Nach einer knapp 100-seitigen Einleitung in Land und Leute inkl. einem Überblick über allgemeine Reisetipps und einer ungefähren Kostenkalkulation werden Routenvorschläge, Zeitpläne und Rundreisenskizzen präsentiert. Zur Wahl stehen dabei fünf Routen von der 14-tägigen Stippvisite, Nordchile (in zwei Wochen), die Seenregion, Chiloé und nördliche Carretera Austral (in drei Wochen), die südliche Carretera Austral (in zwei Wochen) oder der chilenische Süden (in zwei Wochen). Die vorgeschlagenen Routen sind jeweils für ca. 2-3 Wochen Reisezeit konzipiert und dienen als Grundlage für diverse Alternativrouten, themenspezifische Erweiterungen und individuelle Abstecher. Im weiteren Verlauf des Buches werden herausragende Metropolen und Streckenabschnitte detailliert und ausführlich beschrieben. Los geht’s mit der Hauptstadt Santiago, es folgen die zentrale Küste mit Vina del Mar und Valparaiso, der Norden von Arica nach Antofagasta, Valle Central, der kleine Süden von Los Angeles bis Puerto Montt, Chiloé, der große Süden von Puerto Montt nach Tiera del Fuego und der letzte Abschnitt über die Inseln. Neben regulären touristischen Highlights, legen die Autoren besonderen Wert auf historisch bedeutende Orte, Museen, Denkmäler und Kultureinrichtungen, verweisen aber auch immer wieder auf interessante Natur- und Nationalparks, besondere Restaurants und spannende Szeneviertel. Darüber hinaus gibt es Empfehlungen zu lokaler Küche und anderen regionalen Besonderheiten (Skifahren, Ausritte, Schiffs- und Bootfahrten, etc.). Dem Untertitel „Tipps für individuelle Entdecker“ wird der Reiseführer in den Rubriken „Tipp“, „Hinweis“, „Info“ und „Redaktionstipps“ gerecht. Hier werden Anregungen abseits der ausgetretenen Pfade versammelt, die Ratschläge sind weniger allgemein und deswegen besonders wertvoll. Diese Teile hätte ruhig noch etwas alternativer und ausgefallener sein können, sind aber auch so schon sehr lobenswert.Dem umfangreichen Buch ist eine Karte (1:1 Mill.) von Chile mit Osterinsel beigelegt. Ein außergewöhnliches Highlight sind zahlreiche Detailkarten, die allesamt per QR-Code als kostenlose PDF-Dateien auf (portable) Lesegeräte geladen werden können. So kann das dann doch etwas gewichtige Buch bei Ausflügen im Auto oder im Hotel liegen bleiben und man behält mit den virtuellen Karten auf Smartphone oder Tablet trotzdem den Überblick.Fazit: Klare Empfehlung. Iwanowski’s Chile ist ein umfangreicher und hochaktueller Reiseführer, ideal für die intensive Reisevorbereitung und den Aufenthalt vor Ort. Das Buch erscheint bei Iwanowski’s, hat 607 Seiten und kostet 25,95€.
Der Reiseführer eignet sich ausgezeichnet für Individualreisende und bietet nicht nur nützliche Informationen, sondern vor allem auchinteressante Hintergrundinformationen zu Kultur und Geschichte des Landes.Ausserdem ist der Text wunderbar inspirierend geschrieben, macht Lust auf Reisen nach Chile.
Ich kann mich leider den anderen Rezensenten nicht anschließen. Wir sind im Moment in Chile unterwegs und der Reiseführer ist eigentlich nicht zu gebrauchen.1. Der Reiseführer ist für Reisende die von Norden nach Süden reisen. Die meisten Verbindungen die angegeben werden beziehen sich auf die Nord-Süd Richtung. Man fibdet die meisten Dinge heraus, aber das ist sehr umständlich.2. Warum muss ich in jedem noch so kleinen Dorf irgendein nichtssagendes Museum erwähnen, in dem es vielleicht drei Exponate gibt, die niemand interessieren?Es werden Straßenzüge mit netten Geschäften und Restaurants in Santiago vorgeschlagen die vielleicht mal vor 20 Jahren nett waren.3. Die Reiseroutenvorschläge (vor allem die Zeitangaben) sind utopisch! Dies ist nicht für Individualreisende gedacht. Nicht ausprobieren!!! Das sind Reiserouten für Gruppenreisen, die entweder ihren eigenen Bus haben oder alle Busfahrten schon vorgebucht haben. In der Hochsaison kann man schon mal zwei-, drei Tage auf freie Plätze im Bus warten.Mein Fazit: dieser Reiseführer hat nichts, was man nicht auch im Internet herausfinden könnte.