Durch sein erstes Buch wurde ich vor 7 Jahren auf José Arce aufmerksam – seine „5 Geheimnisse einer glücklichen Mensch-Hund-Beziehung“ hatten es mir angetan. Das wollte ich auch. Aber ich war meilenweit davon entfernt, als ich nach dem Tod meines Mannes mit der Berner Sennenhündin Senta zusammenlebte. Nach einem persönlichen Workshop mit José Arce bei uns auf Fehmarn fuhr Senta endlich im Auto mit. Ich habe sehr viel darüber gelernt, was ein Hund eigentlich ist und wie ich ihm zeigen kann, dass ich die Verantwortung für ihn übernehme, damit er Vertrauen zu mir haben kann.Vor unserem Umzug von der Ostsee nach Bamberg lernte ich im Seminar „Liebe deinen Hund“ Josés Methode des strukturierten Spaziergangs. Und als meine geliebte Senta Anfang dieses Jahres sehr krank wurde, war es José, der mir mit einem guten Rat half, als die Stunde des Abschieds gekommen war.Das Welpenbuch hatte ich schon im Bücherregal und auch schon mehrfach verschenkt. Lange habe ich überlegt, bevor ich mich für einen Berner Sennenwelpen entschieden habe. Mehrere Bücher haben mir geholfen, aber das Welpenbuch von José Arce gab mir die größte Motivation. Ich habe es gelesen, bevor die kleine Frieda kam (jetzt 20 Wochen alt) – und ich habe souverän einige Entscheidungen getroffen, z. B. gegen eine Hundebox. Ich habe sie zusammen mit der Hundepatentante mit 9 Wochen aus Norddeutschland geholt – im Auto lag sie genauso auf der Rückbank wie vorher Senta – 9 Stunden Autofahrt waren kein Problem.Von Anfang an stellte ich mir das Leben mit der kleinen Berner Sennenhündin vor – sie soll ein Traum von einem Hund werden, so wie es Senta gewesen ist – und ich wünschte mir vom ersten Tag an ein tolles Team. Bis dahin hatte ich aber erhebliche Probleme zu lösen. Immer wieder las ich in dem Welpenbuch, holte mir Mut und praktische Tipps. Frieda blieb von Anfang an allein in der Wohnung, sie ist zurückhaltend bei Besuchern, sie konnte bald Sitz und Platz machen und auf Rufen zu mir kommen, und „Spazierengehen für Fortgeschrittene“ klappt auch schon ganz gut.Dann dachte ich, nun braucht sie die Gesellschaft von anderen Hunden und nahm Kontakt zu Hundeschulen auf, um eine Welpengruppe zu finden. Da half mir dann Josés Artikel „Muss ein Welpe in die Schule?“ und ich entschied mich souverän gegen eine Hundeschule, buchte aber eine Hundetrainerin, die ins Haus kam.Das Beste daran war, dass sie sich mit uns im Bamberger Hain verabredete und ich dann wusste, wie ich mit meinem Hündchen dorthin kommen sollte, wo ich mit Senta immer so gerne gewesen war: mit dem Auto. Denn der Anmarsch war zu weit, und die Idee, Frieda in einem Bollerwagen zu transportieren, hat nur einmal geklappt, als wir den ersten Tierarztbesuch machten. Der Einstieg ins Auto klappte ohne weiteres, Frieda sitzt gemütlich hinten und springt dann auch ganz einfach hinaus. Im herbstlichen Hain aber spürte sie mein Glück und war auch glücklich – innerhalb kürzester Zeit lief sie dort frei genauso wie an der Leine. Wir hatten viele Hundebegegnungen – und ich brachte ihr bei, dass man nicht mit jedem Hund spielen muss. Das Wichtigste ist nämlich der gemeinsame Spaziergang – wie José schreibt, ist das besser als jede Hundeschule. Alles in den Alltag integrieren – denn Frieda will ja mit mir leben und von mir lernen.Immer besser fand ich die Lösungen für kleinere Probleme – einfach durch Intuition. Und dann sagte mir mein Bauchgefühl, dass wir eigentlich keine Hundetrainerin brauchen. Frieda bestätigte das, sie bellte die Trainerin beim letzten Besuch minutenlang an – obwohl sie sonst überhaupt nicht bellt. Und beim Abschied hieß es dann, dass ich ja auf José Arces Methode fixiert sei, da könne sie nichts erreichen.Nun bleibt noch eins der sechs grundlegenden Basics, die ein Welpe laut José Arce können muss: Respekt zeigen und Menschen nicht anspringen oder zwicken. Er erklärt das so, dass ich meinen Hund verstehe und nicht negativ reagiere, wenn er mich wieder mal anspringt. Josés Aussage „Das Beißen ist also ganz normal“ hat mich sehr beruhigt. Und wir arbeiten dran, dass unsere Spaziergänge nunmehr ganz ohne Anspringen und Beißen abgehen.GEDULD, GEDULD schreibt José Arce, ja, auch das muss ich immer wieder üben. Und so erlebe ich jeden Tag ein neues Glücksgefühl, wenn wieder etwas besser klappt. Dann kam vor einigen Tagen noch das fünfte Buch von José Arce: „Mensch & Hund. Durch Verantwortung Liebe und Sicherheit schenken“ – die Lektüre unterstützt mich weiter auf unserem Weg zu einem starken und glücklichen Mensch-Hunde-Team.Danke, José Arce, ich wünsche mir, dass du mit deinen Workshops und deinen Büchern noch viele andere Mensch-Hunde-Teams glücklich machen kannst!