Ich bin noch dabei, dieses wunderbare Buch zu lesen und kann es bereits jetzt nur von ganzem Herzen empfehlen.Ich hatte schon so viele berührende und tiefe Momente, so viele Einsichten und Erkenntnisse - daher lese ich es bewusst langsam.Danke an den Verlag Neue Erde, der das amerikanische Original hier auf den deutschen Markt gebracht hat."Spirituelle Ökologie" ist ein Buch, von dem ich mir wünschen würde, dass es ganz viele Menschen lesen, es ist ein enorm wichtiger Beitrag für ein besseres Verständnis unserer Mutter Erde.
Ein äußerst wichtiges Buch für die heutige Zeit. Die Umwelt muss nicht „nur“ geschützt und bewahrt werden, sondern wir brauchen wieder eine lebendige Beziehung zur Erde. Schöne, liebevolle und eindringliche Beiträge von ganz unterschiedlichen Menschen, wie z.B Joanna Macy und Thich Nhat . Sehr lesenswert.
Spirituelle Ökologie: viele Sichtweisen− ein PfadIch las das Buch mit dem festen Vorsatz eine Rezension zu schreiben − das Thema ist zu bedeutend um ihm nicht seine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Ob schon mir zu Beginn nicht ganz klar war was mich erwarten würde. Meine Erwartungen wurden voll und ganz befriedigt und doch merke ich wie schwer es mir nun fällt Worte zu finden.Wenn ich Rezensionen schreibe so halte ich sie stets sehr sachlich, erkläre Aufbau, Inhalt, Art der Vermittlung. Hier droht mir meine Sachlichkeit zu entgleiten, denn das Thema berührt mich sehr, bewegt meine Gedanken und Gefühle, Hoffung und Trauer.Llewellyn Vaughan−Lee hat 20 unterschiedliche Beiträge gesammelt. Sie sind von Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen geschrieben: Menschen indigener Wurzeln, sufistischer, christlicher, buddhistischer, hinduistischer Religion, wobei die jeweiligen Religionen oder vielmehr religionsspezifische Dogmen dabei nicht im Vordergrund stehen sondern vielmehr das Verständnis vom Menschen als Teil der Schöpfung, mit ihr untrennbar verbunden. Zu der gleichen Erkenntnis kommen Autoren deren Sicht in der modernen Naturwissenschaft begründet liegen.Viele Sichtweisen − ein Pfad: die Menschheit als Ganzes muß ihre Identität als Teil der Schöpfung wieder finden. Sich nicht über Fluß, Fels, Tier, Baum und Strauch stellen, sich von Mutter Erde abgekoppelt sehen, sondern zurück zu ihr finden.Dieses Bewusstsein als Grundlage um die menschgemachte ökologische Katastrophe abzuwenden, doch nicht mit primären Absicht den eigenen Hals zu retten, sondern aus dem tiefen Bedürfnis heraus wieder in den „Schoß der großen Familie des Lebens“ zurück zu kehren.Es ist ein schönes Buch, es verursacht Trauer, Scham aber auch Hoffnung und gibt über die Vielzahl der verschiedenen Autoren Hinweise zu weiterführender Literatur. Der Wermutstropfen den ich spüre hat nichts mit seinem Inhalt zu tun, er beruht auf der Tatsache, daß solche Werke keine Schullektüre sind, soll heißen, Menschen die ein Buch mit diesem Titel kaufen, werden, so nehme ich an, bereits eine entsprechende Ausrichtung in sich tragen. Die Leserschaft denen das Buch beim Umdenken Anleitung sein könnte, werden wahrscheinlich nicht erreicht. Auch wenn mich dieser Umstand traurig stimmt, so ist es doch wichtig solche Schriften zu veröffentlichen. Ich bin mir (je nach Stimmung) nur manchmal nicht ganz sicher, ob der stete Tropfen den Stein noch rechtzeitig höhlt − doch selbst wenn er es nicht schafft, so weiß ich dennoch, daß das Leben immer seinen Weg findet. Und ich weiß auch, daß ich dieses Juwel Erde niemals verlassen würde, wenn ihr Untergang bevorstünde und ich die Möglichkeit dazu hätte. Diese Verbindung verleiht mir unendliche Stärke und wenn man so will ist es auch genau das wovon das Buch erzählt.PS: ....apropos „wen man wie erreicht“ & amazon:Ich bin ganz und gar kein Befürworter vom Megacorp amazon, weiß aber, daß hierüber Rezensionen die größte Aufmerksamkeit erhalten. So habe ich mich schweren Herzens entschieden dieses Forum nach langer Zeit mal wieder zu nutzen. Um allerdings festzustellen, daß ich meine Meinung mittlerweile nur äußern darf, wenn ich auch konsumiere (50.- in den letzten 12 Monaten). Ein Freund stellt die Rezension nun für mich ins „amazon−Netz“ und ich sitze da und frage mich einmal mehr wo uns das Alles noch hinführen wird. Die Dystopie des SF−Autoren William Gibson aus den 80−iger Jahren ist in vollem Gang.Coco Burckhardt