Sturm über New Orleans: Ein Dave-Robicheaux-Krimi
Unterhaltungsliteratur EAN 9783865324504

Sturm über New Orleans: Ein Dave-Robicheaux-Krimi

Hersteller: Pendragon  ·  MPN: 1017405
4,5/5 (4 Bewertungen)
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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 10:22 Uhr
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Produktfakten auf einen Blick

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Pendragon
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Unterhaltungsliteratur
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Produktbeschreibung

Hurrikan Katrina fegt über New Orleans hinweg und legt die Stadt in Schutt und Asche. Mit all seinem Können, feinen Charakterbeschreibungen und dichten Schilderungen der Südstaatenatmosphäre widmet sich Burke in seinem facettenreichen "Sturm über New Orleans" dieser Katastrophe. Wer Burke liest, spürt die Hitze der Stadt, schmeckt den Geruch der Zerstörung, riecht den Dunst der Bars. Inmitten des Chaos lässt er den eigenwilligen Dave Robicheaux seinen Job erledigen. Robicheaux ist Vietnam-Veteran und trockener Alkoholiker, der in seinem Leben diverse Schicksalsschläge hinnehmen musste. Als Co

Bewertungen & Erfahrungen

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4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 26.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Eine fantastische und sehr detaillierte Darstellung des Sturms über New Orleans, die wirklich beeindruckend ist. Die Beschreibung ist lebendig und fesselnd.
Redaktion 26.05.2026 testmonster.de · Redaktion
Gut!
Heino Bosselmann 05.07.2023 amazon.de
Der apokalyptische Hurrikan Katrina stellt in New Orleans die Welt auf den Kopf, und so öffnet sich die Hölle.Der Charme des Erzählens von James Lee Burke und seiner einschlägige Kollegen vom Hardboiled-Genre liegt in geradezu körperhaft gegenwärtiger Plastizität von Personen und Ereignissen. Die wiederum gründet im bevorzugten Milieu des Erzählten, in Schauplätzen, die dem Recht und dem Zugriff der Exekutive entzogen sind. Wie Justiz und Behörden sich nicht mehr zu behaupten wissen, wo also der Staat dysfunktional ist, dort entgrenzt und entartet der Mensch, gewissermaßen ähnlich der Natur in der Katastrophe. Im gleichfalls hervorragenden Roman „Regengötter“ war der Staat der Ödnis der texanischen Grenzregion zu weit entfernt; es bleib nur der Sheriff, der der Gewalt gegenüberstand, ganz existentialistisch.Hier, in „Sturm über New Orleans“, ist die Zivilisation durch den Hurrikan paralysiert. Die in Überlebensnot geratenen Menschen fallen in eine Art hobbesianischen Naturzustand zurück: Bellum omnium contra omnes.Ein Trupp junger Schwarzer, moralisch aus Gründen ihrer Sozialisation weitgehend degeneriert, nutzt das Unwetter, um auf Plünderungen schnelle Beute zu machen und geht dabei so skrupellos und brutal wie dilettantisch vor. Abgesehen davon, dass Unschuldige sterben, wird auch noch der Falsche beraubt, und die Kids sind schließlich mit so heißer Ware unterwegs, dass sie selbst von brutalen Vollprofis verfolgt werden, denen nichts Unmenschliches fremd ist. Um diesem Kern entwickelt sich das Geschehen – wie stets von James Lee Burke nicht nur filmreif und mit höchster Beschreibungspräzision spannend erzählt, sondern gleichfalls als Versuch angelegt, das Unheimliche und Perverse anthropologisch zu fassen oder wenigstens zu illustrieren.An der Seite von Detective Dave Robicheaux, „dem gezeichneten Ex-und-immer-wieder-Cop, Mehrfach-Witwer und penetrant passiv-aggressivem Ex-Alki“ (Oliver Huzly), kämpft dessen treuer Kumpel Clete Purcel, ‚fleischgewordenes Es in reinster Freud’scher Form, eine menschliche Abrissbirne mit einem fatalen Sinn für Gerechtigkeit“.Neben dem Beispiel des gerechten Amerikaners, der neben seinen Werten zu seiner Familie steht, gerade wenn er gleich Hiob alles verliert – der wackere Versicherungsagent Otis Baylor –, gibt es die pathologischen Horrorgestalten in Caprichos der Gewalt, allen voran der zunächst nur ominös wirkende, sich dann aber als pervers entpuppende falsche Privatdetektiv Ronald Bledsoe, schon seiner Physiognomie nach ein Schulbeispiel für die „Ästhetik des Hässlichen.“Bei aller Spannung der drängenden Handlung gelingt es Burke, lebensweise Aphorismen einzustreuen und verdichtete lebensphilosophische Betrachtungen anzustellen. Alle Figuren sind psychologisch diffizil und glaubwürdig gezeichnet; nichts wirkt schablonenhaft, alle Sätze klingen frisch und unverbraucht. Große Meisterschaft, hochklassige Kriminalliteratur, auch wenn der Schwerpunkt mit sozialkritischem Akzent eher auf der Schilderung des Milieus als auf der Darstellung des Detektivischen liegt. Bedient werden die ganz großen Themen in ihrer mythischen Kraft: Schicksal und Freiheit, Erfolg und Niederlage, somit Gewinn und Verlust, Schuld und Vergebung. Den Hintergrund bilden die in der Katastrophe freigesetzte menschliche Triebnatur und deren Süchte, der Egoismus als Grundprinzip amerikanischen Selbstverständnisses, die alten, nicht vernarbenden furchtbaren Wunden des Südens als Ort von Sklaverei, Entwürdigung und schweren Verbrechen am Nächsten.Ich war skeptisch, ob ein konkretes Katastrophenereignis wie der Hurrikan Katrina von 2005 die Kulisse für einen fiktiven Krimi abgeben kann oder ob das alles dann nicht scheindokumentarisch klingt. Fiktiv? Fiktional? Wir wissen ja: Das alles, die Abgründe des Verbrechens, ist möglich, ja mag die Fiktion vielfach überholt haben.Und ich weiß endlich, was Pecanbäume, immergrüne Eichen und Poorboy-Sandwiches sind.
Jürgen Zeller 05.07.2023 amazon.de
Ich habe das Gefühl, dass ein paar Verlage etwas in Vergessenheit geratene Autoren wiederbeleben, den angesammelten Staub von den Buchdeckeln pusten und deren Werke in neuer Aufmachung auf den Markt bringen. Ein Roman der vor zehn oder zwanzig Jahren die Leser zu Begeistern wusste ist nicht schlechter geworden nur weil ein paar Jahre ins Land gezogen sind. Es gib etliche Schriftsteller zu entdecken bei denen sich das Wagnis lohnt ein Taschenbuch zu kaufen, sich einzulesen und möglicherweise eine interessante Figur oder literarischen Mikrokosmos für sich zu entdecken. James Lee Burke ist so ein Altmeister des Hardboiled-Krimi Genres und ich habe bereits das neu Aufgelegte "Regengötter" von ihm gelesen welches ich lesenswert aber längst nicht perfekt fand. Nun versucht der Pendragon Verlag mit einem Buch aus der Reihe um den Ermittler Dave Robicheaux im deutschen Buchmarkt Fuss zu fassen. Ob es von Erfolg beschieden ist und ob weitere Werke gedruckt werden werden die Verkaufszahlen zeigen.Das Buch beginnt meiner Meinung nach etwas wirr. Über die Erzählperspektive musste ich kurz grübeln und es werden auf den ersten rund 130 Seiten zwei Handvoll Protagonisten eingeführt bevor Dave Robichaux auftritt. Ich fand den Einstig etwas sprunghaft und die kurze Zeit vor dem angekündigten Sturm Katrina vermische sich schnell mit den schrecklichen Folgen nach dem Hurrikan. Da es nicht das erste Buch der Reihe ist (es ist glaub ich das sechzehnte) wird nicht gross auf die Figur Robichaux und seine Probleme der Vergangenheit eingegangen da diese Kenntnisse logischerweise bei der Leserschaft vorausgesetzt werden. Er ist Vietnam-Veteran, ex Alkoholiker und Wittwer und dem Lebenslauf entsprechend auch leicht verbittert aber in seinen Taten sehr konsequent. In der heutigen Zeit locken problembeladene Hauptfiguren keinen Leser mehr hinter dem Ofen hervor da dieses Schema tausendfach literarisch verwurstet wurde und es mittlerweile eher abschreckend wirkt als eine Verlockung ein Buch mit dieser Art Protagonisten zu kaufen.James Lee Burke setzt die Handlung ins Jahr 2005 ins verwüstete New Orleans in die als postapokalyptischen Phase zu bezeichnenden Zeit nach der verheerenden Naturkatastrophe des Hurrikans Katrina. Das Thema der Rassendiskriminierung wird deutlich angesprochen ebenso wie die Kritik an der amerikanischen Regierung und deren fehlendem Willen präventive Schutzbauten für die ärmeren Bevölkerungsschichten zu errichten. Die einzelnen Handlungsstränge als solche sind recht ausschweifend erzählt werden aber rasch vorangetrieben was zu einem eher zügigen lesen animiert. Das Tempo geht zu Lasten der Figurenzeichnung welche leider etwas an Tiefgang vermissen lassen. Der Sprachstil ist trotz dem emotionalen Umfeld in dem es spielt eher nüchtern gehalten und insgesamt gehört das Buch für mich in die Kategorie der einfach zu lesende Literatur. Sprachliche Geniesser suchen leider vergebens nach Satzgefügen oder kurze Passagen die das gewisse "Etwas" haben.Fazit: Ein gutes Buch aber aus meiner Warte gesehen kein Meisterwerk wie der Klappentext es ankündigt. Ich schwanke in der Bewertung irgendwo zwischen drei und vier Amazon Sternen.
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