Wer sich ein wenig tiefergehend mit dem Geschichtenkomplex um H. P. Lovecraft befasst, der findet recht schnell heraus, dass dieser letztlich keine ausschließliche One Man Show ist. Lovecraft war ein manischer Briefeschreiber und einer seiner liebsten Korrespondenzpartner war eben Robert E. Howard (siehe S. T. Yoshi et al.: A Means to Freedom). Die beiden haben sich intellektuell und literarisch gegenseitig stark beeinflusst und so ist es kaum verwunderlich, dass Howard zu dem Geschichtenkomplex von Lovecraft einiges beizutragen hatte. Dass er dies auf die unvergleichliche Howard-Art schafft, ist dabei ein erfrischender Zugewinn.Einige Geschichten beziehen sich praktisch direkt auf den Cthulhu-Themenkreis, andere weniger bis gar nicht. Trotzdem finde ich sie allesamt lesenswert. Allerdings muss auch eine klare Warnung ausgesprochen werden: der immer wieder unverhohlene Rassismus ist unbedingt als ein verbreitetes Phänomen der Zeit der Entstehung der Geschichten zu begreifen. Wer damit Schwierigkeiten hat, dem könnte so manches aufstoßen.Die Bearbeitung des Festa-Verlags ist gewohnt gut, ebenso die Qualität des Buches.
Wie erwartet liefert Robert E. Howard gute Geschichten. Besonders haben mir die beiden mit Detektiv Harrison, Der Messing Pfau..... ach eigendlich fand ich jede der Geschichten spannend von daher 5 von 5 :)Für jeden Fan von Lovecraft oder Howard empfohlen!