Ich habe das Buch geschenkt bekommen und es ist wunderschön gemacht, mit viel Liebe zum Detail. Es beschreibt auf sehr einfache Weise viele Techniken bzw. Zeichenübungen und wirkt auf mich sehr, sehr inspirierend. Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der tiefer in die Welt der Tintenmalerei eintauchen, oder neue künstlerische Wege entdecken möchte.
Vielen Dank, dass sie sich die Mühe machen, meine Bewertung durchzulesenFür alle die keine Lust haben sich alles durchzulesen schreibe ich am Ende ein kurzes Pro und Kontra sowie ein Fazit.Heute möchte ich meine persönliche Meinung zum Buch „Ink“ von Florian Frick niederschreiben. Ich hoffe ich kann hiermit bei der Entscheidung für oder gegen das Buch helfen.Zunächst zu meiner Person. Ich versuche schon seit längerem immer mal wieder mit dem Zeichnen anfangen. Ich habe mich öfter darin versucht, habe einige Bücher hierzu gelesen und bin immer kläglich gescheitert. Da mich das Buch INK optisch angesprochen hat, wollte ich mit dessen Hilfe einen neuen Versuch starten. Das Buch habe ich nicht über Amazon, sondern über den Verlag direkt bezogen.Was erwartet mich im Buch?Das Buch Ink, soll einem das Zeichnen mit Tinte und Tusche näher bringen. Hierzu hat der Autor das Buch in eine Einleitung und vier Kapitel unterteilt.0. Einleitung1. Stile und Techniken2. Ink-Atlas3. Tusche-Träume4. SkizzenbuchIn der Einleitung unternimmt der Autor einen kurzen Ausflug, mit den Leser*innen, durch die Historie der Tinte/Tusche und durch verschiedene Materialien/Werkzeuge. Gefehlt hat mir hier persönlich ein wenig der Hinweis darauf, was für Beginner*innen das „beste Handwerkszeug“ ist. Der Autor empfiehlt hier lediglich Papier mit einer Grammatur höher als 150g, einen Bleistift in HB, einen knetbaren Radierer und falls man mit Pinsel arbeiten mag, eher mit günstigeren Synthetikpinseln einzusteigen. Natürlich kann ein Autor nicht sagen was für einen persönlich das beste Werkzeug ist (Tuschestifte, Tuschefedern, Pinselstifte, Kugelschreiber, Fineliner etc.), aber aus Erfahrung gibt es wahrscheinlich Stifte die einfacher zu handhaben sind. Hinweise zu den verwendeten Stiften sind jedoch immer wieder über das Buch verteilt wiedergegeben.Im ersten „richtigen“ Kapitel geht es dann um Stile und Techniken. Hier bekommen die Leser*innen Beispielbilder gezeigt, welche mit den verschiedenen Stiften gezeichnet wurden und der Autor geht auf Besonderheiten ein. Schön finde ich hier die Challenges. Der Autor nennt konkrete Aufgaben, welche man dann für sich selbst abhandeln kann. So zum Beispiel das klecksen mit Tinte auf ein Blatt und anschließend hieraus Figuren zu zeichnen/erstellen, oder einen Stift bis zum Ende leer zu malen, ohne diesen erneut zu füllen, oder zu tauschen. So regt man seine Kreativität an und muss man sich etwas organisieren, um nicht nachher ein halb fertiges Bild zu erhalten.Im nächsten Kapitel „Ink- Atlas“ geht man mit dem Autor auf eine zeichnerische Weltreise. Es wird die Historie der Malerei auf verschiedenen Kontinenten betrachtet. Hierdurch kann man sehen wie unterschiedlich die Art zu zeichnen in verschiedenen Regionen sein kann. Das ganze ist sehr interessant und gerade, wenn man keinen festen Stil hat, in dem man zeichnen möchte, kann man sich hier sicherlich viele Anregungen holen. DZu allen Bereichen werden vom Autor angefertigte Zeichnungen gezeigt, auf denen man die Besonderheiten gut erkennen kann. Zusätzlich erklärt er alles auch noch einmal genau.Das dritte Kapitel soll einem helfen sich „besser“ zu organisieren und Platz für das Zeichnen zu schaffen. Oft fängt man nicht an, weil einem vermeintlich die Zeit fehlt. Hier zeigt der Autor auf, dass man auch mit sehr geringem, festgelegten Zeitaufwand oder durch das nutzen von eigentlich „verlorener“ Zeit, wie Wartezeit auf den Bus oder ähnlichem für seine Kunst nutzen kann. Außerdem bekommen wir noch einen Einblick in einige Werkel des Autors, zu denen er seine Gedanken und die Geschichten, wie es zu den Bildern kam erzählt.Der vierte und letzte Teil besteht aus einer kurzen Einleitung und Zeichnungen (siehe Beispielfoto). Hier zeigt der Autor Auszüge aus seinem Skizzenbuch. Als Leser*in kann man so sehen, wie sich Figuren entwickeln und dass man oft sehr viel mehr Figuren und Dinge zeichnet als man schlussendlich nutzt.Die Zeichnungen, welche wir im laufe des Buches zu sehen bekommen, haben mir persönlich sehr gefallen. Man bekommt einen Einblick in verschiedene Richtungen der Zeichenkunst.Was mir gefehlt hat sind genauere Hinweise für Anfänger. Der Autor gibt allerdings häufiger an, man solle nicht zu perfektionistisch sein. Rumkritzeln, betrachten und wenn es einem dann wirklich gefällt ausarbeiten. Vielleicht liegt es auch nur an mir, aber ich werde mir zumindest vorher nochmal Zeichentechniken anschauen.Pro:+ Hochwertiger Druck+ Sehr schöne Zeichnungen des Autoren+ Zeichnerische Reise um die Welt+ Challenges am Anfang des Buches+ Skizzen des Autors am Ende des BuchesNeutral:- Für Anfänger zu wenige Hinweise (welches Medium/ welcher Stift ist für Anfänger „ das Einfachste“ oder Tipps zum zeichnen an sich)Fazit:Das Buch Ink, hat mir an und für sich sehr gut gefallen. Es fasziniert mich immer wieder, wenn ich Zeichnungen sehe, was Leute mit einem Stift auf ein Blatt Papier zaubern können. Im Buch bekommt man sehr genau gezeigt was alles möglich ist und wie sich dies entwickeln kann. Sei es bei einem selbst oder historisch gesehen in verschiedenen Teilen der Welt.Etwas gefehlt haben mir die Tipps für Anfänger. Diese werden zwar teils kurz genannt (Materialien etc.) aber Techniken fehlen mir im Buch etwas. Vielleicht habe ich hier auch zu viel erwartet. Anfänger, die wirklich das Zeichnen erlernen wollen, sollten meiner Meinung nach eher zu einer anderen Lektüre greifenDanke dass sie sich die Mühe gemacht haben meine Rezension zu lesen. Ich hoffe ich konnte hiermit bei der Entscheidungsfindung helfen.LG Nicolas
Ich zeichne sehr gerne mit Tinte und Tusche. Dabei kommen Füller, Federn, Pinsel und Tuschestifte zum Einsatz. Deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch, dass sich speziell mit dieser Technik beschäftigt. Ich hätte erwartet, dass ich ein paar Anregungen finde, sei es durch Zeichnungen oder durch Techniken, die ich noch nicht kenne.Beides habe ich nicht gefunden.Meine Kritikpunkte:- es werden so gut wie keine grundlegenden Dinge erklärt, die man zum Zeichnen mit Tinte benötigt. Für Anfänger ist das Buch also keine Hilfe. Wer etwas in dieser Richtung sucht, dem empfehle ich Alphonso Dunns "Pen and Ink Drawing" (leider nur in Englisch)- den Zeichenstil des Autors kann man mögen oder auch nicht. Auf jeden Fall ist er nicht sehr vielseitig, die BIlder sind alle sehr ähnlich- ein großer Teil des Buchs werden Beispiele aus verschiedenen Kulturen und Weltregionen vorgestellt. Aber auch hier konnte ich nur sehr wenig Unterschiede in den Zeichnungen erkennen. Es werden hier mehr oder weniger unterschiedliche Motive gezeigt, aber letztlich sind die stilistisch und technisch auch wieder alle sehr ähnlich. Text gibt es hier sehr wenig und so gut wie keine Hinweise auf das verwendete Material und die unterschiedliche Technik.Da mir persönlich die Bilder auch nicht so gut gefallen haben (das ist aber wirklich Geschmackssache und keine Kritik) habe ich das Buch zurückgeschickt.