Das Mädchen an der Orga Privat: Roman (Die Berlin-Bibliothek)
Unterhaltungsliteratur EAN 9783897739710

Das Mädchen an der Orga Privat: Roman (Die Berlin-Bibliothek)

Hersteller: Jaron Verlag Gmbh  ·  MPN: 1166614
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Produktfakten auf einen Blick

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Jaron Verlag GmbH
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Unterhaltungsliteratur
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Produktbeschreibung

Erna Halbe, mit 19 frisch aus der Provinz nach Berlin gekommen, arbeitet erst seit wenigen Tagen im Schreibbüro, als eine junge Kollegin entlassen wird - sie ist schwanger vom Bürovorsteher. Erna ist empört und wagt den Aufstand, dem sich rasch alle jungen Frauen anschließen. Rudolf Braune schildert den MeToo-Protest im Berlin des Jahres 1928 mit Wut auf die Verhältnisse, aber auch viel Einfühlungsvermögen. Und entwirft zugleich ein lebendiges Bild vom Leben der Angestellten in den vermeintlichen Goldenen Zwanzigerjahren. Der Roman mit dem ungewöhnlichen Titel und sein Autor, der 1932 mit gera

Bewertungen & Erfahrungen

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4 Bewertungen
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Verteilung basiert auf 4 vorliegenden Einzelbewertungen.

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Redaktion 01.08.2026 testmonster.de · Redaktion
Super!
Loselumbo 29.09.2024 amazon.de
Dieser Kurzroman gibt spannende Einblicke in das Berlin der „Goldenen Zwanziger“. Leser sehen es mit den Augen von Erna Halbe, die 19-jährig aus der Provinz in die pulsierende Großstadt kommt und staunt: Über die Leichtigkeit, die Verlockungen, die losen Sitten und über die Vielfalt des Lebens.Erna ist Büroangestellte, die einen neuen Job in einer kleinen Firma antreten will. Sie hat das Herz am rechten Fleck, einen klaren Kompass fürs Leben, weiß, was sie kann und was nicht. Und sie lässt sich nicht einschüchtern. Dass man sich über ihre altmodischen Klamotten lustig macht, nimmt sie hin, schneidert sich schnell selbst etwas Modernes. Sie lernt schnell, und sie weiß sich zu wehren. Als eine ihrer Kolleg:innen vom Chef schwanger ist und rausgeschmissen wird, setzt sich Erna an die Spitze der Streikbewegung.Mit wenigen Sätzen beschreibt der junge, früh verstorbene Autor Rudolf Braune (1907-1932) die Lage der „kleinen Leute“, ein Milieu, in dem die allermeisten „Singles“ zur Untermiete wohnen und die Ansprüche bescheiden waren: Etwas zu essen, eine Bleibe, ab und zu ein Kinobesuch oder Tanzen gehen – damit gaben sich junge Leute zufrieden.Der Roman ist erstaunlich modern geblieben, gut und schnell zu lesen und durch „Me Too“ auch sehr aktuell.
Martin Barkawitz 29.09.2024 amazon.de
Berlin 1928: Die neunzehnjährige Stenotypistin Erna Halbe kommt aus tiefster mitteldeutscher Provinz in die Hauptstadt, um dort einen Job im Schreibsaal der "Eisenverwertungs-GmbH" anzutreten. Mit offenen Augen geht die kleine unscheinbare Person durch die ihr fremde Welt, beobachtet den Moloch Großstadt, ihre höchst unterschiedlichen Kolleginnen und die tausend neuen Eindrücke genau. Für die anderen "Tippmädels" ist Erna zunächst nur das "Mädchen an der Orga Privat" - so heißt die besonders klapprige und schwergängige Schreibmaschine, die ihr zugewiesen wird.So weit, so unspektakulär. Doch der Autor versteht es, mit großer Sympathie und Detailgenauigkeit seine Figuren mit all ihren Wünschen, Hoffnungen und Ängsten zu schildern. Die glaubwürdige Charakterzeichnung verleiht dem Roman einerseits etwas Zeitloses - auch heutzutage mag es noch junge Frauen mit schmalen Gehalt geben, die sich von Konsumwünschen geleitet mit reichen alten Männern einlassen. Doch andererseits beschreibt der Roman auch die ernüchternde Situation von kleinen Angestellten und Arbeitern, die den Glanz des Zwanzigerjahre-Berlin nur als staunende Zuschauer betrachten dürfen, weil ihnen schlicht und einfach das nötige Kleingeld fehlt. Und es wird deutlich, dass die Goldenen Zwanziger nur für sehr wenige Privilegierte wirklich eine gute Zeit waren.Als Zeitdokument ist "Das Mädchen an der Orga Privat" auch heute noch in jedem Fall bereichernd; doch auch die Sprache, der Rhythmus und nicht zuletzt die liebevoll gezeichnete Protagonistin machen diesen Roman lesenswerter als so manches Elaborat aus aktueller Produktion.
anja braune 29.09.2024 amazon.de
Das Buch ist vom Inhalt und Schreibstil her sehr interessant. Der Zeitgeist der späten 20iger Jahre im Berlin des vergangenen Jahrhunderts wird vom Autor anhand der Geschichte der jungen Erna für uns später geborene erlebbar gemacht. Jedoch gibt es im Buch leider einige Druckfehler, was unangenehm auffällt.
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