Darf man 100 andere Bücher beiseite legen um ein bestimmtes Buch vorzuziehen? Das Buch DAS LIED DER DUNKLEN GÖTTIN von Scott Eberle ist so ein Buch und ich muss der Übersetzerin Vicky Gabriel herzlich danken, denn sie war es die mir Auszüge daraus zusandte und mich neugierig machte auf ein Thema das gerne und umfassend heutzutage aus der Gesellschaft verdrängt ist, der Tod und das eigene Sterben. Dieses Buch beschäftigt sich damit und zeigt auf wie wir unsere Endlichkeit annehmen können und gelassen den Übergang finden, ein Buch das uns zeigt wie man das Lied der dunklen Göttin versteht und es mit ihr gemeinsam singt.Der Tod und das Sterben, nichts ist uns verhasster, nichts scheint grausamer und nichts verabscheuen wir mehr. Warum eigentlich? Der Tod gehört zum Leben dazu und das Sterben setzt bereits ein bevor der erste Atemzug beginnt - aufgrund unserer biologischen inneren Uhr ist neben dem Leben auch der Tod bereits geplant und gesetzt.Mich hat das Buch sehr fasziniert und berührt, sehr berührt, denn es ist ein Sterbebegleiter, wir alle wissen das Steven Foster sterben muss am Ende des Buches und der Weg ist das Ziel innerhalb von diesem Buch, auch für Steven war der Weg das schlimmste, sich damit abzufinden, zu kämpfen, Therapien zu machen, Medikamente einzunehmen und jede Menge Whisky zu trinken.Das Buch ist schwierig, auch durch das Thema, leicht lesen lässt es sich nicht, zu schwer einigen Gedanken die einen selbst inne halten lassen, zu tiefgehend die Geschichte die mit dem Tod endet. Scott Eberle begleitet seinen Freund Steven Foster und unterstützt dessen Frau bei diesem Weg, er sieht das Auf und Ab, die Anfälle und der langsame Verfall.Interessanter Weise machen sich beide daraufhin Gedanken um das Loslassen, die Vergebung und das Verzeihen, gegenüber sich selbst und gegenüber anderen. Begegnet man am Ende des Weges dem Tod mit Liebe und Verständnis ist der Übergang leichter.Dieses Buch ist eine Suche nach dem Sinn des Sterbens, eine Vision seiner Unabänderlichkeit und ein Vermächtnis. Nur wer wirklich lebt und sich selbst erkennt und die Natur in uns und um uns herum spürt kann auch wirklich sterben und den Tod als ein Geschenk annehmen.Das Buch beeindruckt sowohl mit seinem Kapitel der Todeshütte als auch mit der Adaption des Mayathemas des großen Ballspieles.Auch die weiterführenden Themen wie ethisches Testament, die Patientenverfügung und einige sehr interessante Informationen zur Bestattung vervollkommnen das sehr gute Bild von diesem Buch.Der Tod ist nicht das Ende, sondern nur ein Übergang.Sehr empfehlenswert!
Der Autor gibt viel von sich preis in seinem Buch "Das Lied der dunklen Göttin". Dadurch wirkt es sehr echt und authentisch. Es geht vor allem um den Tod und das Sterben, und um das Lebensende von Steven Foster. Aber mich fasziniert an diesem Buch auch die Entwicklung des Autors selbst.Er gibt der "dunklen" Seite des Lebens, dem Sterben und dem Tod, eine Schönheit, die mich erstaunt und fasziniert. Ein wunderbares Buch das die 5 Sterne bei weitem verdient hat.