Pommaux, Yvan: Wir und unsere Geschichte
Geschichte Allgemein EAN 9783895653032

Pommaux, Yvan: Wir und unsere Geschichte

Hersteller: Moritz Verlag-Gmbh  ·  MPN: 1105103
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Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026 19:39 Uhr
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Produktfakten auf einen Blick

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Produktbeschreibung

Große und prachtvolle Bilder zu präzisen Texten: Yvan Pommaux erzählt unsere Geschichte - auf allen Kontinenten, zu allen Zeiten, in allen Facetten. Dieses Buch erzählt unsere Geschichte, die Geschichte der Menschheit, eine endlose Geschichte, deren Helden wir alle sind. Wir stehen im Mittelpunkt: Wir sind es, wir Menschen haben die Welt zu dem gemacht, was und wie sie ist. Wir haben entdeckt und gekämpft, gegründet und unterdrückt, geforscht und gelitten. So ist »Wir und unsere Geschichte« kein Buch der »großen« Namen, denn Könige oder Päpste, Entdecker oder Philosophen kommen keine darin vo

Bewertungen & Erfahrungen

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Verteilung basiert auf 3 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 22.07.2026 testmonster.de · Redaktion
Die Bilder sind wirklich groß und sehr ansprechend, und der Text ist präzise, was die Geschichte sehr lebendig macht. Allerdings wünschte ich mir etwas mehr Tiefe in einigen Kapiteln.
libri1902 26.09.2023 amazon.de
Mein Sohn (fast 5) ist begeistert von diesem Buch. Ich vermag den wissenschaftlichen Hintergrund nicht zu beurteilen - aber darum ging es mir bei diesem Buch auch nicht.Die Illustrationen sind wunderschön und machen neugierig auf die Geschichte der Menschheit.Aus meiner Sicht sind sehr viele spannende geschichtliche Themen enthalten die auf mehr neugierig machen.Da es eine Gesamtdarstellung ist, die mehrere tausend Jahre umfasst, gleichzeitig aber für Kinder sein soll, ist es logisch, dass die einzelnen Bereiche nicht vertieft dargestellt werden. Trotzdem finde ich, dass es jede Menge zu entdecken gibt, gerade für die Altersgruppe 4-6.Toll finde ich, dass mein Sohn entdeckt, dass es außer Rittern, Piraten, Wikingern und Steinzeitmenschen (worüber es unzählige Bücher gibt) auch noch andere interessante Gebiete gibt.Wie beispielsweise die Azteken, die Zeit des Kolonialismus, geschichtliche Entwicklungen im asiatischen und orientalischen Raum. Auch dunkle Kapitel in der Geschichte wie Kriege bleiben nicht unerwähnt.Die Seiten sind abwechslungsreich gestaltet und überhaupt nicht langweilig. Aber auch nicht überfrachtet.Ob es noch für 9-10 jährige Kinder gut geeignet ist, kann ich nicht beurteilen.
Nelly Kunze 26.09.2023 amazon.de
Die Macher des Buches haben den Anspruch, die Geschichte der Menschheit zu erzählen und dabei sich nicht auf eine Perspektive zu beschränken, sondern die Perspektive vieler und den Anteil aller am Verlauf der Geschichte sichtbar zu machen.Positiv ist zu bemerken, dass nicht nur Geschichte von Reichen und Mächtigen wieder geben ist und auch benannt wird, auf wessen Ausbeutung deren Reichtum beruht. Dennoch bleibt es letztlich eine Geschichte der Herrschenden, den der Fokus dessen, was erwähnt wird, basiert weiter auf ihrer Geschichtsschreibung. Auch wird scheinbar neutral festgestellt, dass Menschen Anführer brauchen. („Wir werden zu viele, so dass sich kein natürlicher Anführer mehr durchsetzt. Und doch wird eine Person gebraucht, die darauf achtet, dass die Regeln des Gemeinschaftslebens eingehalten werden.“ S.14)Ebenfalls positiv ist, dass der Einfluss der Araber*innen/Osman*innen mit ihrem Wissen und ihrer Kultur auf Europa und ihr akzeptierenden Umgang mit religiösen Unterschieden bzw. ihre Rolle als Zuflucht für in Europa verfolgten Jüd*innen in korrekter, konstruktiver Weise beschrieben wird.Es wird versucht ein „wir“ als „wir, Menschen“ zu formulieren, was ich für eine gute und verbindende Idee halte. Doch in der Umsetzung ist dieses „wir“ eurozentristisch und weiß bzw. entspricht der vorherrschenden europäischen Geschichtsschreibung.Im Text selbst werden keine Namen von Menschen genannte, die als historisch herausragende Personen gesehen werden. Aber es ist geschrieben, dass ein Mensch dieses oder jenes geleistet hat. Am Ende des Buches gibt es kurze Beschreibungen mehrerer Personen. Doch nicht alle Benannten aus dem Text sind dort zu finden und auch nicht alle Benannten sind Stellen im Text zuzuordnen. Ich vermute damit soll die Rolle sogenannten Berühmtheiten und warum sie als herausstehend sind, hinterfragt und außerdem eigene Recherche angeregt werden. Die Macher*innen des Buches haben sich bemüht, nicht nur solche Personen zu benennen, deren Kenntnis zur sogenannten Allgemeinbildung Weißer gehören. Das finde ich positiv.Doch leider wird die Rolle einzelner Schwarzer Menschen, PoC und einzelner Frauen extrem wenig im Text und auch völlig unzureichend bei den benannten Personen aufgezeigt. Und insgesamt wird bei der Auswahl dieser Personen der Blick fast ausschließlich auf Mächtige gelenkt, was dem Anspruch der Autoren die Geschichte aller zu erzählen bzw. zu zeigen, dass „alle“ Held*innen der Geschichte seien, absolut nicht genügt.Negativ ist insgesamt, dass der Blickwinkel ein weißer, eurozentristischer ist und dass ein weißer eurozentristischer Entwicklungs-, (Hoch)kultur- und Zivilisationsbegriff wiedergeben wird. Was angeblich unbekannt, bekannt und entdeckt ist und (von) wem, wird immer aus einem eurozentristischen Blickwinkel beschrieben. Daraus resultiert, das nur die Geschichte derer erzählt wird, die aus diesem Blickwinkel als sich weiter entwickelnd, zivilisiert / zivilisierend und Teil von Hochkulturen gesehen werden. Doch selbst nach diesen Maßstäben fehlen die Geschichte vieler Menschen außerhalb Europas, insbesondere Afrikas, der Amerikas, Südasiens und Australien bzw. sie wird falsch dargestellt.Afrika wird fast ausschließlich pauschal als „Afrika“ genannt, während andere Regionen im jeweiligen historischen Kontext genauer benannt werden. Es wird behauptet, dass der „alltägliche Überlebenskampf“ (Krieg, Tiere, Krankheiten) in Afrika verhindert habe, dass sich Staaten und Städte entwickeln konnten. Das ist sachlich falsch.Wenn „Afrika“ in den Illustrationen auftaucht, dann fest ausschließlich in Form von Wiedergabe vorherrschender weißer Vorstellungen vom afrikanischen Kontinent (nackte / kaum bekleidete Menschen, einfache Gebäude / „Hütten“). Afrikanische Religion tauchen lediglich im Kontext des antiken Ägyptens auf, afrikanische Schriften ebenso und ebenfalls Handwerk, Erfindungen, Technik und Kunst. Das gleiche gilt auch für Australien, Südost-Asien, Nordamerika, weite Teile Süd- und Mittelamerikas.Die Rolle Europas bei der Versklavung und Verschleppung von Millionen von Afrikaner*innen wird herunter gespielt und die Beteiligung bzw. Verantwortung von Afrikaner*innen im Vergleich dazu zu gewichtig benannt. Dass der Reichtum des malischen Königs Mansa Musa in Portugal / Europa bekannt wurde, wird als Ursache für den Beginn der Kolonialisation und der Versklavung und Verschleppung von Afrikaner*innen durch Europa dargestellt. Das halte ich fr eine falsche Verquickung.Die Verantwortung und Wirkung von Kolonialismus / Imperialismus wird völlig verzerrt und verkürzt dargestellt.Der vielfache Völkermord in den Amerikas taucht lediglich in Form von zwei Sätzen auf: „die letzten Ureinwohner praktisch ausgerottet haben“ (S.74, Kontext USA) und „wir massakrieren sie (die Inka) genau wie die Azteken“ (S. 64, Kontext Mittel- und Südamerika). Die Beschreibung der Geschichte Mittel- und Südamerikas endet mit der Konquista, was danach passiert, hat gar keinen Raum.Die Geschichte Australiens, Neuseelands und Ozeaniens hat gar keinen Platz in diesem Buch, genauso wenig wie die Grönlands und Asiens jenseits des antiken Indiens, Mesopotamiens und der Chinesischen Reiche. Die Kolonialisierung Asiens durch Europa wird mit keinem Satz erwähnt.Auch in der Illustration fehlen Schwarze Menschen. So wird im Text zwar geschrieben, dass es die ersten Homo sapiens in Afrika gab, doch in der Illustration wird ein Bild gezeigt, das dem früher Menschen in Europa entspricht, Höhlenmalereien wiedergegeben, die in Europa gemalt wurden und eine Grabfundstätte aus Asien. Im Mittelpunkt der Karte zur Ausbreitung der Menschen auf der Welt steht Asien mit einer dort eingezeichneten Menschengruppe im Mittelpunkt und nicht der Ausgangspunkt in Ostafrika. Diese Art der Illustration zieht sich weiter durch das Buch. Auch an Stellen, an denen allgemeine Informationen zu Veränderungen gegeben werden, werden in Europa oder maximal Ägypten / Babylonien angesiedelte Illustrationen gezeigt. Selbst wenn Orte wie Kilwa benannt sind, werden nicht sie in der Illustration gezeigt, sondern versklavte Menschen in der Wüste.Entstehung des phönizischen Alphabets / der sumerischen Schrift und ihrer Bedeutung für die Entstehung weiterer Schriftsysteme ist falsch dargestellt. Das phönizische Alphabet ist aus den antiken ägyptischen bzw. meroischen (also afrikanischen) Schriften entstanden.Die Darstellung des nordamerikanischen Volkes, das Wikinger an ihren Küsten entdeckt, ist falsch und entspricht der pauschalisierenden, stereotypen Vorstellung Weißer.Doch auch die Darstellung europäischer Geschichte entspricht vorherrschender Geschichtsschreibung. So wird aus der Geschichte Spaniens die Geschichte der Bask*innen und Katalan*innen ausgeklammert.Das im 18 Jahrhundert in Europa entstehende Genre „Reiseberichte“ wird als positiver Einfluss dargestellt, obwohl sie ein wesentlicher Beitrag zu rassistischem, kolonialen Denken sind. Der Einfluss der sogenannten Aufklärung wird als positiv dargestellt. Es wird zwar beschrieben, wie in dieser Zeit die Vorstellung von „Rassen“ und von „N...rn“ geschaffen wird, doch es ist nicht deutlich, dass dies unter dem Label „Aufklärung“ geschieht bzw. dass die Logik der Aufklärung gerade diese Ideologie braucht um die Herrschaftsverhältnisse zu legitimieren. Der Anteil der Aufklärung an der Diskriminierung von Frauen wird gar nicht benannt.Die beschriebene Geschichte endet mit dem Ende des 2.Weltkriegs. Die Bedeutung dieses Krieges wird lediglich in Bezug auf Europa gezeigt. Der Ausblick richtet sich auf die System-Konfrontation des Kalten Krieges, Raumfahrt, Atomenergie, Computer- und Robotertechnik. Themen wie Befreiung von kolonialer Herrschaft sind nicht im Blick.Leider wird behauptet, dass die gesellschaftliche Stellung von Mädchen und Frauen immer und überall eine diskriminierte gewesen sei. Frauen tauchen in dieser Geschichtsschreibung kaum auf. Der Text ist in männlicher Form verfasst.In dem Buch sind immer wieder Zitate durch Anführungs- und Schlusszeichen markiert, doch es ist nicht vermerkt, wer zitiert wird.
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