Habe mir das Buch gleich nach Erhalt verinnerlicht. Für mich als Laie ist die Erklärung zum Leistenbruch und folgenden bruchdarm absolut nachvollziehbar. Werde jene Therapieform ausprobieren. Habe wohl nur einen leichten Leistenbruch in der Leistengegend, aber wahnsinnige Nadelstiche von innen in der Bauchwand oberhalb der Gürtellinie. Hoffe das sich mein Verdacht eher bestätigt wie die des Arztes und durch die Ernährungsumstellung die Ursache von allein behebt. Verbinde diese art von leistenbruch/ Bruchdarm gleich mit der Ursache des undichten Darms.VIELEN DANK FÜR AN DEN AUTOR
Im großen und ganzen scheint mir das Buch über Leistenbruch, ohne Operation, in der 2. Auflage, schlüssig zu sein. Die schlechten Meinungen von Ärzten teile ich vollinhaltlich.Folgende möglicherweise unrichtige Details sind mir aufgefallen. Der Autor erwähnt auf Seite 38: Die ständige Penetration, die vom Darm auf die Bruchpforte wirkt". Das ist jedoch eher unzutreffend. Das wäre schon eine lebensbedrohliche "Inkarzeration". Eine Ultraschallärztin sagte mir, daß bei Penetrierung des Darmes durch die Bruchpforte bereits die Rettung gerufen werden müßte. Ein Bruchsack, von dem der Autor auch spricht, ist wahrscheinlich auch nicht vorhanden.Meine Meinung, die auch von einem Urologen bestätigt wurde, ist daß eine "seröse Flüssigkeit" (Peritonealflüssigkeit) und maximal ein paar Fransen des "Fettgewebenetzes" durch den an sich natürlichen, jedoch leicht erweiterten, Leistenkanaleingang in den 4 - 5 cm langen Leistenkanal eindringen und dort zu einer Ausbeulung führen und keineswegs, wie vom Autor behauptet, ein penetrierender Darm. Die Ultraschalluntersuchungen (Bewegungsuntersuchungen) sind sehr ungenau. Die Bruchpforte ist oft nur ein kleiner Riß. Die Radiologen ("Sonographen") können meist nicht einmal feststellen, ob es sich um einen direkten oder indirekten Leistenbruch handelt. Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist wahrscheinlich auch nicht besser. Die "Wasserfüllung" und den Samenstrang im Leistenkanal sieht man beim Ultraschall angeblich auch nicht. Der Samenstrang ist ca. 1cm (!) dick. Wie der Autor andeutet, kann es manchmal möglicherweise zu Schrumpfhoden (ischämische Orchitis) kommen, wenn der Leistenkanal zu eng zugenäht wird und die Blutzufuhr eingeschränkt wird. Kompetente Kliniken befinden sich in München und Berlin, sind aber relativ teuer. Bei den offenen Operationen öffnen die Chirurgen den Leistenkanal und machen irgendetwas (modifizierter Shouldice ?), was schwer nachprüfbar ist. Die meisten operieren jedoch wie wild mit Laparoskopie (Endoskopie, Schlüssellochtechnik) und Kunststoffnetz geschlossen ohne oder offen mit Widerhaken ("Plastik"-Müll im wahrsten Sinne des Wortes). Prof. Mohan Desarda, Pune, Indien, sagt: "Lassen Sie sich ja keinen Fetzen einoperieren". Die Netze mit Widerhaken (abgewandelte Technik Lichtenstein) ersparen den Chirurgen das Nähen, werden aber angeblich manchmal auf Nerven aufgelegt (postoperatives Schmerzsyndrom). Es könnte allerdings sein, daß der Dünndarm zeitweise den Leistenkanaleingang sogar blockiert und so das Eindringen der Bauchflüssigkeit in den natürlichen Leistenkanal und somit positiver Weise das Ausbeulen der Leiste verhindert. Maßgeblich ist möglicherweise tatsächlich der Druck im Bauch, der indirekt wieder vom Darminhalt beeinflußt wird. Eine krankhaft überhöhte Bauchflüssigkeit wäre Aszites (Wassersucht). Die Chirurgen interessiert leider oft nur das Operieren (Geld), möglichst in Vollnarkose, damit der Patient nichts mitbekommt. Sie haben zu Recht teilweise Angst vor Kunstfehlern und einer sich daraus ergebenden Haftung. In den USA laufen nämlich bereits Schadenersatzprozesse wegen den Plastiknetzen (sogenannte Implantat "Plastiken"). Änderung des Standpunktes der FDA (Rückholaktionen für bestimmte wandernde und 30% schrumpfende Netze durch die FDA) . Zum Leistengurt (der Autor lehnt herkömmliche Bruchbänder richtigerweise ab): Am besten sind wahrscheinlich glatte enge hohe Baumwollunterhosen mit etwas Elasthan (vielleicht besser als Kunststoff-Miederhosen), eventuell doppelt. Als Leistenpad würde ich eher BH-Einlagen aus Schaumstoff oder Baumwolle aus dem Bandagistengeschäft oder Schulterpads aus dem Schneiderzubehörgeschäft empfehlen, statt des empfohlenen ZEWE-Küchenrolle-Papiers. Schimpansendiät und Trennkost sind an sich ein alter Hut, aber grundsätzlich nicht schlecht. Vielleicht ist dies auch der einzige Gewinn aus diesem Buch. Die Wunderheilungen" sind vermutlich noch nicht beweismäßig gesichert.