Wer als Jäger oder Nichtjäger einen Hund aus jagdlichen Rassen führt, sollte dieses Buch lesen.Es liest sich gut, die Autorin hat einen flüssigen, angenehmen Schreibstil, das Buch ist übersichtlich gestaltet, ob mit Bildern oder hervorgehobenen " Merksätzen" und Anmerkungen.Sehr lobenswert und angenehm: Im Gegensatz zu anderen Hundeausbildungsbüchern und Hundegurus bleibt Anke Lehne bescheiden im Hintergrund, teilt Möglichkeiten und Erfahrungen mit, ohne sich als die ultimative Hunde- Ausbilderin, die im Besitz der alleinigen Wahrheit ist, aufzuspielen.Offen für Fragen und Diskussionen, ein Buch, das mit profundem wissenschaftlichem Hintergrund und aus eigenen Erfahrungen geschrieben,überzeugend ist, ohne den interessierten Hundeführer, der Zweifel am Erfolg dieses Weges hat, von vornherein zu dikreditieren.Eine Seltenheit in der Hundeausbildungsszene.Vorab: Es verlangt viel vom Hundehalter! Viel Zeit, viel an Wissen über Lernen an sich, selbiges ist im Buch anschaulich erklärt, viel an Vorüberlegung, ständiger Präsenz, Selbstkontrolle des Führers und Überlegtheit und Konsequenz in eigentlich jeder Minute des Zusammenseins mit dem Vierläufer.Es verlangt auch, sich bisherigen Lehrsätzen mal zu lösen und neue Wege zu denken und sie als möglich zu akzeptieren- jeweils angepasst an den eigenen Hund und sich als Hundeführer.Die Verantwortung liegt beim Hundehalter, nicht beim Hund, dessen muss man sich, will man nach diesen Methoden zum Ziel kommen, bewusst sein.Dann kann es zweifelsfrei funktionieren, mit Team-abhängigen Varianten, auf diese Art seinen vierbeinigen Gefährten zum zuverlässigen Jagdbegleiter oder sicherem Familienhund auszubilden, ohne drastische Maßnahmen ergreifen zu müssen.Diese gelten in der althergebrachten Ausbildung leider oft und unabhängig vom Individdum Hund als unumgänglich und gesetzt, sind aber oft ( nicht immer) unnötig. Allein für das- nicht immer durchzuhaltende Niocht-Positive Toleranz zu haben, war wohltuend zu lesen.Ich habe so ziemlich alles, was es zur Ausbildung von Jagdhunden auf dem Büchermarkt gibt, im Regal stehen, mir waren die Methoden, die Anke Lehne vorschlägt, durchaus bekannt, teilweise habe ich sie immer schon in abgewandelter Form selbst ganz unbewusst genutzt, doch dieses Buch war/ ist eine echte Bereicherung, eben weil es logisch, übersichtlich und gut zu lesen ist, diesen Weg der Ausbildung auf eindrucksvolle Art umfassend, aber ohne Geschwafel darstellt und den Leser "mitgehen" lässt.Ich empfehle es auch den Skeptikern, denn Wissenswertes lernen kann man immer- und ein guter Hundeführer auch der "strengen" Sorte wird überrascht sein, sich tatsächlich in manchem, was die Kommunikation mit dem Hund betrifft, doch wiederzufinden.
...anfänglich dachte ich, das kennt man doch schon. Aber wenn man ein wenig zwischen den Zeilen liest und sich ausführlicher damit beschäftigt, dann stellt man fest, dass es wirklich maximal fundiert ist.Betonen möchte ich, dass es eher etwas für den anspruchsvollen Hundeführer ist. Wie man Pfiffi an der Leine hinter sich her schörgelt, dass kann man auch anderswo erfahren.
Es gibt eine unüberschaubare Anzahl an Literatur zur Hundeausbildung und gerade in Nichtjägerkreisen wird ein Jagdhund i.d.R. als besonders anspruchsvoll dargestellt.Das dem eigentlich nicht so ist, sondern ein Jagdhund "nur" ein Hund mit einer Aufgabe ist, welche Hund und Führer auslastet, verdeutlicht dieses Buch auf anschaulichste Weise. Gerade der Schreibstil, die klare Gliederung und vor Allem die kompakte Darstellung (mit erzählenden u. beschreibenden Texten, Tipps u. Fotos) heben sich positiv von vielen anderen ab.Dieses Buch ist logischerweise für Jagdhundeführer (also Jäger) geschrieben. Nichtjäger können ebenso damit etwas anfangen, wenn sie denn ihren Jagdhund verstehen wollen. Diejenigen der Nichtjäger, die den "Jagdtrieb" ihres Hundes als Problem ansehen sollten Ihre Rassewahl und ihren Grund für die Hundehaltung überdenken. Ebenso ist das mit der Weidmannssprache zu sehen. Dies ist nunmal eine Fachterminologie, wie in anderen Bereichen auch.Aus meiner Sicht ist das Buch 1.000%ig empfehlenswert (für den, der damit auch was anfangen kann)!Brackenheil