Zwischen Angst, Mut und Widerstand: Wie eine Jugend im Osten Deutschlands gegen Neonazis, rechte Gewalt und das große Schweigen kämpft. Was heißt es, jung zu sein in einer Stadt wie Zwickau – geprägt von rechter Gewalt, Alltagsrassismus und dem ständigen Gefühl, nie ganz sicher zu sein? Jakob Springfeld erzählt schonungslos, was es bedeutet, unter Nazis aufzuwachsen, politisch aktiv zu werden und trotzdem nicht aufzugeben. Inmitten von Pegida-Protesten, NSU-Komplex und der Flüchtlingskrise ringt eine Generation um ihre Stimme – und um ihre Sicherheit. Der Autor nimmt uns mit in seine Welt: Näc hte voller Angst vor rechten Schlägertrupps, Solidarität in alternativen Rückzugsorten wie der Barrikade, und das ständige Abwägen zwischen Wegsehen und Widerstand. Es geht um echte Menschen, um Freundschaften, die an Hass wachsen, um Eltern, die zwischen Hoffnung und Sorge schwanken, um das Gefühl, nie ganz dazuzugehören – und trotzdem für eine offene Gesellschaft einzustehen. Mit direktem Blick auf die Realität in Sachsen, aber ohne Pathos, zeigt das Buch, wie politisches Engagement gegen Rechts im Alltag aussieht – inklusive Rückschlägen, Selbstzweifeln und kleinen Siegen. Wer sich fragt, wie sich Antifaschismus, Fridays for Future und politisches Erwachen anfühlen, findet hier Antworten, die unter die Haut gehen. Ein Buch, das nicht belehrt, sondern berührt – und Mut macht, nicht zu schweigen.
Bewertungen & Erfahrungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.
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Redaktion18.06.2026
testmonster.de · Redaktion
Dieses Buch ist ein unglaublich wichtiges und fesselndes Werk, das eine tiefgehende und bewegende Perspektive auf die Geschichte der Jugend im Osten Deutschlands während der NS-Zeit bietet. Ich empfehle es jedem, der sich für diese dunkle und wichtige Epoche interessiert.
Es ist ein gutes und wichtiges Buch, das jede/r gelesen haben sollte – insbesondere auch diejenigen, die mit „Rechts“ liebäugeln (sog. besorgte Bürger/innen, Impfgegner/innen, Querdenker/innen und ähnliche Verwirrte).Das Buch beweist die Annahme, dass die Gefahr für die Demokratie nicht von links ausgeht, sondern von rechts. Und zwar nicht nur "im Osten", sondern auch "im Westen".Das rechte Netzwerk - zu dem auch die AfD als parlamentarischer Arm des Rechtsradikalismus gehört - breitet sich in Deutschland wie ein aggressives Krebsgeschwür aus.Das Komplettversagen der Ermittlungsbehörden (insbes. Polizei, Verfassungsschutz) im Fall der von der NSU-Mörderbande (Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe ) begangenen scheußlichen Verbrechen gegen Menschen mit Migrationsgeschichte und auch gegen zwei Polizeibedienstete, wird im Buch eindrucksvoll (und kaum auszuhalten) beschrieben.Ein solches Versagen kann nur damit erklärt werden, dass es bei den Ermittlungsbehörden reichlich Personen gegeben hat (und noch gibt?), die aufgrund rechtsextremistischer Einstellungen „auf dem rechten Auge blind“ oder gar selbst Teil des rechtsextremistischen Netzwerks sind.Rechtsradikal eingestelltes Personal muss aus allen staatlichen Institutionen: u.a. Polizei, Verfassungsschutz, Staatsanwaltschaften und Gerichte, Bundeswehr, Schulen, Universitäten usw. konsequent entfernt werden. Das ist ein Gebot des Grundgesetzes, das – eingedenk der Schrecken des deutschen Faschismus (1933 bis 1945) – eine „wehrhafte Demokratie“ einfordert.Bewegend ist, dass das Buch die vielen Opfer rechtsradikaler Gewalt im heutigen Deutschland namentlich benennt und damit an sie in würdiger Weise erinnert.Ich schäme mich als Deutscher für die Hass-Taten, die rechtsradikal eingestellte Kreaturen verüben.Ich schäme mich als Deutscher dafür, dass es in diesem schönen Land Menschen gibt, die Deutschland erneut dadurch schänden wollen, dass sie die in der AfD versammelten Rechtsradikalen (Alice Weidel, Tino Chrupalla, Björn Höcke und Konsorten) in politische Machtpositionen wählen und damit die Machtübernahme von Faschisten (mit allen denkbaren Folgen: siehe 1933 bis 1945) bewusst anstreben oder zumindest billigend in Kauf nehmen.Die negative Bewertung des Buchs durch einen Torsten Graßlaub verwundert nicht. Graßlaub ist eine Figur im rechtsradikalen Netzwerk Zwickaus. Seine Machenschaften werden im Buch beschrieben (z.B. auf S. 130 ff.).
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Letzte Aktualisierung: 12.05.2026 19:39 Uhr.