Schweig, Bub!ist ein bekanntes Theaterstück des Schriftstellers Fitzgerald Kusz.Premiere des Volkstücks war am 6. Oktober 1976 im Schauspielhaus Nürnberg. Regie führten Herbert Lehnert und Friedrich Schirmer.Das Achtpersonenstück ist eine humorvoll-satirische Darstellung einer typischen, kleinbürgerlichen Familienfeier anlässlich einer Konfirmation, bei der die Erwachsenen essen und trinken, tratschen und streiten und der "Bub" an seinem Ehrentag kaum zu Wort kommt. Dabei besticht "Schweig, Bub!" durch seinen hohen Wiedererkennungswert der Dialoge, Figuren und Abläufe. In ungeduldiger Erwartung des Ehrengastes, des Pfarrers, entgleist die ursprünglich gediegenen Familienfeier durch reichlichen Alkoholgenuss. Zum Bier in Strömen verköstigt man Unmengen von Nahrung in den verschiedensten kulinarisch köstlichen Formen, denn man gönnt sich ja sonst nichts. Es wird gegessen, bis der Hosenbund platzt und getrunken bis der maximale Füllstand erreicht ist. Währenddessen werden alle wichtigen Themen des Lebens von Durchfall über Beerdigung bis Krieg durch diskutiert, aber eigentlich hört niemand dem Gespräch des jeweils anderen richtig zu. Stattdessen wird jede Gelegenheit genutzt, heimlich und öffentlich über andere Anwesende her zu ziehen und sich selbst ins rechte Licht zu rücken. Dem Konfirmanten wird immer wieder deutlich zu verstehen gegeben, dass er in der Welt der Erwachsenen noch nichts zu melden hat. Und so entwickelt sich das Konfirmationsfest zu einer Familienfarce, die in handfesten Frivolitäten gipfelt.Derhamm is derhamm:Ein Stück Italien-Nostalgie. Der Urlaub des Kegel-Vereins Schiefe Bahn erweist sich als einzige Katastrophe.Engagiertes Volkstheater, bissig, ironisch, zynisch, manchmal bitterböse. Doch nicht Theater, welches tötet, abtut, vernichtet.Unkraut:Drei Paare in ihren Reihenhausgärten, man freut sich am Eigenheim, der Garten ist ein Schmuckstück, man übertrumpft sich gegenseitig in der Rasenpflege. Aber das dicke Ende kommt, frei nach Schiller: "Es kann derFrömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt." Wo man eben noch friedlich beim Kaffeeklatschzusammen saß, tobt plötzlich der Krieg über die Gartenzäune.Der Gartenzwerg in uns. Die hinterlistige Einladung zur Identifikation mit Menschen, die einem zu nahe sind, als dass sie einem rundweg gefallen könnten: Das macht den Reiz der Kusz-Komödie aus.