Ecos Weltbestseller Wort für Wort Ein Mord erschüttert die Gemäuer des altehrwürdigen, weltberühmten Benediktinerklosters. Bruder William aus dem fernen Baskerville wird vom Abt mit der diskreten Klärung des Verbrechens beauftragt. Doch kaum beginnt William in den Katakomben zu ermitteln, wird der zweite Mönch tot gefunden. Es gibt literarische Werke, die sind so präzise, klug und spannend geschrieben, da möchte man auf kein Wort verzichten. Umberto Ecos "Der Name der Rose" ist ein solches Buch. Man möchte bis in den letzten Winkel hören, wie William von Baskerville mit seinem Adlatus durch die Gänge der Abtei streift. Man möchte seiner zornigen Auseinandersetzung mit den Dominikanern lauschen und auch dem Wahnsinn in der Stimme des alten Bibliothekswächters Jorge. > (3 mp3-CDs, Laufzeit: 26h 10)
Bewertungen & Erfahrungen
4,6 von 5
5 Bewertungen
5 ★3
4 ★2
3 ★0
2 ★0
1 ★0
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Redaktion29.04.2026
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Dieser Roman ist absolut faszinierend und zieht einen sofort in seinen Bann; die Geschichte ist packend und die Atmosphäre des Klosters wird wunderbar lebendig. Ich kann ihn jedem empfehlen, der an spannender Literatur interessiert ist.
Anno 1327 finden sich in einem entlegenen norditalienischen Kloster Vertreter verschiedener Glaubensrichtungen und Orden zu einem religiösen Disput zusammen, unter ihnen der Franziskanermönch William von Baskerville. Geklärt werden soll, ob Christus jemals irgendeinen Besitz hatte, ob also auch die Kirche Güter besitzen darf. Ob Gottes Sohn auf Erden einen Geldbeutel hatte oder nicht, interessiert Bruder William nur wenig. Er scheint vielmehr auf der Suche nach Wahrheiten zu sein, die in der Bibliothek der Abtei versteckt gehalten werden. Seine Nachforschungen bleiben nicht folgenlos, denn unwissende Mitwisser müssen ihre Kenntnis mit dem Leben bezahlen. Und Bruder William hat auch diese Zeichen zu deuten...In Ecos Roman wimmelt es nur so von Symbolen, Metaphern und Anspielungen: Die Bibliothek der Abtei befindet sich in einem trutzigen Turm, in dem man nur durch ein verwirrendes Labyrinth zu den letzten Wahrheiten vordringen kann, die ein blinder Wächter in giftigen Büchern hütet. Wie Bruder William seinem Adlatus Adson schon zu Beginn der Geschichte aufgibt, „die Zeichen zu lesen, mit denen die Welt zu uns spricht wie ein großes Buch“, ist auch der Leser angehalten, hinter der spannenden Geschichte die tiefere Bedeutung zu erkennen, aus dem vergangenen Geschehen das Heutige zu verstehen. Da dies bei Eco nicht oberflächlich und didaktisch geschieht, ist das Buch ein doppelter Lesespaß.Ein kleiner Trick lässt die Geschichte authentisch wirken: Der Bericht des Adson von Melk stammt aus einem Buch, das Eco in die Hände fällt, wenngleich auch dieses Buch sogleich wieder verloren geht. Es bleibt eine grobe Übersetzung, die nun Grundlage von Ecos eigenem Buch sein soll. Und was ist daran wahr? Was überhaupt ist Wahrheit? Eco warnt in seinem Roman mit eindringlichen Bildern vor dem Kampf um die letzte und einzige Wahrheit. Denn wer diese meint, in Händen zu halten, glaubt auch daran, sie mit Feuer und Schwert verteidigen zu müssen. Und so lange auch in unseren Tagen noch Menschen und Bücher für ihre Wahrheit brennen müssen, sind wir nicht all zu weit über die Inquisition hinaus gekommen.„Der Name der Rose“ kann auf verschiedene Art gelesen werden: als Kriminalroman, als philosophische Streitschrift, als historische Abhandlung. Eco lässt dem Leser alle Möglichkeiten, drängt nie eine spezielle Sichtweise auf und spricht damit verschiedenste Leser an. Nur der Schauplatz ist ein mittelalterliches Kloster, die Personen und das Geschehen dagegen sind aktuell und modern. Ein atemberaubender Roman, zeitlos, unverändert zauberhaft und immer wieder eine Lesereise wert.
In diesem Buch, das mit Sean Connery hochkarätig besetzt verfilmt wurde, stimmt alles. Eco liefert einen durchweg spannenden Kriminalroman aus der düsteren Zeit des Mittelalters ab, dessen knifflige Lösung den Leser gefangennimmt. Es geht um einen Franziskaner-Mönch und dessen Novizen, die in diplomatischer Mission unterwegs sind und in einem Bergkloster absteigen, in dem plötzlich ein Mord geschieht - dann ein weiterer, eine ganze Serie. Irgendwie scheint der Bibliothekar in die Sache verwickelt zu sein, aber ob und welches Geheimnis er hütet, das müssen die beiden erst noch herausfinden.Das tun diese auch, und zwar auf eine Weise, die wegen der darin aufblitzenden Genialität des Mönchs entfernt an Sherlock Holmes erinnern lässt - ein Rezept, das schon bei Sir Arthur Conan Doyle nicht verkehrt war!Neben der interessanten Story will der Autor jedoch auch eine Botschaft vermitteln: Ecos eigene atheistische Weltanschauung spiegelt sich in diesem Mönch wider: wer intelligent ist, der glaubt nicht wirklich an Gott, und er hat seine Gründe dafür. Natürlich kann der Mönch dies nicht offen sagen, das hieße als Häretiker verbrannt zu werden; aber er implementiert Fragen, die auch den Leser zum Nachdenken bringen sollen, sein junger Adlatus formuliert es eindeutig: "wie kann ein notwendiges Wesen existieren, das ganz aus Möglichkeiten besteht? Was ist dann der Unterschied zwischen Gott und dem ursprünglichen Chaos? Zu behaupten, dass Gott absolut allmächtig ist und seinen eigenen Entscheidungen gegenüber absolut frei, heisst das nicht zu beweisen, dass Gott nicht existiert?"Der Philosoph Eco fordert -das ist sein Duktus- den Leser auch hier, nie allerdings war dieser ihm so bereit zu folgen, wie in diesem Buch. Das Buch ist daher auch für Leute geeignet, die nicht unbedingt über die intellektuelle Tiefenschärfe verfügen, die Eco in anderen Büchern abverlangt und daher um ihn einen Bogen machen. Dafür entschädigt Eco auch, denn er löst die Frage, was eigentlich der Titel des Buches soll (-mit Rosen hat die Handlung nichts zu tun-), zuletzt auf - und lässt den Leser mit einem Schmunzeln zurück.
Bin im Außendienst tätig und fahre oft sehr lange Autobahnstrecken. Hörbücher bieten hier gute Abwechslung vom Radio. Wenn man den Film zum Buch kennt ist man in der Handlung sofort drin. Das Hörbuch ist sehr viel umfangreicher und bietet sicher Stoff für mehrmaliges anhören.
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.