auch weil es die Autorin hervorragend versteht, alltägliches aus der Zeit des 16. Jahrhunderts lebendig, bildhaft und facettenreich zu beschreiben und quasi wiederaufleben zu lassen.Oft glaubt man, die Gerüche der Szenerie, z. B. eines strahlenden Sommertages oder den bestialischen Gestank der vor Dreck starrenden Gosse beinahe zu riechen, oder man spürt das typisch englische nasskalte Wetter oder die scharfe Klinge des Henkers im Nacken.Die politischen Zusammenhänge im damaligen Europa, der von Luther ausgelöste Kirchenstreit und seine Auswirkungen sowie vor allem die Loslösung der englischen Kirche vom päpstlichen Rom sind erhellend und historisch richtig dargestellt und verhelfen dazu, beim Lesen den Kontext des Wirkens von Thomas Cromwell und seines (zumindest besonderen) Königs und aller anderweitig Beteiligten einzuordnen, nachzuvollziehen und begreifen zu können.Man ist immer wieder von einem gruseligen Nervenkitzel erfasst, ob der berechnenden Kaltblütigkeit und der Selbstverständlichkeit, die die Akteure, zumeist Cromwell, an den Tag legen, wenn es darum geht, in Ungnade gefallene Individuen, gerne die Ehefrauen Heinrichs VIII, aus dem Weg zu räumen, was zumeist mit einem grausamen Tod derer einhergeht, die das Pech hatten, zur Zielscheibe geworden zu sein.Es ist gerade der nach egoistischem Gutdünken agierende König die treibende Kraft dahinter, weil er durch seine Überzeugungen, z.B. von Gott eingesetzter Herrscher zu sein, seine exzentrischen Wünsche, vorzugsweise nach neuen Ehefrauen, und seine zunehmenden charakterlichen Verformungen seine Höflinge dazu bringt, ihm ergeben und völlig skrupellos zu handeln.Dies erinnert einen aber auch an "Vorkommnisse" der jüngeren Geschichte und auch daran, dass heutzutage im politischen Kosmos zwar kaum noch Todesopfer zu beklagen sind, aber doch mit ähnlich perfiden Aktionen Gegner zu Fall gebracht oder einfach nur ausgebootet werden, nur um den eigenen Aufstieg an die Hebel der Macht zu erreichen, bzw. diese zu sichern. So gesehen eigentlich "business as usual".Nun, nach Beendigung des dritten Bandes, dessen Verlauf und absehbares Ende (weil aus der Historie bekannt) zumindest mich mitgerissen hat, weil während des Lesens aller drei Bände dieser faszinierende Thomas Cromwell ein imaginärer Teil meines temporären (literarischen) Lebens geworden war und ich ein Gefühl für ihn und seine Zeit entwickelt habe, ist es sehr schade, nicht mehr aus der Gegenwart in diese längst vergangene, einerseits so fremde und doch immer vertrauter gewordene Epoche entfliehen zu können.Ob ich lieber damals gelebt hätte?Ich glaube nicht, aber in den vergangenen Wochen kam ich dieser Welt mit Hilfe dieser außergewöhnlichen Lektüre der drei Bände "Wölfe", "Falken" und "Spiegel und Licht" von Hilary Mantel (die leider im vergangenen September 70-jährig verstorben ist) mit meiner Phantasie und meinen Gefühlen sehr nah.Dafür bin ich der Autorin sehr dankbar.Wer hier im Übrigen von Langeweile redet oder den Stil der Autorin abqualifiziert, dem fehlt es eventuell an der Übung mit anspruchsvollem Lesestoff und der Bereitschaft und der Geduld, sich auf Texte einlassen zu wollen, die aus mehr als 160 Zeichen (pro Satz) bestehen und die deshalb Konzentration und ein Eintauchen in die Geschichte, die erzählt wird, erfordern.Da ich beim Kauf des ersten Buches (als ebook) auch eine Hörbuchversion mit erworben und diese zu Beginn auch ausprobiert habe, möchte ich sagen, dass ich die Art des Vortrags (des ersten Buches "Wölfe") aufgrund einer, wie ich es empfand, völlig unpassenden Betonung und Erzählgeschwindigkeit tatsächlich nicht ertragen konnte, bin ich deshalb sehr schnell zum Selbstlesen übergegangen.Ich habe mir über die vergangenen Jahrzehnte eine andere Art des Lesens angeeignet. Während ich früher ein schneller Leser war (womit ich damals ganz gut zurecht kam und die Bücher regelrecht "verschlungen" habe), bin ich heute mehr und mehr dazu übergegangen, mir im Stillen quasi selbst vorzulesen.Dabei gelingt es mir, mithilfe meiner inneren Stimme eine "Stimmung" zu erzeugen, die ich dann als passend zur Geschichte und den Figuren in der jeweiligen Situation empfinde, und ich kann natürlich auch einen Satz oder einen Abschnitt, bei dem ich das Gefühl habe, nicht alles verstanden zu haben, einfach nochmal lesen.Ich glaube, gerade der in den drei Büchern verwendete Erzählstil, kann erst beim Selbstlesen diesen Sog in die Geschichte, in diese weit zurückliegende Zeit und in die Protagonisten entfalten, weil man es selbst steuern kann.Womit ich nicht sagen will, dass es nicht viele sehr gut vorgetragene Hörbücher gibt, da ich natürlich auch dieses Medium sehr gerne nutze, wenn es für mich passt.Im vorliegenden Fall plädiere ich jedoch dafür, es unbedingt selbst zu lesen und damit zu "erleben".
Uhrband 19.06.2024 amazon.de
Einfach und sehr gut geschrieben
Dr. Hans Wilhelm Wieczorrek 19.06.2024 amazon.de
Nach Wölfe und Falken nun Spiegel und Licht als letzter Band der Tudor-Trilogie. Ich habe alle gelesen und alle haben mit recht gut gefallen. Dabei ist die dialoggetriebene Erzählweise der Autorin durchaus gewöhnungsbedürftig, da die Handlung quasi im Hintergrund läuft. Spiegel und Licht hat ca. 1.100 Seiten und das ist eindeutig zu viel und verlangt dem Leser einiges ab. Ein Drittel weniger hätte auch gereicht, aber das ist meine Meinung.Das Buch beginnt und endet mit einem grausamen Ereignis, nämlich zwei Hinrichtungen:Der Hinrichtung Ann Boleyns, der zweiten Frau des Königs und der Exekution von Thomas Cromwell des ehemaligen Lordsiegelbewahres. Dazwischen liegen nur ca. 4 Jahre. Den Niedergang und die Exekution der Königin hat Cromwell inszeniert. Seinen eigenen Fall inszenieren andere, aber nach Cromwells Muster und Methoden, d.h. Manipulation von Beweisen, willkürlicher Interpretation von Gesetzen, oder sogar erst die Schaffung entsprechender. Ein Instrumentarium, das Cromwell meisterhaft beherrschte und das sich nun gegen ihn wendet. Körperliche Gewalt, d.h. Folter spielte in diesen Kreisen eine eher untergeordnete Rolle. Das war eher dem niederen Volk vorbehalten. Die Ereignisse während Heinrichs Regierungszeit sind schon so oft erzählt worden, dass ich hierzu nichts sagen möchte. Aber ereignisreich war die Zeit natürlich schon, vor allem der Bruch mit der katholischen Kirche ist von überragender Relevanz und es gab viele unschuldige Opfer. Die daraus resultierenden Änderungen waren so gravierend, dass sie noch heute nachwirken.Frau Mantel stellt Thomas Cromwell in den Mittelpunkt der Handlung. Ein ehrgeiziger, oft brutaler Politiker, aber auch ein Familienmensch. Ein Mann der aus kleinsten Verhältnissen zu höchsten Ehren kam. Wer hoch steigt, kann sehr tief fallen. Thomas Cromwell ist tief gefallen.
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